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Das langsame Sterben der Seo-Blogs

Seo-Blogs sterben

Seo-Blogs sterben

Das was, ich im folgenden schreibe, beobachte ich schon seit über einem Jahr. Anfangs war es ein Gefühl, dann wurde es logisch, und jetzt wird es real: Seo-Blogs sterben langsam aus. Daraus ergibt sich eine schwierige Situation: Erfahrungen und Inspirationsquellen werden kaum noch geteilt. Das ist für alte Hasen ev. sogar beruhigend, aber vor allem für den Nachwuchs ein Dilemma: Autodidakten wird es kaum noch geben, Seo erfordert in Zukunft konkrete Ausbildung. Und damit geht viel Kreativität und Spontanität verloren …

Lesen Denken Bloggen ! ?

Lesen Denken Bloggen ! ?

Vorab: das folgende gilt natürlich für mich und meinen Blog genauso. Aber ich meine auch Blogs/Leute wie: Seonauten, Eisy, Seo-Book.de, Sistrix-Blog, die Seo-Trainees, Ingo Henze, Marcus Tandler, Gerald Steffens,  Jens Fauldraht, Seo-Handbuch, und viele mehr. Es ist keine Kritik, sondern eine Beobachtung. Einige Blogs, z.B. Seo-United, Seokratie oder RankingCheck, stemmen sich offensichtlich mit viel Kraft gegen das, was ich meine. Aber irgendwie scheinen auch sie in den Abwärtsstrudel zu geraten. Falls jemand sich zu Unrecht genannt fühlt, nehme ich ihn /sie natürlich gerne heraus.

Was ist los bei den Seo-Blogs?

Die Haupt-Themen der Seo-Blogs sind nach meiner Einschätzung folgende:

  • Übernahme von englisch-sprachigen Artikeln (die meist auch nur Spekulation sind).
  • Aufwärmen oder Interpretieren von Matt Cutts Videos. Dabei gibt es zwei grundlegende Haltungen: Die meisten Alten sagen: Matt Cutss wirft nur Nebelkerzen. Und viele Neue glauben meist alles unhinterfragt.
  • Wochenrückblicke scheinen nach wie vor Bringer zu sein. Offenbar müssen sie immer länger und ausführlicher werden, um im „Markt der Wochenrückblicke“ bestehen zu können. Inhaltlich wärmen sie aber auch auch nur auf, was andere geschrieben haben.
  • Tool-Reviews oder Vorstellen von neuen Tool-Features. Ja gut, die muss es geben, stimmt.
  • Seo-Konferenzen und deren Recaps werden bis aufs Blut ausgeschlachtet. Immerhin lesen und verlinken nach wie vor viele, wenn sie ein Foto von sich sehen oder im Text erwähnt werden.
  • Mehr oder weniger Fun und Entertainment. Ok, das geht immer :-)
Good Content ...

Good Content …

Was fehlt?

  • Kaum einer der deutschen Seo-Blogger traut sich selber, mal wild drauflos zu spekulieren. Wenn, dann versteckt man sich hinter anderen (englisch-sprachigen) Vorlagen.
  • Kaum einer macht noch Tests. Logisch, denn da der Google Algo so komplex ist und so viele unterschiedliche Signal aus dem Off einbezieht, kann man praktisch kaum noch Erkenntnisse gewinnen. Jeder kann immer sagen, dass es an irgendetwas anderem gelegen habe.
  • Es gibt kaum noch Analysen anderer Seiten. Die Tool-Hersteller bieten dabei immerhin ein wenig Futter. Aber ansonsten macht sich kaum noch jemand die Arbeit, andere Seiten mal richtig auseinander zu nehmen.
  • Basics-Artikel, mit Herleitung und Beispielen. Problem ist aber natürlich, dass Google selber die Basics größtenteils aufbereitet hat. Und viele scheuen sich offenbar vor der Kritik der alten Hasen: „Das sind doch olle Kamellen…“

Warum ist das so?

Die Gründe für die Entwicklung sind mehrschichtig:

  • Google hat die Hoheit über die Suchmaschinenoptimierung übernommen. Durch Matt Cutts Videos oder Webmaster-Artikel erklärt der Suchkonzern klipp und  klar, was gut und was böse ist.
  • Noch wichtiger scheint mir: Google hat die Hoheit über die Graustufen gewonnen. Pinguin und Panda sei dank: Der Graustufen-Markt ist extrem dünn geworden. Während man in der Vergangenheit eigentlich immer irgendwo ein Hintertürchen gefunden hat, mit dem man den Algo doch irgendwie austricksen konnte, ist das  heute kaum noch möglich.
  • Das betrifft insbesondere das große Thema „Linkbuilding„. Was darf man noch, was geht noch, was kann man überhaupt noch empfehlen? Auch wenn viele nach wie vor auf alte Pferde setzen, so macht es sich einfach besser, nicht mehr darüber zu sprechen. Sicher ist sicher …
  • Google liest mit – zumindest gefühlt. Selbst wenn man mal eine Graustufen-Nische gefunden hat, so wird man darüber nicht mehr bloggen. Denn die Google-Späher sitzen überall. Das Mißtrauen ist überall.
  • Die finanzielle Abhängigkeit von Google steigt. Und zwar so, dass diejenigen, die etwas aufdecken könnten, das nicht mehr aufdecken wollen. Man arrangiert sich eben mit dem Raubtier, wenn man von den Kadavern gut leben kann.
  • Die News-Frequenz sinkt. Es gibt einfach immer weniger Themen, die nicht schon längst bearbeitet wurde. Das 38. Panda-Update mit, 0,002 Prozent Serp-Veränderungen kann einfach niemanden mehr erwärmen.
  • Die Weiter-Entwicklung bei Google ist relativ langsam geworden. Während früher ein relevantes Update das andere jagte, gibt es heute nur noch minimal-Verschiebungen. Im Großen und Ganzen steht der Algo seit über einem Jahr – und die Miniveränderungen sind kaum spürbar. Das vielgepriesene „Wir machen über 400 Updates im Jahr“ ist doch in Wirklichkeit Augenwischerei. Auch wenn es 400 Updates am Tag wären: so what? Es verändert sich dabei im Einzelnen fast nichts.
  • Der Konkurrenzdruck steigt. Warum anderen verraten, woran man gerade selber arbeitet? Wenn es erfolgreich ist, wird es nur nachgebaut. Und falls nicht, erntet man Hohn.
  • Suchmaschinenoptimierung an sich genießt einen schlechten Ruf. Solange man sich nur innerhalb der Szene bewegt, ist das egal. Aber die meisten strecken ihre Fühler zunehmend in angrenzende Bereiche aus. Und da muss man eben aufpassen, sich nicht das eigene Image zu ramponieren. „Online-Marketing“ oder „Content Marketing“ klingt netter – auch wenn die meisten völlig verschiedene Vorstellungen davon haben, was das sein könnte.
  • Und schließlich (Danke Dennis für die Ergänzung): News werden häufig einfach in Social-Media-Kanälen geteilt und diskutiert. Ist in Blog nicht mehr schnell genug? Merkt eigentlich niemand, dass man so kostbares Gut verschenkt und nur facebook, Google+ und anderen in die Hände spielt?

Was folgt daraus?

Ich Seo!

Ich Seo!

Wie eingangs geschrieben, finde ich die Entwicklung vor allem für Neueinsteiger schwierig. Woran können die sich noch abarbeiten? Wie kommen sie in die Materie rein? Welche Beispiel sehen sie bei anderen? Im Grunde bleibt den meisten nur der Weg in eine Agentur, wo man konkret ausgebildet wird, oder in einen Studiengang oder Fortbildung. Seo-Autodidakten werden immer seltener …

Das Hauptproblem aber ist: das Sterben der Seo-Blogs, also des öffentlichen Diskurses über Erfahrungen und Erkenntnisse, blockiert vor allem die Kreativität. Das „Ausprobieren“ und das „Lernen daraus“ sind zur Privatsache geworden. Damit fehlen Inspirationsquellen – und Ideen für Neues. Ich weiß nicht, ob diese Entwicklung von Gooles Anti-Spam-Team geplant war, aber wenn, dann geht der Plan auf, denke ich.

Was meint ihr? Schwarzseherei? Falls ich das falsch einschätze, um so besser. Ich hoffe, dieser Artikel ist kein Sargnagel, sondern ein Wachrüttler :-)

Das große Seo-Blog sterben???

Das große Seo-Blog sterben???

Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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85 Kommentare zu "Das langsame Sterben der Seo-Blogs"

  1. Jan

    Toller Artikel. Kann ich so bestätigen. Auch wir schreiben in unserem Blog leider immer weniger!
    Die Schlagzahl für Änderungen ist enorm gestiegen, deswegen fällt es schwer Up-2-Date zu bleiben, und dann auch noch wirklich gute Artikel darüber zu schreiben…schade eigentlich.

    • Kurtz

      Ich glaube nicht, dass SEO-Blogging an Bedeutung verlieren wird bzw. dass SEO-Blogger aussterben. Auch Google wird sich irgendwann mal wieder beruhigen, was die Änderungen angeht. Der Bedarf wird aber nicht nur gleich bleiben, er wird immer weiter steigen, weil das Internet und im Speziellen Google zum Non-plus-ultra der Werbung wächst.

  2. Danosch

    Wenn ich die Zwischenüberschrift „Was fehlt?“ als „Was würde ich mir wünschen“ interpretiere, dann muss ich als Neuling sagen, dass es oftmals einfach keine große Motivation gibt bestimmte Themen erneut abzudecken.

    Das kann natürlich daran liegen, dass man manche Dinge als so selbstverständlich erachtet, dass man diese nicht erneut abdecken möchte.

    Ich versuche seit gut einem halben Jahr im Bereich SEO und Affiliate Marketing zu bloggen, wobei ich mich größtenteils auf eigene Projekte konzentriere und diese vorstelle.

    An Basic-Artikel habe ich schon oft gedacht, aber wie gesagt muss man bestimmte Themen nicht x-mal durchkauen.

    Andere Dinge wie Experimente und Tests sind dabei wiederum so anspruchsvoll, dass ich meist fürchte nicht die entsprechende Expertise zu besitzen um dort ausführlich meinen Senf dazuzugeben.

    In Sachen Berichten über Recaps und SEO Events stimme ich dir aber definitiv zu. Diese Berichte finde ich persönlich sehr langweilig und diese Themen werden auch zu sehr ausgeschlachtet.

    Abschließend möchte ich meinen Kommentar aus Sicht eines Newbies so zusammenfassen:

    Irgendwie hat man die grundlegenden Kenntnisse um sich nicht mit dem 1×1 zu beschäftigen, die aber nicht ausreichen um groß angelegte Analysen abzuliefern.

    • Mißfeldt

      Hi Danosch,
      ja, klingt plausibel. So denke ich mir das auch. Das ist wie eine Abwärtsspirale: wer, wenn nicht Du (oder die, die in Deiner Situation sind), könnten die Szene wieder beleben?

      • Danosch

        Da gebe ich dir vollkommen recht. Aber gerade als Anfänger weiß ich beispielsweise nicht, wo ich ansetzen soll.

        Lehnt man sich zu weit aus dem Fenster hat man nicht unbedingt die Reputation um seine Theorien und Analysen zu untermauern.

        Andersherum ist schwierig ohne solche Artikel mit denen man aus der Masse heraussticht sich eine entsprechende Reputation aufzubauen.

        Mal eine blöde aber ziemlich konkrete Frage: was unternimmst du denn nun gegen den Trend der sterbenden SEO Blogs?

  3. Dennis

    Hallo Martin, vielen Dank für diese Artikel!

    Könnte es eventuell daran liegen, dass sich viele SEOs inzwischen im kurzweiligen Social Media verlieren? Da werden Informationen und Neuigkeiten in 3-4 Sätzen über Facebook, Twitter und Google+ ausgetauscht/abgehandelt, statt einen ausführlichen Blogartikel zu schreiben.

    Meiner Meinung nach dürfte sich auch die Bequemlichkeit in den letzten Jahren bei vielen Bloggern eingeschlichen haben. Das merkt man teilweise auch in den Kommentaren. Es ist eben doch viel einfacher auf „Gefällt mir“ zu klicken, statt einen sinnvollen Kommentar zu schreiben.

    Oder sind die SEOs inzwischen so gestresst, dass sie gar nicht mehr zum Bloggen kommen? Sind Blogs im Jahr 2014 gar einfach nicht mehr zeitgemäß? Ich hoffe jedenfalls nicht…

    • Mißfeldt

      Hi Dennis,
      ja, stimmt genau. Super Hinweis. Ich habe das oben noch ergänzt.

      • Dennis

        Gerne! :-)

  4. Peter

    Lustiger Zufall, genau den gleichen Gedanken hatte ich heute auch.

    Es gibt zwar aus meiner Sicht nach wie vor aktuelle und interessante Blogs zum Thema SEO, nur sind diese Blogs nicht nur auf das eine Thema SEO fokussiert. Mittlerweile reicht es auch nicht mehr aus nur SEO zu machen, wenn man in Sachen Online-Marketing erfolgreich sein möchte. Die Gründe dafür hast du in deinem Beitrag treffend beschrieben.

  5. Tina

    Ich glaube das gilt nicht nur für SEO-Blogs, aber für die vielleicht ganz besonders. Als ich letztens ein Problem hatte habe ich mir einen Wolf gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Jetzt schau ich nur noch in die Google-Richtlinien, versuche mich nach bestem Gewissen daran zu halten und hoffe darauf das Google mir gnädig bleibt. Informationen im Netzt die mir geholfen hätten habe ich kaum gefunden.
    Aber auch so ist bloggen eine eher „einsame Sache“ geworden – vielleicht ist es tatsächlich nicht mehr zeitgemäß?

    LG
    Tina

    • Mißfeldt

      ja stimmt. Vielleicht ist Bloggen nicht mehr zeitgemäß. Aber gerade als Seo aollte man doch erkennen, was man damit aufgibt…

      • Thomas

        Viel Motivation kommt ja aus den Reaktionen auf eigene Artikel. Werden die Reaktionen geringer, so sinkt auch die Lust am Bloggen.

        Es sterben ja nicht nur Blogs. Zahlreiche Diskussionsforen sind gestorben oder werden – so wie das Usenet – von den „Alten“ weitergenutzt, während die Neunutzer sozialie Medien für ihre Diskussionen aufsuchen.

  6. Jan

    Du Pessimist Du. Was noch dazukommt, ist: Früher waren eben „nur“ Blogs eine einfache Möglichkeit Dinge zu publizieren. Jetzt findest Du die Inhalte halt auch in Podcasts, Videos und Ebooks. Also gerade was Grundlagen angeht, gab es keine Zeit, in der so viele Grundlagen Dinge publiziert wurden wie im letzten Jahr. Das Problem auf der anderen Seite aber auch: Soviel hat sich eben auch nicht wirklich geändert im SEO Bereich, auch wenn wir immer so tun als würde es sich täglich mehrmals ändern. Struktur, Technik, Content, Links und das alles gut. Mehr braucht man nach wie vor nicht ;-)
    Ansonsten: Es gibt doch nur einen Wochenrückblick Und warum Dinge ändern, nur weil sie erfolgreich sind? ;-)

    • Mißfeldt

      ich wollte nichts gegen Eurer Wochenrückblick sagen, im gegenteil …

      • Jan

        Weiss ich doch, deshalb war da ja ein Smiley dahinter :-D

  7. Stefan

    Hey Martin,

    das ist natürlich eine ziemlich düstere Ist-Situation, die Du da beschreibst. Und viele Annahmen könnten natürlich richtig sein. Alle von Dir verlinkten Beispielblogs waren in meiner Zeit als Einsteiger (vor fast 3 Jahren) immer wieder Anlaufstelle um sich zu informieren. Heute wäre das immer noch so, wenn denn gebloggt werden würde ;) Aber zum Beispiel seo-book.de veröffentlicht noch relativ häufig neue Artikel. Ob wirklich der Konkurrenzdruck und Wissensvorpsrung der gehalten werden soll ausschlaggebend für ein Zurückgehen der Aktivitäten sind kann ich schwer beurteilen. Zumindest ein Fünkchen Wahrheit wird dran sein.
    Meiner Meinung nach ist vor allem das allmähliche „Auflösen“ der Grenzen zwischen SEO und angrenzenden Online-Marketing Feldern eine Ursache. Manche Personen sind eventuell schon weiter als „nur“ SEO und versuchen ihren Platz zu finden. Da bleibt vielleicht keine Zeit den Kanal SEO-Theorie/Tests zu bespielen bzw. löst man sich davon nur diese Thematik zu betrachten. Es ist ja auch eine gewisse Detailarbeit solche Theorien und Tests mit Fakten zu unterlegen. Diesen Aufwand kann man sicherlich nicht mehr betreiben, wenn man eher strategische Arbeiten erledigt (Stichwort: Vogelperspektive).

    Ich bin ein von Dir angesprochener Neueinsteiger, der ab 01.06. den Weg über die Agentur geht. Dennoch habe auch ich eigene Projekte, die ich vorher schon aufgebaut habe bzw. noch daran arbeite. Autodidakt quasi und alles was ich an Wissen habe, habe ich größtenteils aus Blogs und Seiten wie Deiner. Ich würde behaupten (da du ja selber schreibst, dass die Updates nichts Grundlegendes ändern) auch heute kann man sich noch auf diversen Seiten einiges beibringen.

    Vielleicht ist auch die nachwachsende Generation gefordert in die Fußstapfen der „Großen“ zu treten. Letztere können ja nicht ewig die Bloggerszene tragen. Es ist ein Stück weit eventuell sogar unsere „Pflicht“ ein wenig von dem weiterzugeben, was wir durch Euch gelernt haben und da nehme ich mich nicht aus.

    Die Veränderung wird weitergehen, ich denke da sind wir uns einig, ich hoffe nicht (da es natürlich auch viele Vorteile für die bloggenden Personen hat), dass wir irgendwann nur noch Wochenrückblicke habe (wobei, was soll drin stehen, wenn keiner mehr bloggt ;)).

    • Sebastian Socha

      Hi Stefan,

      Zu Deinen Worten:

      „Vielleicht ist auch die nachwachsende Generation gefordert in die Fußstapfen der “Großen” zu treten. Letztere können ja nicht ewig die Bloggerszene tragen. Es ist ein Stück weit eventuell sogar unsere “Pflicht” ein wenig von dem weiterzugeben, was wir durch Euch gelernt haben und da nehme ich mich nicht aus.“

      Das ist die richtige Einstellung!

      Deswegen habe ich überhaupt angefangen zu bloggen:
      Ich wollte etwas zurückgeben…

      Gruß,
      Sebastian

      • Stefan

        Deine Blogartikel sollte man hier auch mal verlinken ;) Da ist wirklich guter Content dabei, der Basicsachen aufgreift und diese strukturiert aufebreitet! Und dazu noch ziemlich regelmäßig. Bestes Beispiel für „neue“ Blogger in unserem Bereich!

  8. Sabienes

    Ich meine, dass sich in den letzten Monaten die Bloggerszene überhaupt sehr stark verändert hat und dies auch noch weiter tun wird. Das mag an Google liegen, dass mag an dem Umstand liegen, dass es inzwischen unendlich viele Blogs gibt (und nicht alle sind lesenswert). Es mag aber auch daran liegen, dass ein Blog kein neues Medium ist und dadurch an Interesse verloren hat.
    SEO-Blogs trifft es dann halt auch. Zumal ich den Eindruck habe, dass da viel voneinander abgeschrieben worden ist. Und die vermeintlichen Versuche, jede noch so feine Regung von Matt Cutts in irgendeine Richtung zu interpretieren sind einfach nur noch ermüdend.

  9. Sabrina

    Hi Martin,

    kann dem nur zustimmen. Es ist fast überall weniger geworden. Merke ich ja auch an meinem Blog. Oftmals fehlt einfach die Zeit. Man will ja nicht nur schnell die Basics raushauen, sondern noch einen oben drauf setzen.

    Tests sind so eine Sache. Ich liebe sie ja, aber nicht jedes Ergebnis lohnt sich, es auch zu veröffentlichen. Denn auch wenn ich es spannend finde, dass man mit Maßnahme X einen Platz in den Top10 höher kommt, so finden das viele uninteressant. Vielleicht erwarten wir auch zu viel von den Bloggern und die Blogger von sich, wer weiß ;-)

    LG Sabrina

    • Mißfeldt

      na klar, die Zeit. Aber: ich bzw wir „alten“ hatten doch früher auch die Zeit dafür. Ist der „Return of Invest“ so stark gesunken? Lohnt es sich nicht mehr einen erfolgreichen Blog zu betreiben? Gerade in der Zeit, wo Google das Autorenprofil so hoch hängt, ist ein guter Blog doch Gold wert. Da muss man dann aber eben auch etwas für leisten.

  10. Ann

    Ich finde auch, dass die Artikel-Qualität bzw. die Anzahl qualitativ hochwertiger Artikel stark nachgelassen hat. Vielleicht liegt es einfach daran, dass viele nicht ihr ganzes Wissen einfach online verbreiten wollen? Schließlich muss man ja noch mit irgendwas verdienen, wenn man z. B. SEO als Agentur anbietet.

    Ich habe als Newbie vor ein paar Jahren extrem von Blogs wie diesem hier, Seokratie, Seo United und den Seo Trainees profitiert und eine Menge gelernt. Davon würde ich mir mehr wünschen, auch für Fortgeschrittenere. Aber vielleicht will man die Leute auch lieber in ein 2000-Euro-Seminar locken.. ;-)

    Ganz besonders Fall-Analysen fände ich vermehrt spannend, glaube ich. Das macht alle tollen Tipps immer so schön anschaulich.

  11. Loewenherz

    Ich hab immer wieder Artikel in der Pipeline, aber seit der Tätigkeit als Geschäftsführer fehlt immer mehr die Zeit. Und gerade die Blogartikel fallen hintenrunter. Hatte einige interessante in petto, die längst von der Zeit überholt wurden. Wollte heute vielleicht mal einen kurzen schreiben und *zack* ist schon wieder Nachmittag…

    • Mißfeldt

      raus damit. Nimm Dir die Zeit, es fehlt was … :-) Das Problem, dass angelegte Artikel schnell veralten, kenne ich auch. Ich habe bestimmt schon 20 fast fertige Artikel gelöscht, weil ich dachte: das spare ich mir für die nächste Woche auf – und schwupps, dann habe ich sie vergessen. Und drei Monate später hatte es sich praktisch erledigt :-(

  12. Sebastian P.

    Martin, wird tatsächlich weniger SEO Wissen „öffentlich“ geteilt? Aus dem Bauch heraus würde ich auch „Ja“ sagen. Und das vermutlich aus einer Verkettung mehrerer Faktoren.

    Einerseits wird die Luft tatsächlich dünner – immer neue Mitbewerber drängen in den Markt. SEO ist für Quereinsteiger nachwievor hochinteressant. Dank der Fülle an Infos da draußen erreichen die schnell passables Niveau. Das verstärkt die Konkurrenzsituation. Was erfahrene Hasen in „Gatekeeper-Mentalität“ verfallen lässt. Warum auch die letzten Trümpfe aus der Hand geben? Da behält man seine Beobachtungen lieber für sich.

    Dadurch fehlen uns aber die früher so liebgewonnenen originellen Ideen und Experimente. Geteilt wird nur noch, wenn es dem Aufbau des persönlichen Markenimage dient. Eben um noch aus der Masse der SEOs herauszustechen. Das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht mehr ändern.

    • Mißfeldt

      Wenn da so wäre, dass man einen Seo-Blog betreibt, um sich selber zu profilieren, würde mir das schon reichen. Denn das ist ja ein nicht unentscheidender Nebeneffekt, den ich auch nutze (genutzt habe). Allein: auch davon gibt es immer weniger, finde ich. Ihr jungen und wilden Neueinsteiger: profiliert Euch! ;-)

  13. Stephan

    Vielleicht werden die Denker und Großen aus der Seo-Welt auch einfach nur älter und verbringen mehr Zeit mit der Familie anstatt zu bloggen und ewig mit ihren Projekten Tests zu fahren? ;)
    Wir alle brauchen auch erheblich mehr Zeit, um die Qualität heute zu liefern, die für nachhaltige Rankings nötig ist (= weniger Zeit fürs Bloggen). Schade ist das definitv – aber solange mein seo.at-Feed jeden Werk)Tag mindestens einen neuen Beitrag anzeigt, ist noch nichts verloren ;)

    Für einen Neueinsteiger ist es definitiv schwer geworden. Teilweise findet man wirklich Basics im Netz, die nicht mehr up to date oder teils widersprüchlich sind.

    Eigentlich müsste man da mal zumindest die besten (aktuellen) Folien, die auf slideshare so rumliegen, in einem großen Guide für Einsteiger präsent erwähnen.

    • Mißfeldt

      Ja, da ist sicher etwas dran. Zeitmanagement wird insbesondere durch Social-Media immer wichtiger. Je vernetzter man ist, umso weniger Zeit hat man.

  14. Christian

    Wozu soll ich auch in irgendwelchen SEO-Blogs nachlesen, was schon zigmal irgendwo anders verfasst wurde? Ich selbst ertappe mich auch manchmal bei der Frage, warum ich dies oder jenes schreibe, wenn es doch ein anderer bereits getan hat.

    Aber: Ich finde, dass etwa das Wiedergeben von Inhalten aus englischsprachigen Blogs in zusammengefasster Form durchaus einen Mehrwert schaffen kann. Ich nehme auch gerne mal Artikel von Search Engine Land als Inspiration oder sogar als Grundlage für Blogposts. Hilft vielleicht denen, die sich nicht mit einem langen englischen Text befassen wollen.

    Ich gehe aber inzwischen auch mehr in Richtung Grundlagen – etwa mit einer neuen Serie zum Information Retrieval. Ist sowieso anspruchsvoller und macht mehr Spaß als Wiederkäuen von Matt Cutts neuesten Gedankenspielen.

    • Mißfeldt

      Ja, Wiederholungen müssen nicht schlecht sein, wenn man sie aktualisiert und mit ein paar eigenen Gedanken würzt. Nicht selten liegt die Inspiration ja auch in der Formulierung.

  15. Malte

    Schöner Artikel Martin. Ich empfinde es so, dass es in Amerika anscheinend viel Bewegung gibt. Zumindest werden dort durchaus interessante Artikel gebracht. Nicht alles eignet sich auch für den deutschen Markt. Aber gefühlt sind auch viel mehr Ellenbogen vorhanden, so dass vielleicht nicht mehr alles geteilt wird. Ich werde auf jeden Fall weiter machen und Grundlagen Artikel werden in nächster Zeit auch kommen :-D Das habe ich mir zumindest fest vorgenommen.
    Vieles wird aber auch nicht mehr so wahrgenommen, weil der Linkgeiz immer schlimmer wird – dank Matt Cutts! so glaube ich. Es herrscht eine ziemliche Verunsicherung darüber, was funktioniert und was nicht unter den Einsteigern.

    • Mißfeldt

      Vielleicht ist es aber auch kein „Linkgeiz“, sondern einfach weniger Masse, also immer weniger Artikel, aus denen potentiell verlinkt wird.

  16. Julian

    Hi Martin,

    Mir ist das auch schon aufgefallen. Allerdings glaube ich, dass der Grund bei den allermeisten der obengenannten einfach in der Zeit liegt. Viele der obengenannten haben heute teilweise gleich mehrere Firmen, um die sie sich kümmern müssen.

    Die wahren „Tricks“ gibt es im SEO Bereich meiner Meinung nach nicht mehr. Auch wichtig: Wenn ich etwas bloggen will, durchsuche ich oft erstmal meinen Blog, bis ich dann enttäuscht feststelle, dass ich schon vor zwei und vor vier Jahren darüber geschrieben habe.

    Aber die Kritik an den anderen Blogs teile ich gern! Hier sollte mehr geschehen, gerade auch bei Newbies! Traut Euch und erstellt einen SEO Blog! :)

    • Mißfeldt

      Ja, die Zeit… Siehe oben. Aber gerade bei Dir und dem Seokratie-Blog sieht man doch gut, wie sich jemand in der Szene etabliert und einen guten Ruf aufrecht erhält. Ein Blog ist ja auch ein Image-Instrument.

  17. Lois

    Einen Grund hast du vergessen – die immer groesser werdende Bedeutung des mobilen Internet. Gefuehlsmaessig sind viele Seos dahin abgewandert. Und dann interessieren sie sich eben nicht mehr fuer google.de

    • Mißfeldt

      Den Zusammenhang sehe ich jetzt nicht unbedingt. Auch mobile-Seo wird doch immer wichtiger. Im Gegenteil: wo sind eigentlich die mobile-Seo Spezialisten? (Ja, es gibt natürlich welche :-)

      • Lois

        Ich habe mehrere Monate dazu gebraucht um die Mechanik der Reihung beim Google Playstore annaehernd herauszukriegen. Da werde ich doch nicht so bloed sein und dies posten. Das werden die mobilen Seos genauso sehen ……………….

  18. Olaf Kopp

    Ich finde der Einwand, dass SEO keine Einzeldisziplin mehr ist das wichtigste Argument. Es gibt nur wenige wenn nicht sogar gar keinen Online Marketer, der alle Tasten der Online Marketing Klaviatur auf gleich hohem Niveau spielt. Von daher kann man dann auch nicht zu allen Themen guten Content liefern. Deswegen werden die guten „Personen-Blogs“ weniger.Hier sollten Corporate Blog bessere Karten haben weil sie eigentlich unterschiedliche Spezialisten haben. Obwohl ich selbst noch den meisten Inhalte in unserem Blog beisteuere versuchen wir uns so zukünftig aber besser aufzustellen. Aber es ist nunmal nicht jeder zum Bloggen geboren bzw. hat Bock drauf.?

  19. tom

    100%. Trifft es genau!

  20. Daniel Houghton

    Dieser Blogpost streift viele Gründe für das auch bei mir gefühlte Verschwinden wirklich guter Blogposts.

    Aus meiner Perspektive, sehr subjektiv ist es – wie viele vorher erwähnt haben – ein Mix aus diesen beiden Punkten:

    1. Akuter „Zeitmangel“, was ja eigentlich ein Luxusproblem ist. Schlecht geht es der SEO-Branche nicht, egal was gebloggt wird… btw, zum Thema „SEO ist tot“ gab es länger nichts mehr zu lesen… ;)

    2. Bin vorsichtiger geworden. Gerade heute resp. gestern Nachmittag haben wir uns intern über ein Phänomen bei einem Testprojekt unterhalten und über einen Blogpost nachgedacht. Haben uns aber dagegen entschieden, weil es im Graubereich (und zwar schlimmstenfalls hellgrau!) ist. Wer weiss denn so genau, wer alles mitliest…

    Jon Cooper hat es vor knapp 2 Monaten in seinem Blog gut auf den Punkt gebracht:
    Why I blog less frequently: I’m scared
    http://pointblankseo.com/im-scared

    • Mißfeldt

      Danke für den Kommentar und vor allem den Link. Spannend…

  21. Gretus

    Hallo Martin,

    schöner Beitrag mal wieder, kann nicht jeder sowas! Bei mir sieht es teilweise momentan so aus, dass SEO (für mich immer noch nur Google) eben auch zu einem Politikum geworden ist. Schwer, da richtig Stellung zu beziehen manchmal. Die meisten lassen es dann besser sein und lassen zunächst einmal andere den Karren wieder aus dem Dreck ziehen…

    So oder so, den Newbies sei gesagt, uns `alte´ Hasen gibt es noch, nicht mehr mit Nu**** und Champagner so wie früher, sondern mit Schirm, Charme und Melone ;-)

    Grüße

    Gretus

    • Mißfeldt

      Haha, sehr elegant formuliert. Wobei Du ja schon immer zur letzteren Gruppe gehört hast :-)
      Ja, das mit dem Zwiespalt kenne ich auch nur zu gut. Man nutzt ein System, das man eigentlich kritisiert oder als gefährlich ansieht. Aber man kann damit eben eine Menge verdienen.
      Oder meinst Du, dass man die eigenen abgestraften Projekte nicht weiter verfolgt? Das Problem kenne ich ja zum Glück nicht…

  22. Mika

    Ich hatte vor Jahren (2007) einen kleinen (und unbedeutenden) SEO Blog. Damals habe ich mal ein Artikelverzeichnis auf einem Uni Webspace gestartet und andere SEOs zum Mitmachen aufgefordert. Ein paar haben sich gemeldet, doch bevor das ganze irgendwie umfangreicher wurde, flog das Artikelverzeichnis aus dem Index. Irgendwer bei Google hat da ein Köpfchen gedrückt.. und das war 2007 wohlgemerkt :P

    Wenn ich aber darüber nicht berichte und dies im Stillen mache, funktioniert so etwas selbst 2014 noch.. also mich wundert es nicht, dass keiner in Blogs aus dem Nähkästchen quatschen will. Aber für das gibt es zahlreiche SEO Stammtische in Deutschland und Österreich, wo man sich in einer kleinen Runde austauschen kann :)

    Just my 2 cents..

    Cheers Mika

  23. Georg

    Du sprichst mir aus der Seele!

  24. hannes

    naja. ich schaetze, es ist alles eine frage des gebens und nehmens. also: man finden selten(st) innovative studien auf diversen blogs und fragt sich, warum man selbst derartiges veroeffentlichen sollte. schliesslich ist es auch so, dass viele „werthaltige“ artikel auch die wissensschnorrer und zeitdiebe anlocken. besonders schwierig wird es dann halt auch, wenn besonders gute ergebnisse gepostet werden und gefuehlte 100000000000 weitere seos kritiklos diese oder jene vorgestellte strategieansaetze nachbauen – so etwas entwertet ja das vorgestellte und vermindert die motivation, irgendwas zu schreiben, enorm. den kollegialen austausch pflege ich persoenlich lieber via telefon oder „richtige“ gespraeche: hier werden natuerlich auch die richtigen tricks, ansaetze und erkenntnisse z.t. sehr klar kommuniziert. lg.

  25. SEO Chennai

    Hier sollten Corporate Blog bessere Karten haben weil sie eigentlich unterschiedliche Spezialisten haben. Obwohl ich selbst noch den meisten Inhalte in unserem Blog beisteuere versuchen wir uns so zukünftig aber besser aufzustellen. Aber es ist nunmal nicht jeder zum Bloggen geboren bzw. hat Bock drauf.?

  26. Frank Buchmann

    Ich kann die erwähnten Erkenntnisse ebenfalls teilen und versuche aber gerade mit meinem eigenen Blog http://www.link-fabrik.com/blog/ gegenzusteuern. Insbesondere die erwähnten Grundlagen lege ich mit einem umfassenden, kostenlosen Leitfaden, speziell für Laien und Praktiker offen: http://www.link-fabrik.com/fileadmin/files/downloads/Leitfaden-zur-Suchmaschinenoptimierung.pdf
    Die derzeitige Entwicklung bietet meines Erachtens auch viele Chancen, sich zu profilieren.

  27. SEOCouch - Heiko

    Hallo Martin, leider muss ich deine Einschätzung hinsichtlich der SEO-Blogs teilen. Ein wenig kommt mir die Entwicklung aus dem Bereich Webdesign bekannt vor. Erst gab es ein paar relevante deutsch-sprachige Anlaufquellen zu dem Thema und im Laufe der Jahre verloren diese Quellen an Relevanz und oftmals auch an Qualität. Dann wurde die „erste Generation“ von einer „neuen Generation“ ersetzt und ähnliches passiert meines Erachtens nun auch in der SEO-Szene. Ausnahmen bestätigen die Regel (auch bei in diesem Fall)! Diejenigen SEO die vor Jahren bereits geblogt haben und ihr Wissen häufig geteilt haben, waren in den meisten Fällen bereits damals SEO-Autoritäten oder auf dem Weg dahin. Die sind mittlerweile vollkommen ausgelastet und stecken die verbleibende Zeit dann doch lieber direkt ins eigene Business. Der Aufbau eigener Marken und Autoritäten trägt bei vielen zunehmend Früchte, so das man die Aufgaben dann einfach priorisieren muss, wobei das Bloggen dann eher Prio 2, als Prio 1 besitzt und oftmals hinten über fällt, wodurch sich die Posting-Frequenz reduziert.

  28. Julia Menden

    Danke Martin für deinen Artikel, erst gestern habe ich über eine ähnliche Thematik nachgedacht: Für Karls 50L100S einen OM-Tipp zu finden den nicht jeder kennt, kein Standart ist, sich nicht abnutzt etc.
    Aber wer weiß was und wieviel? Wie und in welchem Umfang ist eine Problematik zu erörtern? Was ist NEU und was gilt als veraltet?
    Die Informationsflut ist mittlerweile imens und das Sortieren bzw. Zusammensuchen ein zeitraubender Job! Auch die Kompetenzen von Lesern und Autoren klaffen weit auseinander. Bei bestimmten Problemen suche ich ewig bis ich mal hier eine interessante Zeile, mal dort einen Artikel gefunden habe. Auch ist die Fragestellung dahinter oft komplexer als vor einigen Jahren. Auch wenn ich mit der Zeit einige gute Blogs und Autoren auffindig mache, aber in den Artikeln meist nur Teilbereiche oder Standarts beschrieben werden, nicht aber Besonderheiten, Alternativen und Ausnahmen, dann stehe ich wieder am selben Ausgangspunkt. Der Anspruch an einen guten Artikel ist hoch: Fachlich einwandfrei, gute Links zu weiterführenden Themen, angereichert mit Filmen, Screenshots, aktuell, Behandlung von Standarts und Besonderheiten und trotzdem überschaubar sowie gut geschrieben. Alles in allem – ein Fulltimejob und unbezahlbar.
    Und soviel zu Google: Wenn es dort eine Annäherung an das menschliche „Gehirn“ gäbe, hätte ich eindeutig bessere Ergebnisse zu meinen Suchanfragen ;-) – Ein großes Dankeschön an alle die ihre Zeit und Mühe noch in tolle Artikel stecken!

  29. Jochen Baumberge

    Hallo Martin,

    ich schreibe aus der Sicht eines Shop-Mitarbeiters, der sich von den meisten SEO-Blogs schon länger im Stich gelassen fühlt.

    Viele SEO-Tipps lassen sich oft mit gängigen Shopsystemen (oder auf einem Marketplace) nicht direkt umsetzen, für Shopware greift man als Shop-Betreiber darum auf PlugIns von Drittanbietern zurück. Diese Shopware-PlugIns werden jedoch von SEO-Blogs kaum erwähnt und nie ausführlich getestet. Ob man damit seinen Shop wirklich gut optimiert, weiß man nie.

    Bei SEO-Problemen mit Corporate-Blogs ist es noch schlimmer, denn viele SEO-Blogs scheinen nur WordPress als CMS zu kennen. Das Blogsystem von Shopware ist teilweise ein echtes SEO-Desaster – aber hilfreiche Tipps finde ich in den oben erwähnten SEO-Blogs leider nicht.

    Auch im Bereich Bilder-SEO könnte man bei Shopware reichlich Hilfe gebrauchen – aber wo soll man die finden?

    Im Shopware-Forum tauschen sich daher SEO-Autodidakten über reichlich Probleme miteinander aus, ein echter SEO-Blog hat diese Diskussionen jedoch bisher noch nie aufgegriffen.

    Für die Blogs der SEO-Profis und SEO-Neueinseiger gäbe es also reichlich Themen zum abarbeiten, doch stattdessen nutzen clevere SEO-Agenturen lieber Veranstaltungen (wie den jährlichen Shopware Community Day), um dort verunsicherte Shop-Betreiber direkt als Kunden zu gewinnen. Echtes Fachwissen landet also nicht mehr in den SEO-Blogs, sondern wird nur über SEO-Seminare weitergegeben … ähm … teuer verkauft

    Jochen

    • hannes

      mh.

      jochen. das ist ja alles richtig und schoen und gut, was du argumentierst und ich gehe mit dir auch konform. aber: warum sollte ein seoblog-inhaber die wirklich guten und werthaltigen todos und tipps herunter schreiben bzw. kostenfrei der oeffentlichkeit zur verfuegung stellen? zum einen hat man keinen wirtschaftlichen vorteil und zum anderen kann es passieren, dass das eigene klientel massive probleme damit hat, dass gefundene ansaetze u. strategien von der eigenen konkurrenz nachgebaut wird. ich vernehme in meinem „dunstkreis“ staendig diese voellig legitimen und logisch nachvollziehbaren bedenken. der kollegiale austausch existiert durchaus auch sehr intensiv (man muss ja eigene ergebnisse vom mitspieler xyz oder vom versierten klienten gegenpruefen lassen …), aber ich praktiziere derartiges lieber im „richtigen leben“. ich kann dir persoenlich nur empfehlen, dass du den persoenlichen kontakt zu den seos suchst und du wirst dann auch feststellen, dass sehr viele auch sehr redefreudig sein koennen.

  30. Chio

    SEO ist aus meiner Sicht etwas langweilig geworden. Es gibt keine „Lösungen“ mehr, es bleiben fast nur Spekulationen übrig. Und natürlich ein paar Standard-Rezepte, die zunächst plausibel klingen, bei näherer Betrachtung aber kaum umzusetzen sind.

    Das schlägt sich natürlich auch in den Blogs nieder: Was soll man denn noch schreiben? Und: Wen interessiert es?
    Bleibt der Zwang, alle Zeiten wieder mal was zu tun, damit der Blog nicht vergammelt.

    • hannes

      mh.

      chio,

      das kann ich so nicht bestaetigen. gerade durch das aufkommen der ganzen social-plattformen und neuer www-kommunikationssysteme hat sich die seo schon sehr stark gewandelt und ist alles andere als „langweilig“. es gibt eigentlich sogar recht viele blogs, die sich mit neuen ansaetzen beschaeftigen.

  31. Matthias

    Ich glaube, dass auch vielen SEOs (von früher) das Wasser mittlerweile bis zum Hals steht da sie nichts mehr reißen und der Umsatz/Gewinn komplett im Keller ist und sie anderswo Geld verdienen (müssen).

    • Mißfeldt

      hehe, da habe ich doch glatt mein Blog-Profilbild oben rechts vor Augen ;-)

      • Matthias

        Genau. Das passt :-)

  32. Matthias

    @Martin
    In meinem Bereich gibt es seit einigen Monaten das Projekt einen Anfänger-Konkurrenten das unglaublich gut rankt. Das Design sieht aus wie von 1996 und der „Content“ besteht aus Aneinadergereihten Keywords (so wie wir das 2004 gemacht haben) und zusätzlich ein paar Screenshots fremder Webseiten.

    Die Texte sind völlig sinnfrei (und dazu noch per CSS auf „winzig“ gestellt) und von gutem Content ist nichts zu erkennen aber der rankt so unglaublich gut, dass ich nur noch mit dem Kopf schüttele …. der hat gerade mal 15 Backlinks aber alle alteingesessenen Projekte hat der Typ bei Weitem überholt. Und der rankt schon seit 9 Monaten so gut.

    Und die Google-Boys erzählen ständig irgendwas von „erstellt guten Content blabla“.

    Das ist alles Unsinn!

    Mein Projekt hat 10 Mal mehr Backlinks (alles schön variiert) und guten Content aber gegen das obige Projekt von dem Typen sehe ich sowas von alt aus … ich verstehe die SEO-Welt auch immer weniger, obwohl ich das alles schon seit 2003 mache.

  33. Steffan

    Toller Artikel, habe erst den von den Kaptänen gelesen, andersrum wäre vielleicht schlauer gewesen.

    Ich kann das ehrlich gesagt verstehen, dass die SEO Blogs aussterben und finde es zum Teil sogar recht gut. Viele publizieren einfach nur Müll um Geld zu verdienen, was an sich ja nicht dumm ist, aber dem Enduser nicht (oder meist nicht viel) bringt. SEOBlogs sind eine Herde schwarzer Schafe mit ein paar weißen Schafen dazwischen.

    Alternativen dazu gibt es immerhin und wer kreative und eigene Inhalte publiziert hat meist auch weniger Probleme.

    Dass das bald gar nicht mehr funktioniert mit den SEOblogs ist auch klar. Ich erinnere an die Flut der Bookmarks, da war das nicht anders.

    Problem ist aber auch, dass die Aussagen von Matt Cutts immer (mit absicht) schwammig sind und man nie weiß, ob er SEOs jetzt verwirren will oder ob er das ernst meint. Viel ist auch Interpretationssache.

    Darüber hinaus ist es definitiv schwer für Neueinsteiger und es wird auch nicht einfacher.

    Ich denke auf kurz oder lang wird es wirklich auf Sozial Signs und Authership ankommen. Nicht nur weil sich da die Masse an Publikum tummelt, sondern auch weil die Kontrollen (reale oder fiktive Person) immer schärfer werden und dadurch dem einzelnen User (noch besser) Inhalte zugeordnet werden können. Wo durch nicht nur Spam vorgebeut wird (zu mindest eingedämmt), sondern auch die Relevanz gestärt und besser nachverfolgt werden kann.

    Lg Steffan

    • hannes

      steffan,

      mh. ja die socials sind sehr wichtig geworden, aber ich wuerde den gedanken weiter treiben und argumentieren, dass es zukuenftig darauf ankommt, sehr genau auf einen markt zu reagieren. du muss also eine loesung finden, welche a) permanent „dem volk aufs maul schaut“, die erkenntnisse in eine art werthaltigkeitsanalyse abbildet und b) die werbemaßnahmen zielgruppengenau positioniert. hier sehe ich ein sehr weites spielfeld fuer die seo, welches so in den blogs nur recht wenig bequasselt wird.

      lg.

      • Matthias

        Tut mir Leid aber meine Beobachtung ist, dass Socials überhaupt keine Gewichtung beim Ranking haben. Das wird zwar häufig behauptet aber Beweise gibt es keine.

        Aus den Beobachtungen von meinen Projekten (und denen meiner Konkurrenten) muss ich sagen, dass Socials NULL Auswirkungen haben.

        Ich weiß nicht wer diese Ente (mal) in die Welt gesetzt hat aber auch durchs ständige Wiederholen wird sie nicht richtiger.

        • hannes

          matthias,

          das ist richtig, beweise sehe ich auch nirgends. ich gehe aber auch davon aus, dass niemand verpflichtet ist, mir beweise zu liefern. daher neige ich dazu, mir eigene datensaetze und erkenntnisse zu generieren.

          man sollte die socials ohnehin nicht primaer zum zwecke der positionierungen verwenden, das ist nicht sinn und zweck dieser „medien“. ich habe die dinger fuer voellig verschiedene und auch unterschiedlich schwierige sachen im einsatz und einen nachgelagerten positionierungserfolg sieht man durchaus, sofern man den kommunikativen ansatz faehrt. also hierunter zaehle ich nicht das stumpfe (re)publizieren von irgendwelchem zeug, sondern punktgenaue kommunikation mit anderen ggf. pot. konsumenten von produkten u. informationen. sehr kompliziert ist es natuerlich, herauszufinden, was denn irgendwer sucht und wo die „schnittmenge“ zum eigenem angebot ist. aber hierfuer gibt es ja indizien wie gestellte fragen oder schwerpunktsetzungen in den meldungen / meinungsaeusserungen der jeweiligen accounts. man braucht nur eine flexible analyseprozedur :).

          lg

  34. Taiber Roger

    Wir schreiben fast jeden Tag einen SEO Artikel über alles mögliche und werden das auch weiterhin so handhaben. Ggf schaust du nur altbekannte Blogs an. Musst uns auch eine Chance geben :-)

  35. Seo Veteran

    Jeden Tag gibt es neue Internetseiten zum Thema Seo und ganz oben bei Google. Bei den meisten wird Adsensee zur Finanzierung verwendet. Jeder versucht das meiste rauszuholen, also sehen fast alle Blogs gleich aus. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, weil der Klickpreis von Adsense durch die vielen neuen Webseiten immer weiter fällt, schreiben die meisten von anderen ab, also viel Neues wird man kaum erfahren.

    Gute Beiträge kosten Zeit, aber wer arbeitet schon gerne umsonst, wenn es keine Refinanzierung und immer mehr Adblocker auf der Nutzerseite gibt.

    Früher habe ich viel Zeit gebraucht, um die neuesten Seotipps anzuwenden. Heute mache ich nur noch mein Ding, egal was die Anderen Denken oder tolle Seo Ratschläge geben. Heute so morgen wieder ganz anders. Viel Zeit wird durch sinnlose Optimierungen verschwendet.

    Als ich anfing, gab es noch kein SISTRIX, SEOkicks-Robot, SemrushBot und ähnliche die eure Projekte überwachen. Alle Badbots die euch nichts bringen, sondern nur eine Konkurrenzanalyse machen, sollte man den Zutritt zum eigenen Webserver konsequent verweigern. Langfristig hat dieser Tipp wieder mehr Besucher gebracht.

  36. Martin

    Letztendlich ist es ja auch so, dass viele wohl keine Grundlagen-Artikel schreiben, weil es die Mühe nicht wert ist. Es gibt unzählige, wirklich gute dieser Artikel. Wozu also noch einen? „Unique Content“ ist wohl was anderes. Auf gute Rankings in SEO-Grundlagen zu hoffen lohnt wohl nicht. Hilfreiche Artikel haben einen festen Rang in den Suchmaschinen – und das meist zu Recht.

    Ich bin, zumindest was das Bloggen angeht, auch recht neu dabei. Versuche aufgrund von Tatsachen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen und Diskussionsmaterial zu liefern. Doch gerade als Neuling ist es nicht leicht einen Platz in einer gut aufgestellten SEO-Bog-Community zu finden. Es gibt feste Größen, an welchen man sich orientiert. Auf Kommentar-Spam habe ich keine Lust (um Aufmerksamkeit zu erregen) und im News Bereich von Seo-United wird man als Neuling wohl auch nicht untergebracht. Da findet man häufig nur die Blogs großer Agenturen.

    Vielleicht ist also auch das ein Problem. Wer schreibt schon gern ins Nichts.

    Gruß,
    Martin

  37. Thomas

    Vorab: Ich lese seit Jahren den einen oder anderen SEO-Artikel, profitiere mit eigenen Projekten auch sehr stark davon, biete aber keine Suchmaschinenoptimierung an. Insofern bin ich SEO-interessiert, aber nicht Teil der Szene oder Branche. Daher ist meine Perspektive tendenziell eher die eines Beobachters.

    Vor 10 Jahren war SEO für fast alle Beteiligten Neuland, und die Kenntnis der Grundregeln ein Wettbewerbsvortel. Die meisten relevanten Seiten wurden bereits dynamisch erzeugt, allerdings waren viele nicht suchmaschinenoptimiert. Das betraf die URL selbst (index.php?id=17) als auch die Inhalte. Man konnte ganz kleine Schritte gehen und damit viel erreichen. Die in der SEO-Szene verbreiteten Erkenntnisse waren auch für Laien nachvollziehbar und verifizierbar. Und es gab viele Lücken, die man für kurzfristigen Erfolg missbrauchen konnte.

    Heute sind relevante Seiten meist suchmaschinenoptimiert, sehr oft gibt es die kleinen Schritte, die man für ein gutes Vorankommen gehen muss, nicht mehr. Die Grundregeln von früher gelten heute immer noch, die Lücken sind weitgehend geschlossen (Ausnahme: Bildersuche). Parallel dazu gibt es extrem komplexe Modelle und Theorien, die plausibel klingen mögen und oft auch stimmen, aber oft eben nur Theorien bleiben oder nicht verifizierbar sind.

    Auch ich denke, dass Google den Suchalgorithmus nicht mehr so stark anpasst wie früher – zumindest sehe ich das gegenwärtig nicht. Folgerichtig gibt es weniger SEO-News mit echtem Inhalt. Mit einer starken Algorithmusänderung würde sich das vielleicht wieder ändern. Allein mit immer neuen Thesen und Behauptungen kann man ein Themenfeld nicht dauerhaft mit News versorgen.

    Zudem ändert sich das Internet: Vieles, was früher auf eigenen Themenseiten abgehandelt wurde, wandert zu Facebook ab. Facebook trocknet Communities und Foren aus, indem es Nutzer abzieht. Es ist viel einfacher, mit einem Facebookbeitrag Reaktionen zu erzeugen – und das ist es, was diejenigen wollen, die Content produzieren, indem sie Inhalte oder Kommentare schreiben. Ich würde behaupten, dass viele Internetnutzer in Wahrheit fast nur Facebooknutzer sind.

    In der realen Wirtschaft hat man irgendwann erkannt, dass Monopole schädlich sind. Dort konnte man aber auch einfach gegensteuern: Wenn es nur noch eine Kaufhauskette gab, konnte man sie zerschlagen und die verbliebenen Warenhäuser unter verschiedenen Anbietern aufteilen. Im Internet ist das nicht so einfach, denn hier entscheiden die User ohne die bei Kaufhäusern relevante regionale Komponente, wo sie hingehen.

    Das Internet entwickelt sich kontinuierlich. Bleibt abzuwarten, wer da Schritthalten kann.

  38. Marco

    Martin, du sprichst mir aus der Seele. Ich habe das Gefühl das alles nur noch aufgewärmt wird. Richtige Analysen oder Theorien werden meist nur noch übernommen und bis auf das Letzte ausgeschlachtet. Alleine wenn ich mir meinen Feedreader anschaue, in dem etliche Blogs gelistet sind, finde ich gefühlt ein-zwei Artikel im Monat darin, die einen wirklichen Mehrwert haben.

  39. Andreas Becker

    Der Anfang haut schon sehr gut hin, wenn nicht alle so überbeschäftigt wären, dann wäre vielleicht mal etwas mehr an guten Content in Posts drin.
    An sich stört doch gar nicht, dass die Blog sterben, die ein x-tes mal den Searchenginland, MOZ oder ähnlichen Content übersetzen.

    Tatsächlich gibt es kaum DEN Blog der anders ist, den BLOG der mal orakelt. Und wenn man denkt das der onpageorg blog mal was gutes postet, dann ist der nächste post aber auch sofort wieder eine 1zu1 MOZ Kopie.

    Sicher mangelt es an Zeit und auch an Themen, irgendwie muss man ja jeden Tag was schreiben, aber Ehrlich – worüber? Google ändert sich doch nicht massiv 2mal am Tag.

    @Matthias – meine Beobachtung ist identisch – socials haben kaum Einfluss (vermutlich eher indirekter Natur) – andersrum geht’s aber, wer gut rankt kriegt auch likes und plus1.

  40. Peter

    Das Thema SEO hat sich bei WordPress-Blogs doch quasi erledigt, indem man sich entsprechende Plugins installiert. Seitdem ich das so mache, schaue ich auch nicht mehr ständig in SEO-Blogs nach irgendwelchen neuen Maßnahmen, weil ich mit meinen Ergebnissen in den Trefferlisten völlig zufrieden bin.

    Außerdem haben, so denke ich, viele Leute ein falsches Verständnis von SEO gehabt. Früher hieß SEO oft: sich durch Tricks nach vorne bringen in der Trefferliste und damit Leute ohne SEO-Kenntnisse hinter sich lassen. Die Reise geht aber immer mehr in die Richtung, dass sich der Content durchsetzen soll und nicht der Blogger mit den besten SEO-Kenntnissen. Entsprechende Updates haben dafür gesorgt und die Leute mit ihren Social-Bookmark-Links und Links aus Artikelverzeichnissen ins Gras beißen lassen.

    Im Grunde genommen ist es ja auch irgednwie krank, wenn es einen „Trick“ gibt, der einen in den Trefferlisten radikal besser ranken lässt. Genau das darf eigentlich nicht sein. Und wenn es irgendwann keine Tricks mehr gibt, dann sterben auch zwangsläufig die SEO-Blogs aus – das ist die logische Konsequenz.

  41. Roland

    Spannend wird SEO erst wieder so richtig wenn eine andere Suchmaschine anfängt sich 10% oder mehr vom Markt zu erobern.
    Bis dahin werden alle SEOisten Matt-Cutt-TV gucken und rätseln.

    Statt SEO Artikel über Google sollte man Artikel darüber schreiben wie man die Macht von Google eindämmen kann.

    Denn gibts eine andere Suchmaschine die für Besucher sorgt, wird es wieder spannend.

    Kann es sein dass aber SEOisten besser mit einer einzigen Suchmaschine als mit Vielfalt zurecht kommen?

    • Thomas Wendt

      „Kann es sein dass aber SEOisten besser mit einer einzigen Suchmaschine als mit Vielfalt zurecht kommen?“

      Interessante Frage. Kann man mangels Erfahrung kaum beantworten.

      Vielleicht wäre der Martk ausgeglichener: Die einen ranken hier gut, die anderen dort, damit keine Top-Hengste und Totalversager mehr.

      Glaubt jemand daran, dass Google in absehbarer Zeit Marktanteile an andere Suchmaschinen abgeben muss?

  42. Markus

    Da predigen wir Seo´s auf der einen Seite Content ist King und auf der anderen sehe ich deinen Artikel, widerspricht sich eigentlich. Aber es ist ja wirklich so das die Themen sich abgelutscht haben, über was soll man noch schreiben? Wir betreiben auch für Kunden Corporate Blogs und auch dort ist meitstens eigentlich nur mehr das aufgewärmte von 100 anderen Blogs zu finden…
    Fazit: Ohne neue Themen oder mehr Konkurrenz zu Google finde ich das das Bloggen über Seo Themen zurzeit niemanden interessiert da es ja nichts gibt über das sich zu Berichten lohnt.

  43. Der Text-Spinner

    Mir ist auch aufgefallen, dass gute SEO-Blogs immer schwieriger zu finden sind. Bei fehlendem inspirierenden Gedankenaustausch wird es für Neueinsteiger tatsächlich immer schwieriger, ohne die entsprechenden Grundkenntnisse die eigene Webseite in den Suchergebnissen nach vorne zu bringen.

    Bleibt eigentlich nur der Ratschlag, sich beim SEO auf die guten alten Tugendenden zu besinnen – sprich, das Publizieren von einzigartigen, interessanten und ansprechenden Inhalten in Verbidung mit einem sparsamen, natürlichen Backlinkaufbau.

  44. Samuel

    Es heißt zwar immer: „Veröffentliche laufend guten Content, dann kommen die guten Rankings in den SERPS von ganz alleine, denn ‚content is king'“.

    Ha, ha, ha – dass ich nicht lache. Matthias hat ja das schöne Beispiel der Anfänger-Seite gebracht, die durch Maßnahmen, welche die meisten SEOs zumindest als kontraproduktiv bezeichnen würden, sehr gut rankt.

    Man sagt zwar, Google sei eine Maschine, aber nicht blöd. Na ja, blöd vielleicht nicht, aber auf beiden Augen blind – trotz aller Penguin und Panda Updates.

  45. Marco

    Hallo,

    ich surfe selbst nicht mehr so oft auf Seo Blogs, weil diese minimalistischen Änderungen kaum noch eine Wirkung haben.
    Wer braucht 0,005 % Verbesserung im Ranking? FB und Google+ tun leider ihr übriges.

    LG
    Marco

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Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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