Google ehrt Harry Houdini mit Doodle-Flyer

Harry Houdini Doodle

Harry Houdini Doodle

Der große Houdini…“ ist ein geflügeltes Wort meiner Kindheit. Für meine Eltern war Houdini noch der Inbegriff des Zauberkünstlers (Copperfield, Potter und Co. gab es noch nicht). Allerdings habe ich den Namen schon lange nicht mehr gehört. Zum Glück ehrt Google den großen Magier heute mit einem Doodle. Harry Houdini wurde vor genau 137 Jahren, am 24. März 1874 in Budapest (Ungarn) geboren. Der Sohn jüdischer Eltern hieß mit bürgerlichem Namen Erik Weisz. Als er vier Jahre alt war, wanderte die Familie nach Amerika aus und nannte sich fortan Weiss. Mit 17 entdeckte Ehrich, wie der Junge nun hieß, seine Leidenschaft für die Zauberkunst.

Seinen Künstlernamen bastelte er sich zusammen: Harry entlieh er sich bei dem Zauberer Harry Kellar, und mit Houdini wollte er sein großes Vorbild Jean Eugène Robert-Houdin ehren. Interessant, finde ich, als Künstlernamen eben den des großen Vorbildes zu wählen. Im Grunde tut er damit so, als sei er sein Sohn.

Das heutige Doodle zeigt eine Art Flyer im typischen „Houdini-Stil„. Die dramatischen Buchstaben auf rotem Grund standen  seinerzeit für die Ankündigung einer magischen Sensation. Rechts erkennt man Houdini mit dicken Handschellen und schwerer Kette gefesselt. Unter den Buchstaben sieht man ein „gesprengte Kette“ mit offenem Schloss. Die linke obere und rechte untere Ecke sind „aufgeklappt“, so als hätte sich der Flyer von der imaginären Google-Litfaßsäule abgelöst.

Google ehrt Harry Houdini mit Doodle

Google ehrt Harry Houdini mit Doodle

Quelle: Google Startseite

Houdini hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor allem in Europa, große Erfolge mit seinen Tricks gehabt. Er war nicht nur ein großen Illusionist, sondern verfügte auch über eine geschickte PR-Maschinerie. Um immer neue Aufmerksamkeit zu erregen, ersann er ständig neue, immer spektakulärere Nummern, bei denen er teilweise sein Leben auf Spiel setzte.

Vor allem die Entfesselungsnummern waren sehr beliebt und fesselten die Zuschauer. So ließ er sich gefesselt an einen Wolkenkratzer hängen, oder er wurde gefesselt in einen Fluss geworfen. Houdini lobte sogar Preise für denjenigen aus, der ihn so fesselt konnte, dass er sich nicht befreien konnte. Außerdem erkor Houdini medienwirksam den Kampf gegen betrügerische Geisterbeschwörer zu seiner Lebensaufgabe. Er selbst hielt sich für für einen „echten“ Zauberer und bekämpfte diejenigen, die wirklich an übernatürliche Fähigkeiten glaubten. Interessant, finde ich…

Am Ende musste Houdini seinen Ruhm mit dem Leben bezahlen. Einer seiner Tricks lief aus dem Ruder. Er prahlte damit, dass ihm jeder, noch so starken Mann ohne Folge in den Magen schlagen könnte. Das lief auf der Bühne auch sehr gut und war ein großer Erfolg. Houdini wurde allerdings im 22. Oktober 1926 in seiner Garderobe von einem Studenten überrascht, der ihm ohne Vorwarnung derart heftig in den Unterleib schlug, dass es ihm mehr als nur die Sprache verschlug, sondern auch den Blinddarm zerfetzte. Als Folge dieses Angriffs verstarb Harry Houdini am 31. Oktober 1926 im Alter von 52 Jahren in Detroit.

Abschließend noch ein Video, das Houdini bei einer seiner spektakulären Entfesselungsnummern zeigt:

Mehr über Houdini in dem interessanten Wikipedia-Artikel oder bei Zweidoteins: „Ein Doodle für Harry Houdini„.

Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

3 Kommentare zu "Google ehrt Harry Houdini mit Doodle-Flyer"

  1. Michael

    Hab ich auf Google gesehen, kannte ich vorher nicht, auch von Google lernt man immer wieder dazu. :-)

Martin Mißfeldt

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