
Dmoz und SEO
Das Open Directory Project dürfte den meisten Lesern ein Begriff sein – und für viele auch ein Ärgernis. Meist schweigen diejenigen, die aufgenommen werden. Aber diejenigen, die es nicht schaffen, schreien um so lauter. Und da das ODP im SEO-Kontext nach wie vor eine sehr wichtige Linkquelle ist, kocht das Thema in SEO-Kreisen, vornehmlich in Foren, immer wieder hoch und führt zu wüsten Beschimpfungen und Behauptungen. Im Folgenden will ich das “Problem ODP” mal unter die Lupe nehmen. Und einige Hinweise geben, die man beachten sollte, wenn man eine URL vorschlagen möchte.
dmoz-Fakten
Das Open Directory Project wurde 1998 ins Leben gerufen. Da es kurze Zeit später von netscape gekauft und unter der Subdomain “directory.mozilla.org” geführt wurde, hat sich auch der Name “dmoz” etabliert. Mittlerweile enthält das manuell geführte Webverzeichnis ca. 4,5 Mio. Einträge, die in ca. 590.000 Kategorien vereint sind. Das deutsch-sprachige ODP umfasst ca. 500.000 Einträge (Quelle der Zahlen: Wikipedia).
Open Source mit ohne Einnahmen
Der Erfolg des OPD liegt sicherlich darin begründet, dass die Daten als Open Source frei zur Verfügung gestellt werden. Das funktioniert nur, weil die Redakteure (Editoren genannt) unentgeltlich arbeiten. Das ODP kommt ohne Werbung aus – logisch: denn wenn man erst einmal anfangen würde, die Kassen zu öffnen, dann würden natürlich zurecht Tausende von Redakteuren anfangen, etwas für ihre Arbeit einzufordern. Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass das zu endlosen Debatten führen würde. Das Open Directory Project ist also quasi aus seiner inneren Struktur heraus gezwungen, openSource und werbefrei zu bleiben.
Die Dmoz-Redakteure
Als manuell gepflegter Webkatalog basiert das ODP auf freiwilliger Arbeit von Redakteuren. Dieses ist zugleich seine größte Stärke und Schwäche. Denn auf der einen Seite entsteht so ein vertrauenswürdiges und qualitativ hochwertiges Verzeichnis, auf der anderen Seite sind Menschen eben menschlich. Soll heißen: die Qualität der Redakteure und ihrer Arbeit kann stark variieren. Im Prinzip kann jeder – nach einer kurzen Aufnahmeprüfung - ein Dmoz-Redakteur werden. Und da die nach wie vor gesucht werden, sollte sich jeder engagierte Leser mal überlegen, ob das nicht eine schöne Sache wäre. Allerdings sollte man das nur überlegen, wenn man keine private Vorteile im Vordergrund sieht. Es ist eine ehrenamtliche Arbeit an einem guten Projekt, so ähnlich wie wenn man sich in einem Sportverein engagiert.
Das Selbstverständnis des ODP
Es zeigt sich eine Kluft zwischen dem Verständnis der ODP-Verantwortlichen und derjenigen, die ihre Seite gelistet haben wollen. Das führt regelmäßig zu viel Frust und Ärger. Nach dem Selbstverständnis aus Sicht des ODP pflegen die Redakteure selbstständig eine bestimmte Kategorie (oder mehrere, wenn es zu wenig Redakteure gibt). Sie sollen jeweils Fachleute ihre Kategorie sein und suchen selber geeignete Websites aus.
Ein weit verbreitetes Missverständnis beruht offenbar auf einem Übersetzungsfehler (der schon ewig existiert und nicht korrigiert wird. In der Dmoz-Headerzeile steht zwar der Link “URL vorschlagen“. Aber wenn man in den Hilfe-Bereich geht (und das machen sicher viele), dann steht dort klar und deutlich “URL anmelden“. Wer ein wenig nachdenkt, versteht, dass es sich um zwei völlig verschiedene Dinge handelt. Der Begriff “Anmelden” suggeriert etwas falsches: man kann eine Seite im ODP eben nicht anmelden, sondern nur vorschlagen. Dieser Vorschlag ist quasi eine Arbeitshilfe für die Redakteure.
Aus Sicht des ODP ist also das Feature: “URL vorschlagen” überhaupt nicht notwendig. Die Möglichkeit, eine neue Website für das Dmoz vorzuschlagen, ist also ein gut-gemeintes Angebot, mit dem man Editoren auf Seiten aufmerksam machen kann.
Aber leider …
Soviel aus Sicht des dmoz und zu den schönen Ansätzen. Leider stellt sich die Sache für viele Webmaster und SEOs anders dar…
Wer seine Site bei dmoz vorschlägt, und nicht aufgenommen wird, ist sauer – als SEO um so mehr. Und wenn man dann noch nicht einmal eine Absage bekommt und stattdessen mit verzweifelter Hoffnung wartet (und wartet und wartet), wächst im Laufe der Zeit der Frust. Und zwar aus guten Grund: denn das dmoz ist ein wichtiger Baustein beim Linkbuilding.
Das Dmoz im Seo-Kontext des Linkbuilding
Als Open-Source Projekt verteilt das ODP regelmäßig seine Daten. Jeder kann das komplette Verzeichnis nutzen. Und davon machen nicht wenige Gebrauch. Es gibt Plattformen und Portale, die das gesamte Verzeichnis integrieren, wie zum Beispiel Google selbst (siehe Google-Directory). Aber noch verbreiteter ist es, nur bestimmte Kategorien zu übernehmen. Ein gut gepflegtes thematisches Linkverzeichnis ist einfach ein schöner Benefit für viele Besucher. Und wenn man diese Daten umsonst bekommt, baut man die Dmoz-Linkliste gerne mal mit ein.
Das bedeutet: ein Link bei dmoz vervielfacht sich. In den “künstlerischen Kategorien”, in denen ich z.B. vertreten bin, kommen da einige hundert Links zustande. Diese Links sind zwar meistens an sich nicht besonders stark, aber sie haben zwei erhebliche Vorteile: sie fächern die IP-Popularität erheblich auf (weil die Links von völlig verschiedenen Servern stammen), und sie bilden einen guten “Link-Fond”, also eine breite Masse an Links. Das erleichtert die Arbeit bei aktiven Linkbuilding erheblich. Man muss sich nicht mehr um die “Unterfütterung mit Masse” kümmern, sondern kann sich voll auf hochwertige Links konzentrieren. Ein Eintrag im ODP spart also aus SEO-Sicht bares Geld. Man könnte auch sagen: ein Nicht-Eintrag bei dmoz ist aus SEO-Sicht ein echter Nachteil.
Wem nützt ein Web-Verzeichnis?
Wem nützt eigentlich im Jahre 2010 ein gepflegtes Webverzeichnis? Sind die thematischen Linklisten im Zeitalter von Google, facebook und Twitter überhaupt noch User-relevant? Wer geht eigentlich noch ins ODP, um sich ein Bild von einer Kategorie zu machen? Hangelt man sich bei der Suche noch durch endlose Verzweigungen? Nein, das Konzept der Webverzeichnisse ist antiquiert. Es bietet schon lange keinen Nutzen mehr für Menschen – zumindest nicht für die Massen. Und da kommen wir zu dem eigentlichen Konflikt:
Die einzigen, die Webverzeichnisse wirklich nutzen, sind SEOs. Aber genau die sollen es eigentlich nicht – zumindest bei dmoz. Dieser Widerspruch existiert schon lange, und er wird von den ODP-Verantwortlichen totgeschwiegen. Und vermutlich muss das auch so sein. Denn wenn man sich als “Link-Schleuder” verstehen würde, wäre der Lack schnell ab und das Vertrauen bei Google und Co. futsch. Das ODP ist ein Relikt, das an sich eine gute Sache ist. Ich würde mal so sagen: man schießt ein nicht-kommerzielles openSource-Projekt nicht einfach ab. Aber jede grundlegende Änderung würde vermutlich das Ende des ODP bedeuten.
Was könnte man besser machen?
Wie gesagt: Grundlegende Änderungen an der konzeptionelle Ausrichtung halte ich beim ODP für ausgeschlossen. Aber was man dort sicherlich mal überdenken sollte, ist die Art des Feedbacks. Mehr Transparenz wäre für alle Beteiligten hilfreich. Das Problem ist eben nur: Feedback macht Arbeit und kostet Zeit. Und genau das ist bei einem ehrenamtlichen Engagement schwierig. Vielleicht könnte man einen einfach einen Knopf für “Abgelehnt” einbauen. Das würde schon viel bewirken. Natürlich wäre man dann immer noch enttäuscht, aber immerhin weiß man dann, was Sache ist.
Hoffen und warten…
Viele Webmaster klammern sich monatelang an die Hoffnung, dass ihre Site doch noch aufgenommen wird. Ich halte das für Quatsch – selbst wenn es in Ausnahmen (!) tatsächlich mal zu einer stark verspäteten Aufnahme kommt. In der Regel läuft es doch so:
- der Editor bekommt eine Liste von URL-Vorschlägen
- wenn er Zeit hat, schaut er/sie die Liste durch. Das geschieht im Normalfall innerhalb weniger Tage.
- dafür nimmt er sich, je nach Anzahl der Links, ein paar Sekunden Zeit, vielleicht mal ein paar Minuten.
- dann entscheidet sich, ob die Seite aufgenommen wird oder nicht
Dass ein Editor eine Liste mit hunderten von Vorschlägen vorliegen hat, die er vielleicht später noch aufnimmt, halte ich für Unfug. Ich habe ca. 5 Seiten eingereicht, die auch alle aufgenommen wurden. Es hat jeweils maximal eine Woche gedauert – auch bei englischen Kategorien, deren Editoren mich oder diesen Blog mit Sicherheit nicht kennen. Wer nach 14 Tagen noch nicht aufgenommen wurde, sollte nicht länger hoffen, sondern sich besser fragen, warum es gescheitert ist (damit meine ich die eigene Seite kritisch zu hinterfragen). Oder aber einfach die Sache vergessen.
Übrigens wurden noch mal ca. 5 Seiten von mir aufgenommen, die ich gar nicht angemeldet habe. Was wiederum zeigt, dass die Editoren unabhängig von den vorgeschlagenen URLs ihre Kategorien pflegen.
Ein paar Tipps für die Aufnahme im ODP
Um die Chancen eine Aufnahme bei dmoz zu erhöhen, sollte man sich überlegen, wie ein Editor tickt. Er ist für eine Kategorie verantwortlich, die er nach bestem Wissen und Gewissen betreibt. Eine vorgeschlagene Website sollte daher folgendes bieten:
- Sie sollte die Kategorie inhaltlich aufwerten – also etwas Neues/Fehlendes bieten.
- Die Seite sollte innerhalb weniger Sekunden zu erfassen sein: Worum geht es und wer steckt dahinter?
- Die Seite sollte nicht mit Werbung vollgestopft sein.
- Die Seite sollte sich nicht im Aufbau befinden, sondern bereits einigermaßen etabliert sein.
In meinen Worten: eine Seite immer erst mal ein paar Monate laufen lassen. Wenn die Seite eine Toolbar-Pagerank und regelmäßige reale Besucher hat, kann man sie bei Dmoz vorschlagen. Dafür dann störende Werbung entfernen (vor allem Adwords, sieht immer lausig aus!). Die richtige Kategorie auswählen und nochmals darauf achten, dass die Seite einen Mehrwert bietet, der in der Kategorie fehlt. Hierfür ggf. die Startseite etwas umschreiben (natürlich nur so, dass man den Inhalt der Seite nicht verfälscht. Aber man kann natürlich den Fokus etwas verschieben). Und das dann auch in dem Beschreibungstext deutlich machen. Die kompletten Richtlinien zum Vorschlagen einer URL kann man auch bei dmoz nochmals nachlesen.
Das Prinzip ist: wenn eine Website von alleine Besucher generieren kann, dann ist eine Eintragung im ODP sinnvoll. Seiten, die eh nur für Suchmaschinen erstellt wurden, sollte man einfach gar nicht erst einreichen. … Die Behauptung, man könne sich einen Eintrag erkaufen, halte ich für fahrlässig und rufschädigend. Falls es so etwas gibt, muss man die Verantwortlichen beim ODP informieren und die Sache erledigt sich von selber. Aber diese unbewiesenen Gerüchte finde ich unangebracht.
Allen, die es versuchen, viel Erfolg!
Was meint ihr: Wie wichtig ist ein Eintrag bei Dmoz? Und wo wird es sich hin entwickeln? Vielleicht doch monetarisieren und mehr professionelle Redakteure beschäftigen, die den Editoren auf die Finger klopfen und Engpässe abarbeiten?
Links zum Thema
- Deutschsprachiges ODP-Forum
- Fabian Drescher: “10 Tipps, wie eure Webseite in Dmoz aufgenommen wird” (Schöne Liste)
- SearchEngineRoundtable: “How Important is DMOZ in Your SEO Process?” (Umfrage)
- Abakus-Forum: “Wie wichtig ist ein Eintrag bei Dmoz?“
- Seo-Trainee: “Initialverlinkung Teil II – Richtiges Linkbuilding” (auch mit Umfrage)
Weitere Artikel
Tags: Dmoz, ODP, Open Directory Project
Kategorie: SEO Stuff
| 30 Kommentare












29. Juli 2010 um 13:18 Uhr
m.o.m. sagt,
Ich bin da mit http://momworx.de drin, weiß aber nicht warum. freue mich aber. Wäre viel lieber mit http://spheric.de drin.
Allerdings finde ich es irgendwie auch unfair, dass ein Eintrag als Wertung hergezogen wird, der nicht allen zugänglich ist. Z.B. bei Seitwert.
29. Juli 2010 um 14:05 Uhr
Tom sagt,
Schon mal versucht, sich als Redakteur/Editor zu bewerben? Ich mehrmals für verschiedene Kategorien, leider ohne Erfolg. Das ist besonders blöd, weil die Kategorie, in die ein Projekt von mir passen würde, leider momentan keinen Redakteur hat. Ich weiß nicht, welche Maßstäbe DMOZ ansetzt, um Leute als Editor zuzulassen. Mir scheint das so, als würde das “nach Nase” gehen.
Übrigens habe ich vor geraumer Zeit interessante Zusammenhänge bei DMOZ beobachten können, die den Verdacht sehr nahe legen, das bei dem “Verein” nicht alles sauber zugeht.
http://www.oblogatorisch.de/du-kommst-hier-net-rein-dmoz-kungelei-20/2009/03/
29. Juli 2010 um 14:17 Uhr
mark sagt,
Moin
Leider habe ich keine aktuelleren Zahlen, aber 2006 gab es roundabout 7.000 mehr oder minder aktive Editoren
http://www.die-antwort-auf-alle-fragen.de/blog/18-04-2006/171-Dmoz-Status-Report.html
Das machte damals schon einen Schnitt von 700++ Einträge pro Editor aus, ohne die Neuvorschläge zu berücksichtigen.
Rechne aber mal vorsichtig, dass jeden Tag für jeden aktiven Editor sicher eine Handvoll dazu kommt …
Darunter sind natürlich gefühlte 80++ % Spam.
Deswegen ist die Beobachtung, dass eine Seite von alleine ins ODP kommt absolut richtig, da sich Editoren die sich um einen Themenbereich kümmern, selbst auf die Suche machen. Womit? Klar mit Google. So kommen dann die Seiten die eh schon oben sind auch noch ins ODP. Was da nun Huhn oder Ei ist, darf jeder selbst beantworten.
Ein weiteres grundsätzliches Problem ist, dass die ODP Daten zwar Open Source sind, bei weitem aber nicht die Software oder die Inhalte. Der ganze Spaß gehört nach wie vor AOL, die ja Netscape gekauft haben.
Bei AOL liegt auch die Hoheit was Öffentlichkeitsarbeit angeht usw. Wie das aussieht im Jahre 2010
Have a look http://blog.dmoz.org/
Da die Software nach wie vor auf dem Stand von 1998 ist, kann man sich denken wie flott das Bearbeiten der Einträge von der Hand geht …
Das ODP ist ein Patient im Wachkoma der von dilettantischen Praktikanten unregelmäßig behandelt wird. Ob sich da eine nach außen hin sichtbare Besserung einstellen wird?
man darf gespannt sein
29. Juli 2010 um 14:31 Uhr
Jürgen Schnick sagt,
Vielen Dank für die “Aufklärung”, wirklich interessant. Ich jedenfalls sehe jetzt einiges im Zusammenhang mit dmoz ein wenig anders (positiver).
Das war mir ein Tweet wert.
Herzliche Grüße Jürgen Schnick
29. Juli 2010 um 14:48 Uhr
Markus Bauer sagt,
Dein Artikel enthält einige gute Hinweise, kratzt an anderer Stelle meines Erachtens allerdings nur an der Oberfläche:
1) Einträge wurden bereits auf ebay angeboten. Ob von DMOZ-Editoren selbst oder von Dienstleistern, die hoffen, den Richtlinien entsprechende Vorschläge für Kunden durchzubringen, ist natürlich schwer auszumachen. Weist man DMOZ darauf hin, erhält man jedenfalls kein Feedback.
2) Nicht wenige Kategorien stagnieren seit Ewigkeiten (obwohl ein Editor angegeben ist). Eigeninitiative (neue passende Seiten selbst suchen/finden)? Offensichtlich Fehlanzeige. Vorgeschlagene Seiten aufnehmen: dito. Der Grund: Nicht selten hat der Editor eine eigene Seite in der kleinen aber feinen Kategorie. Der Hinweis an DMOZ, dass “sich nichts tut”, führt ab und an zur Ablöse des Editors. Bewirbt man sich als Editor, passiert wiederum nichts. Die Kategorie bleibt also weiterhin unangetastet. Eines der größten Probleme scheint mir zu sein, dass eine eigene Seite aufgenommen werden darf. Andererseits wäre es sonst wohl noch schwieriger, “ehrenamtliche” Kandidaten zu finden. Hängt anscheinend alles sehr stark vom Thema bzw. der Kategorie ab.
Die Tendenz scheint mir: je Internet- bzw. SEO-affiner, desto weniger bewegt sich. Und ich gebe Dir recht: Ohne jedes Feedback seitens DMOZ wird’s jedenfalls nicht transparenter.
29. Juli 2010 um 14:53 Uhr
Gawlik sagt,
Schöner Artikel und auch ich habe schon viel Ärgerliches erlebt mit DMOZ. Aber die ein oder andere Seite wurde auch durchaus mal ohne größere Probleme dort eingetragen.
Ich stimme Dir auch zu, dass ein Webverzeichnis tatsächlich keine relevanten Nutzen in heutiger Zeit mit sich bringt. Zumindest schaue ich dort eher selten nach, außer ich überprüfe ein paar Links von mir ;-)
29. Juli 2010 um 15:04 Uhr
Mirco sagt,
Guter Link sollte man mitnehmen. Wenn es nicht klappt sich nach anderen Linkquellen umschauen. Ich glaube Leute direkt von DMOZ anzuschreiben bringt mehr als auf einen Eintragung zu warten über das Formular. Es kommen bestimmt tausender solcher Anfragen rein genauso wie bei der Bewerbung als Editor. Martin hat ja die Zahlen im Blogpost offen gelegt, dass ist schon einen Menge.
29. Juli 2010 um 15:09 Uhr
webwork sagt,
Eigentlich ganz ähnliche Erfahrungen bei mir. Ich würds nur nochmal unterteilen.
Alle Websites mit Nischenthemen oder Themen, die Streitpotential haben – DMOZ einfach abhaken. Die Chance, dass irgendein Editor seine eigene Meinung über die Meinungsfreiheit stellt ist recht groß.
Bei Themen, die eine etwas gößere Bandbreite abdecken kann es durchaus Sinn machen.
Allgemein glaube ich, dass DMOZ und ähnliche Verzeichnisse tot sind. Der Hype, der um DMOZ gemacht wird, hängt doch hauptsächlich damit zusammen, dass Google den Eintrag (wahrscheinlich) positiv wertet.
Außerdem schreibe ich meine description lieber selbst ;-)
29. Juli 2010 um 19:55 Uhr
MaikL sagt,
Wikipedia ist aber auch nicht viel besser. Die Links sind zwar “nofollow” ich denke aber, dass man da trotzdem ein wenig Linkpopularität abgreifen kann. Wenn man dort versucht z.B. eine mittelständige Firma die es im Osten Deutschlands bereits zu einem großen Namen geschafft hat, einzubringen, kommt nur lapidar “keine Eigenwerbung” zurück. Obwohl der Text den wir eingereicht haben wirklich sehr zurückhaltend war und nur einen historischen Abriss darstellt. Andererseits ist eine ältere Schwesterfirma, die weniger Umsatz und Bekanntheit hat, aus dem “Westen” (bitte keine West/Ost Konflikte, so ist es nicht gemeint) schon sehr lange bei Wikipedia. Das versteh ich einfach nicht.
29. Juli 2010 um 22:45 Uhr
Michael van Laar sagt,
Auch wenn ich bei der Aufnahme von Websites bisher wenig Probleme hatte – soweit die entsprechende Kategorie einen aktuven Editor hatte – so muss ich den Klagen bei der Editor-Bewerbung zustimmen. Ich habe mich auch für eine Kategorie beworben, die keinen Editor hatte. Und da ich nachweislich Ahnung von der Materie habe, sollte ich auch ausreichend „qualifiziert“ gewesen sein. Trotzdem habe ich nie auch nur eine einzige Zeile als Antwort zurückerhalten. Die Höflichkeit gebietet wenigstens den Versand einer Standard-Absage-Mail. Aber anscheinend landen die Editor-Bewerbungen entweder in irgendeinem ungelesenen Posteingang oder direkt im Papierkorb.
30. Juli 2010 um 09:48 Uhr
Bärbel Loy sagt,
Ich glaube auch, dass das DMOZ Verzeichnis für einen Internetsurfer keinen Nutzen mehr darstellt. Er bedient sich bei der Suche nach Informationen anderer Kanäle. Zumal viele Surfer das DMOZ Verzeichnis überhaupt nicht kennen. Interessant und wichtig ist es hingegen für einen guten Linkaufbau.
30. Juli 2010 um 12:01 Uhr
Michael sagt,
Die Kriterien für die Aufnahme von Seiten und die als Editor lasse ich mal unkommentiert, das Problem ist auch aus meiner Sicht die fehlende Transparenz. Schon allein der im Artikel angesprochene “Ablehnen” Button wäre eine große Verbesserung!
30. Juli 2010 um 13:34 Uhr
Xovi sagt,
Zum ersten Kommentar: trifft bei Dir nicht direkt zu, aber vielleicht nur nochmals als Hinweise. In der Regel kommst Du in einem Bereich nicht mit zwei Webprojekten rein, wenn die Webseiten ein identisches Impressum haben.
Wer im Bereich SEO Probleme mit DMOZ hat und nicht rein kommt, kann sich ja mal bei mir melden :)
30. Juli 2010 um 13:40 Uhr
tagSeoBlog sagt,
@xovi: soviel zum Thema Nachtigal ;-) Riskantes Angebot…
30. Juli 2010 um 15:51 Uhr
Domi sagt,
Sehr interessanter Artikel, danke für die Infos. Das DMOZ war mir bisher immer etwas suspekt, du bringst Licht ins Dunkel. Danke!
30. Juli 2010 um 18:33 Uhr
Sebastian Leitner | Lynx-Consulting GmbH sagt,
Hallo zusammen,
meine Vermutung ist, dass das DMOZ mittelfristig eine Abwertung in Sachen SEO-Relevanz erleben wird.
Schauen wir uns das Projekt doch mal aus Sicht von Google (stellvertretend für alle Suchmaschinen) an: die SuMa ist gefordert gute, interessante und aktuelle Treffer in den SERPs anzuzeigen. Gerade das Thema Aktualität, dass ja weiter zunehmend an Bedeutung gewinnt, bleibt bei einem solchen Linkverzeichnis wie dem DMOZ einfach auf der Strecke. Und das wird sich auch nicht ändern lassen – works as designed, sozusagen. Dass sich viel zu häufig einfach nichts tut, haben wahrscheinlich die meisten, die hier lesen, schon erlebt.
Die Frage aus dem Artikel “Wem nützt eigentlich im Jahre 2010 ein gepflegtes Webverzeichnis? Sind die thematischen Linklisten im Zeitalter von Google, facebook und Twitter überhaupt noch User-relevant?” lässt sich also eigentlich nur (noch?) auf eine Weise beantworten: es nützt in der Tatnur SEOs. Und das ist aus heutiger Sicht (insbesondere der der SuMa) “broken by design”, sozusagen. Ein Relikt aus den 90ern.
Wäre ich also Google, würde ich die Links aus dem DMOZ nicht mehr so stark gewichten, wie früher einmal. Meine These ist, dass der Trend sich auch in Zukunft weiter in Richtung user-generated-content schiebt, besonders was Links angeht (auch wenn diese derzeit größtenteils noFollow sind). Twitter ist hier ein gutes Beispiel – täglich erreichen mich dort viel mehr interessant und absolut relevante Links, als ich lesen kann. Wäre es nicht super, wenn die SERPs derart treffsicher wären? Und mal im Ernst – die Jungs von Google mit ihren dicken Rechenzentren können bestimmt schneller lesen, als ich hier mit meinem Tässchen Kaffee ;-)
Viele Grüße,
Sebastian Leitner
30. Juli 2010 um 18:48 Uhr
Marcus sagt,
Sehr interessanter Artikel. Ich habe meine Seite auch innerhalb von wenigen Tagen, ohne Pagerank Balken aufgenommen bekommen. Deshalb sollte man nach ein paar Wochen Wartezeit nicht mehr davon ausgehen dass es noch etwas wird.
Auf der anderen Seite ist es durchaus legitim nach einem halben Jahr nochmals einen Antrag zu stellen.
Auch die Redakteure bei DMOZ wechseln…
30. Juli 2010 um 18:51 Uhr
schmuck kunst sagt,
Hallo,
Sehr guter Artikel – danke.
Ich bin Informatiker und beim Thema Web seit rund 12 Jahren dabei (in verschiedensten Formen). Ich betreibe derzeit nebenbei einen Online Shop und bin auch mit SEO Fragen dadurch beschäftigt.
Was mir so unendlich am Nerv geht ist der Umstand, dass meiner Meinung nach, einige glauben das Web kontrollieren zu können und diese Position auch weidlich ausnützen. Ein manuell geführter Verzeichnisdienst war vor 10 Jahren eine normale Sache und handhabbar. SEO? was ist den das…alles noch in den Kinderschuhen, aber auch irgendwie entspannter.
Google? unbekannt…
Heute: DMOZ bedeutet für die User selbst keinerlei Mehrwert mehr. Eigentlich müßte dieses Verzeichnis aufgelöst werden (reicht ja wenn die Einträge für Suchmaschinen keine Bedeutung mehr hätten). Dieses sich anbiedern müssen , dieses kein Feedback bekommen, keinerlei Wertschätzung, Mutmaßungen über den Seelenzustand eines fiktiven Editors anstellen zu müssen…-> was soll denn das ! Ein Mitbewerber ist im DMOZ ein anderer nicht, ich selbst? gute Frage,…Willkür, Verzerrung – irgendwie unanständig.
Dasselbe bei Google – zuerst das Internet “übernehmen” und dann die Spielregeln diktieren. Verständlich, aber unsauber. Wer nicht nach den merkwürdigen Google Regeln funktionieren möchte wird Probleme bekommen -> na Danke, noch dazu wo diese Regeln ja nirgends einsehbar sind, nirgends beschrieben sind und sich laufend ändern. Da wird ein Mythos erzeugt der unerträglich ist. Rund um den Mythos gibts dann unzählige SEO Firmen. Manche seriös, die meisten aber nicht. Was ist das für eine elende Entwicklung.
Das Beste was passieren könnte wäre eine Suchmaschine die ein echter Konkurrent zu Google wäre und nach anderen – eigenen – Spielregeln funktionieren würde. Monopolismus hat sehr unschöne Begleiterscheinungen.
1. August 2010 um 09:53 Uhr
eric sagt,
Ist euch aufgefallen, dass sich hier keiner vom DMOZ zu Wort meldet? Das liegt daran, dass die Editoren dort echt viel zu tun haben und auf SEOs allergisch reagieren
Ich habe as mal ein paar Jahre lang dort gemacht und hin geschmissen, weil mir die aggressive Art der SEOs auf den S… gegangen ist. Vielleicht sollten mal ein paar ungeduldige Geister ein wenig mehr auf ihre Umgangsformen achten.
Und ist das DMOZ wichtig? Wohl schon. Selbst wenn Google die eigene Einbindung und andere vollständige Einbindungen nicht mehr so hoch wertet. Es gibt reichlich Seiten, die sich einfach mal ein paar Links aus dem DMOZ für ihre Seite holen. Schon allein das macht das Verzeichnis sinnvoll für uns.
1. August 2010 um 18:17 Uhr
Alexander Trust sagt,
@mark: Es gibt auch andere Beispiele. Denke nicht, dass nur Seiten dort aufgenommen werden, die oben bei Google landen. Ich kenne kein journalistisches Angebot, das dort aufgenommen wurde aus meinem Themengebiet. Ich kenne aber mindestens eine Website zu meinem Themengebiet, die dort gelistet ist, die erst vor einem Monat unter neuer Flagge hißt und aber davor über 1 Jahr lang nicht gepflegt wurde und zwischenzeitlich ging der ganze Content, den man dort fand, wegen Providerwechsel und Besitzerwechsel flöten. D. h. es steht nun dort eine Seite im Katalog, die effektiv 20 oder 30 Beiträge hat, vorher 1 Jahr nicht gepflegt wurde und es dort draußen themengleiche Seiten gibt, die 1500 und mehr Beiträge fassen und täglich aktualisiert werden.
Das hat für mich halt nichts mit einem Webkatalog zu tun. Derer gibt es ja übrigens viele, nicht nur DMOZ. Aber besonders bei kleineren wird geguckt, wenn auch dort von Hand, dass man das Verzeichnis aktuell hält. Sprich, dass dort keine Karteileichen rumliegen.
Nehmt euch einen Nachmittag am Wochenende Zeit, pflügt durch einige Kategorien und ihr werdet eine Reihe solche Karteileichen finden. Als Betreiber von Webseiten, die man selbst pflegt und aktuell hält, ist sowas dann ein Schlag ins Gesicht. Aber ich stelle keine Ansprüche und bin auf niemanden sauer, ich kann’s halt nur sagen, und vielleicht regelmäßig probieren, wenn ich denn unbedingt dort rein will. Das ist aber für mich eher zweitrangig.
1. August 2010 um 20:08 Uhr
tagSeoBlog sagt,
Danke für das interessante Feedback :-)
@schmuck-kunst (wer so heißt, wird grundsätzlich nofollow verlinkt, sorry): Die Formulierung “[...] SEO Firmen. Manche seriös, die meisten aber nicht.” ist glaube, ich nicht richtig. Nach meiner Einschätzung sind die meisten SEO-Firmen schon seriös. Das Problem sind die “Einzelunternehmer SEOs”, die im Grunde nur eigene Projekte pflegen. Deren “Geschäftsmodell” liegt nicht selten in MFA-Seiten, die dann die ganze Branche in Verruf bringen. Naja, anderes Thema…
@eric: Der artikel und die Diskussion wird dort schon wahrgenommen. Aber ich kann gut verstehen, wenn man dort eine gewisse Abneigung gegen SEOs hat. Der Ton macht die Musik, und nach dem was ich so lese, ist die “Grundhaltung” doch all zu oft: Ich bin der Seo, und die haben zu tun, was ich will. Genau darauf wollte ich mit diesem Artikel hinweisen: es ist unangebracht, dem dmoz gegenüber Forderungen zu stellen.
Abgesehen davon würde ich mich, wenn ich denn dmoz-Editor wäre, auch nicht “outen” wollen. Stell Dir mal vor, was dann passiert: dann bekommst Du dass alles direkt ab: Bittgesuche, Leidensgeschichten, unseriöse Angebote, Beschimpfungen etc. Nee, wenn, dann würde ich meine Arbeit still und leise im Hintergrund machen…
@Alexander: ja, die “Verzeichnis-Leichen” sind ein Problem. Ich habe irgendwo gelesen, dass man auf Seiten des dmoz bereits Crawler programmiert hat, um die zu finden. Aber ganz mies wird es natürlich, wenn man den Inhalt einer ursprünglich guten und passenden Site vollkommen ändert.
Abgesehen davon ist es natürlich immer auch “Geschmacksache”. Ich würde viele Kategorien auch anders bestücken, aber da sollte man, denke ich, auch mal die eigene Meinung etwas relativieren: auch Seiten, die man inhaltlich oder gestalterisch nicht gut findet, sind ein wichtiger Bestandteil des Internets. Abwechslung, Extreme und Spannungen sind die Basis für Entwicklung. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema…
2. August 2010 um 10:54 Uhr
Thomas sagt,
@Schmuck Kunst, wenns nur das Diktieren der Internet-Regeln wäre. Wenn man nach “recorded future” bingt oder googelt, sieht man schon die nächste Stufe.
2. August 2010 um 15:12 Uhr
Daniel sagt,
Obwohl ich eine Seite mit Inhalten habe, wo auch täglich tausende User davon profitieren, habe ich es bisher noch nicht geschafft ins Verzeichnis zu kommen.
Irgendwie gibt es die Kategorie “Schnäppchen” nicht (und sie hat auch sicher einen schlechten Ruf).
2. August 2010 um 23:47 Uhr
Dominik sagt,
Nicht nur das wahrscheinlich über 50 % der Editoren SEOs sind, sondern auch die bereits angesprochenen fehlenden Benachrichtigungen sind ein massiver Fehler im Kommunikationsprozess. Wenn eine Seite abgelehnt wird, könnte doch ganz einfach eine E-Mail Benachrichtigung erfolgen?
3. August 2010 um 08:47 Uhr
Bfri | SEM Stammtisch Frankfurt sagt,
Wir können bestätigen, dass die Aufnahme in das dmoz-Verzeichnis entweder innerhalb weniger Tage bzw. 1-2 Wochen oder gar nicht erfolgt. Bei uns war es so, dass wir mittels einer Web Analytics-Lösung wie Google Analytics gesehen haben, dass sich der Editor die Website angeschaut hat. Wenn es danach nicht geklappt hat, dann wird die Website sicher zu 99% nicht aufgenommen.
Schaut euch die Referrer-Auswertung nach dem Anmeldeversuch an. Mehr dazu im Blog-Post hier:
http://www.sem-stammtisch-frankfurt.de/201001/dmoz-eintrag-wenn-der-dmoz-admin-kommt/
6. August 2010 um 14:15 Uhr
Ingo sagt,
Mehrere Monate Wartezeit sind keine Seltenheit. Da man kein Feedback bekommt, neigt man dann doch dazu, es immer mal wieder zu versuchen. Das mindert das Arbeitsaufkommen für die Editoren ja auch nicht gerade. Man sollte sich wirklich ein Feedbacksystem einfallen lassen und wenn es auch noch so simpel gestrickt ist.
10. August 2010 um 01:32 Uhr
Ed sagt,
Am Anfang habe ich als Editor Feedback verschickt. Praktisch jede Antwort endete in Diskussion oder Beschimpfungen – sorry, dafür ist mir meine freiwillige Zeit zu schade. Daher ziehe ich es auch hier vor, anonym zu bleiben.
Zur Aufnahmezeit kann ich nur sagen, das die meisten selbst schuld sind. Sehr viele Vorschläge pfeifen auf die Richtlinien zur Beschreibung und Namensgebung; sehr viele Anmeldungen landen nicht in der passenden Detailkategorie sondern weiter oben, wohl auch, da dort der PR höher ist. Meine Erfahrung auch mit eigenen Seiten ausserhalb meiner Editorberechtigung ist: Richtlinie lesen + verstehen + berücksichtigen und beste passenste Kategorie suchen. Dort anmelden. Sehr oft von Erfolg gekrönt, allerdings muss die Website, die man anmeldet auch über MFA hinausgehen und dem User einen Nutzen bringen.
Bei Vorschlägen kann es zeitlich ganz unterschiedlich laufen:
1. Es gibt in der Kategorie einen aktiven Editor und die Beschreibung entspricht den Regeln und den Tatsachen, geht das schnell.
2. Es gibt keinen aktiven Editor in der Kategorie, aber die Beschreibung passt, geht es wahrscheinlich auch noch recht gut.
3. Die Beschreibung strotzt vor Eigenwerbung, entspricht sonst nicht den Richtlinen oder die Seite ist nur ein Prototyp … keine Chance.
4. Die Seite wird in einer Kategorie weit oben in der Hierachie angemeldet? Dann muss sich erst mal ein Editor finden, der die Seite genau untersucht und ggf. in die passende Kategorie verschiebt. Hat der dort keine Rechte, steht sie dann da in der Liste und wartet auf den dortigen Kat-Editor… alles weitere dann bei Punkt 1-3. Wenn man Pech hat, sieht der Kategorieeditor das anders und verschiebt die Seite in eine dritte, noch passendere Kategorie.
Das DMOZ ist recht komplex und nicht jeder Editor kennt alle Zweige – von Schreibrechten ganz zu schweigen. Eine Vielzahl von Editoren haben auch nur ihr kleines Fachgebiet, das sie auslastet. Der Qualitätsanspruch ist sehr hoch, daher wird in einer Kategorie mit einem aktiven Editor kaum eine Linkleiche liegen, denn der Editor sorgt da aktiv für – abgesehen von Tools, die helfen. Die Editoren mit größeren Rechtefeldern sind aus meiner Erfahrung nach im Prinzip überlastet. Sie bemühen sich in erster Linie zu helfen, wo es fehlt und dennoch die Qualität hochzuhalten. Das man aber eine übergeordnete Kategorie mit >10.000 Einträgen nicht manuell alleine auf Vordermann hält, ist wohl klar.
Man kann sich beim ODP als Editor bewerben. Sucht eine kleine Kategorie aus, passende Seiten und dazu passende Beschreibungen und die Aufnahme ist kein Problem. Wer aber nur die eigene Seite promoten will, kollidiert schnell mit den Richtlinien. Wer bei der Bewerbung aber (wie oben) es schon nicht hinbekommt, zumindest im Ansatz den Grundrichtlinien zu entsprechen, wird es auch schwer haben. Anscheinend ist das aber ein Problem, wenn ich mir die Beschreibungen so durchsehe, die tagtäglich angemeldet werden. Nein, die Bewerbungen für neue Editoren sehe ich nicht. Ich mutmaße nur.
Was ich hier schreibe, ist meine Meinung, nicht die des ODP oder AOL.
10. August 2010 um 10:08 Uhr
tagSeoBlog sagt,
@Ed: vielen Dank für dein ausführliches Feedback. Ich denke, es bestätigt vieles, was ich auch geschrieben habe. Wieso es zeitlich so unterschiedlich laufen kann, ist mir jetzt auch klarer geworden: beim Verschieben zwischen Kategorien entsteht einfach Wartezeit.
Ich denke, dass viele, die bisher nur gemeckert haben, nun etwas klarer sehen. Man sollte vor der Anmeldung einfach mal etwas nachdenken.
11. August 2010 um 20:04 Uhr
spezie sagt,
So wichtig ist DMOZ lange nicht mehr. Am Ende ist auch alles subjektiv und von den Vorlieben der Editoren abhängig. Es soll gerüchterweise Editoren für beliebte Kategorien geben, die unerwünschte Konkurrenten draussen halten.
Wikipedia – anderes Gebiet, zeigt aber auch die Schwächen des Systems.
Dort hatte mal jemand einen Beitrag zu der “extremen Wichtigkeit” eines vorhandenen Favicons hingewiesen. Webmaster ohne dieses geheimnisvolle Symbol hatten demnach mindestens mit dem Fegefeuer zu rechnen ;-)
Am Ende des Beitrags stand ein Link zu einer Seite auf der die Erstellung eines solchen Favicons für “nur” 98,00 Euro angeboten wurden.
Alle Versuche, diesen Eintrag zu löschen, schlugen fehl. Der zuständige “Gebieter” über den Eintrag setzte den Link immer wieder online. Ich habe es dann irgendwann aufgegeben. Willkommen in der schönen Welt von Abzocke 2.0
24. August 2010 um 16:09 Uhr
Kündigung Experte sagt,
Ich habe gerade die Seite sicherkuendigen . de eingetragen. Macht es sind die Adsende-Anzeigen für die Seite während des Bewerbungszeitraums zu deaktievieren? Sind ja möglicherweise einige Monate und damit auch Einnahmeverluste. Hast jemand erfolgreich eine Seite durchgebracht wo im mäßigen Rahmen Werbung platziert war?
Besten Dank! Max