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Websites betreiben kostet immer mehr!

Websites immer teuer ...

Websites immer teuer …

Im Zuge der Diskussion um „Private Blog Netzwerke mit Expired Domains“ haben viele Kommentatoren einen Artikel verfasst, u.a. Julian Dziki, Michael Boenick und Felix Beilharz. Tenor: Verwunderung, dass es noch klappt, und Mahnung zur Vorsicht, das zu versuchen. Nicolas Sacotte hat ein konkretes Beispiel beschrieben – und promt wurde heute die komplette Domain heute aus dem Google-Index geworfen. Es scheint eine manuelle Strafe zu sein. Eventuell hat ein Google Quality Rater mitgelesen – oder ein Wettbewerber hat den Anlass genutzt, um einen Spam-Report bei Google einzureichen. In diesem Artikel soll es darum gehen, wie man dem vorbeugen kann…

Anti-Satelliten-Seo ...

Anti-Satelliten-Seo …

Anno dazumal nannte man das ein „Satelliten-Netzwerk„. Heutzutage wird die Methode mit Expired Domains optimiert, um externen Linkjuice durchzufschleifen. Ein Satellit ist im Seo-Kontext also eine Seite, die eine andere (Hauptseite) mit Links versorgt – und dadurch das Ranking der Hauptseite positiv beeinflusst. Wenn der einzige Sinn und Zweck einer Website der Link ist, widerspricht den Google Richtlinien, mit der Folge, dass, wo so etwas auffliegt, die betreffende(n) Domains deindexiert werden.

Aber die Grenze zwischen „Website, die nur für einen Link da ist“ und „Website, die einen Link hat“ ist fließend. Die Frage, welchen Sinn ein Link hat, ergibt sich nur aus dem Kontext der Seite. Auf einer Website mit unlesbarem Spam-Text ist der Link offensichtlich nur dafür da, das Google-Ranking zu manipulieren. Auf einer Seite mit guten Inhalten und vielen Lesern ist ein Link eine nützliche Empfehlung zum Weitersurfen. Genau diese Entscheidung versucht der Google-Algorithmus aus dem Inhalt herauszufiltern – und wo das (noch) nicht klappt, machen sich menschliche Quality Rater an die Analyse.

Was tun mit alten, spamigen Satelliten?

Expired, aber auch tot?

Expired, aber auch tot?

Was also tun, wenn man selber noch Seiten hat, die ein Hauptprojekt (auch bzw. vorrangig) mit Linkjuice versorgen? Vielen, die schon länger dabei sind, wird es so gehen. Die Evolution der Google-Suche bedingt, sich selber auch weiter zu entwickeln. Natürlich sollte man schauen, worum es auf der Seite geht bzw. gehen könnte. Bei allem, was irgendwie tatsächlich interessant und relevant sein könnte (also kurz: fast alles), würde ich empfehlen:

Baut die „Satelliten“ zu richtigen Websites aus. So, dass sie tatsächlich wertvollen Content enthalten und auch auf natürlichem Wege Links bekommen. Nach meiner Einschätzung sind Expired Domains an sich nichts verwerfliches. Natürlich kann man einen Domainnamen – oder auch eine komplette Website – kaufen. Wenn man die Seite dann mit interessanten Inhalten befüllt, oder bei Expireds eventuell die Inhalte erstellt, aufgrund deren sie ursprünglich mal verlinkt wurden, dann ist doch alles ok. Diese ganze Diskussion um Expired Domains und Linknetzwerke führen wir doch nur, weil die Seiten dahinter Mist sind. Wenn die Seiten gut und relevant wären, dann würde sie doch niemand infrage stellen.

Kümmert Euch auch um Nebenprojekte!

Linkbuilding - gefährlich!

Linkbuilding – gefährlich!

Mein Rat daher: schaut Euch mal das Linkprofil Eurer Websites an und überlegt, welche der linkgebenden Domains ihr betreut. Sorgt dafür, dass diese Domains tatsächlich gute Inhalte haben. Kümmert Euch um Eure Neben-Projekte oder auch Zweit-Accounts (Social Media). Es reicht nach meiner Erfahrung, alle 2-3 Wochen mal einen neuen Artikel zu posten und ein wenig Social Media dafür zu betreiben. Von Zeit zu Zeit (ca. alle 6 Monate) ist es ganz vorteilhaft, etwas zu bringen, was auch wirklich viral ist und einen kleinen Boost verursacht. Ich würde zwei Bedingungen an ein gutes „Nebenprojekt“ stellen:

  • Schafft es die Seite, natürlich Rankings bei Google zu erzielen (ohne künstliches Linkbuilding)?
  • Schafft es die Doamin, natürlichen Links aufzubauen?

Wenn das der Fall ist, dann sind die Links gute Links – auch wenn ihr die Betreiber dieser Websites seid, und auch, wenn es sich um Expired Domains handelt. Letztlich sorgt man so für Nachhaltigkeit. Wer also noch solche „Satelliten-Leichen“ im Keller hat, die schlechte Inhalte haben, keine natürlichen Links bekommen haben und stattdessen nur auf ein paar andere Seiten verlinken, steht demnach vor der Wahl:

  • Das Nebenprojekt abschalten und einstampfen (keine Arbeit, verlorene Links).
  • Das Nebenprojekt mit guten Inhalten befüllen (kostet Zeit und Geld, hat aber den schönen Nebeneffekt, dass man damit neue Besucher gewinnt).
  • Alles so weiter laufen lassen (bei steigendem Riskiko, abgestraft zu werden).

Websites betreiben wird immer teurer!

Der von mir empfohlene zweite Weg ist natürlich wirtschaftlich gesehen erst mal unattraktiv, weil man relativ viel investieren muss. Aber das ist nach meiner Überzeugung sowieso die Quintessenz aus den ganzen Google-Updates: nur Seiten, die mit relativ hohem Aufwand erstellt und gepflegt werden, haben auf Dauer eine Chance.

Man kann es auch einfacher formulieren: verlagert den Fokus – weg von den Links, hin zu den Inhalten. Hat das schon mal jemand gesagt? *duckweg* ;-)

Ach ja: dass die Hauptprojekte gute Inhalte haben müssen, setze ich mal voraus. Sonst könnt ihr gleich alles in die Tonne treten …

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Erfolgreich nix verdienen!

Erfolgreich nix verdienen!

Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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14 Kommentare zu "Websites betreiben kostet immer mehr!"

  1. Sven

    Martin vielleicht würde die Überschrift statt „Websites betreiben wird immer teurer!“ „Websites betreiben kostet immer mehr!“ passender.
    Klar Zeit ist Geld. Doch vielleicht möchte Google nicht immer die Websites vorn sehen in die möglichst viel Geld gesteckt wurde. Man kann auch viel Zeit in seiner Freizeit in ein Projekt legen. Gute Inhalte entstehen nicht immer von Menschen die Ihre Arbeitszeit damit verbringen „gute“ Artikel zu schreiben.

    Sollten daher Inhalte nicht so geschrieben werden als wäre man nur ein Hobbyblogger??? So ganz ohne finanziellen Hintergedanken???

    • Mißfeldt

      Ja, habe irgendwie keinen passenden Titel gefunden. Dein Vorschlag ist deutlich besser, habe es umgetitelt.
      Ob man nun Freizeit investiert oder Arbeitszeit, ist doch unter dem Strich egal. Zeit und Aufwand ist es immer. Und wenn man den von anderen machen lässt, kostet es eben Geld.
      „Es kostet also Aufwand“ …
      Danke Dir :-)

  2. Julian

    Hi Martin,

    Ich stimme Dir schon zu, dass man gute Projekte braucht. Das Problem ist meistens der Aufwand, den man dafür betreiben muss.
    Besser ist es (meiner Meinung nach), die komplette Energie in sein Hauptprojekt zu stecken (contentmäßig) und das Ganze so super zu machen, dass man freiwillige Links bekommt, bzw. nach freiwilligen Links fragen kann.

    • Mißfeldt

      „… nach freiwilligen Links fragen kann“ ;-)
      Ja, hast schon recht. Das Hauptprojekt sollte man stets weiter mit guten Inhalten füttern. In diesem Fall ging es um diejenigen, die noch „Altlasten“ haben, denn diese Satelliten und Expireds sind ja für viele zu einer echten Bedrohung geworden (vermute ich).
      Abgesehen davon sind neue Unterseiten aber auch durchaus für „Randthemen“ relevant. Wer eine gute Seite über z.B. ein Haus betreibt, wird auch die Garage erwähnen. Aber Garage ist im Verhältnis zum Thema eben nur eins von vielleicht 100 Unterthemen. Will man nun den Bereich „Garage“ ausbauen, dann würde ich empfehlen, das auf einer neuen Domain zu tun, da man sonst den inhaltlichen Fokus der Hausseite verwischen würde. Solche Seiten kann man dann sinnvollerweise untereinander verlinken, und diese Links werden auch tatsächlich von interessierten Besuchern verfolgt. Und das nützt natürlich beiden Seiten im Ranking, quasi nebenbei.
      Ich habe gute Erfahrungen mit einem „Content-Netzwerk“ – und beobachte das auch bei einigen großen Brands (als Subdomains oder auch Aktionsprojekten).

      • Sven

        “ … und diese Links werden auch tatsächlich von interessierten Besuchern verfolgt.“

        Welche Erfahrungen hast du (bei gut zueinander passenden Seiten) gemacht? Wie hoch ist der Anteil der Besucher, die von einer Domain zur nächsten wechseln?

  3. Michael

    Danke für die Erwähnung Martin. Das Ziel eines PBN oder auch von Satelliten-Seiten ist ja der Gedanke möglichst billige und schnelle Links zu bekommen. Die Zeit die du dafür aufwendest PBN Seiten mit guten Inhalten zu versorgen, kannst du genauso gut dafür aufwenden, mehr oder noch bessere Inhalte für deine Hauptprojekte zu sammeln. Das wird vermutlich (rankintechnisch) ungefähr aufs gleiche hinaus laufen.

  4. Michael

    Ruft man die Domain auf, von deren Deindexierung Du berichtest, so wird man via 301-Redirect zu strompreisvergleich-portal.de weitergeleitet. Ich bin mal gespannt, was von der alten auf die neue Domain vererbt wird und wie sich deren Rankings entwickeln.

  5. Stefan

    Ständig gibt es neue technische Möglichkeiten, die in Webseiten umgesetzt werden können. Natürlich steigern sich dadurch auch die Erwartungen der Webseitenbesucher. Höhere Erwartungen bedeuten auch höheren Programmieraufwand. Wer sich selbst um seine Internetpräsenz kümmern möchte, benötigt trotz der Content Management Systeme immer mehr Fachwissen. Dieses muss man sich eben auch als „Newcommer“ erst einmal aneignen. Wer jedoch wirklich Interesse am professionellen Webdesign hat, wird diese Hürde bestimmt meistern.

  6. Andreas Becker

    Wieder eine True Story. Das führt halt auch dazu, dass man kaum mehr Zeit hat, weil der Aufwand so immens steigt. So muss ich immer wieder SEO Projekte absagen, da sich Ergebnis und Aufwand nicht rechnen werden.
    Die Meinung von @Sven „..vielleicht möchte Google nicht immer die Websites vorn sehen in die möglichst viel Geld gesteckt wurde.“ sehe ich genauso, ich würde sogar das vielleicht entfernen. Das Problem ist halt die Qualität die eine Seite braucht und das man diese noch durch andere Faktoren manipulieren kann. Das es eben auch jeder macht und Satelitenseiten zu Projekten werden, die allein mehr Zeit kosten als früher die Hauptprojekte.
    Daher stimme ich hier @Julian zu – Hauptfokus auf den eigenen Content und „freiwillige Links“ bekommen. Was schwer genug ist aber hilfreicher. Der Aufwand ist aber ebenso hoch.

  7. Philipp-Malte

    Zu deinem Punkt „Baut die “Satelliten” zu richtigen Websites aus.“:
    Ich glaube das wäre wirklich eine der besten Möglichkeiten, da dann nicht mehr erkannt werden kann, ob es überhaupt eine PBN-Webseite ist. Allerdings ist das glaube ich für viele Leute die in dem Bereich tätig sind zu viel Aufwand. Der Kosten/Nutzen stimmt dann (kurzfristig gedacht) nicht mehr.

  8. Stefan Kehrer

    Man sieht und hört es seit 1-2 Jahren vermehrt, dass sich immer mehr SEOS von Ihren „Seiten“ trennen um sich gezielt auf Ihre wichtigen Projekte zu konzentrieren.
    Ich denke fast jeder hier wird oder geht diesen Weg, sieht man ja auch bei dir Martin, deine „Testprojekte“ haben sehr guten Content, dass könntest du niemals in Masse machen, längerfristig wird sich das durchsetzen(hoffe ich ;) ). Gruß Stefan

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Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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