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Google Bildersuche framebreaker – traffic-Bringer, aber…

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi„, ein speedpainting von April 2008 – der arme Kerl muss für ein ziemlich wichtiges google-Experiment den Kopf hinhalten. Täglich finden eine Hand voll Besucher auf meine Seite, weil das Bild in der Bildersuche von google in den Top 3 rankt [Stand: 13.12.2008]. Dadurch, dass ich eine ganze Menge Bilder habe, von denen viele im google Bilderindex gut ranken, läppert sich so einiges an traffic zusammen.

Sogut soweit. Wenn man in der google Bildersuche ein Bild anklickt, geschieht folgendes: google öffnet ein frameset. Im oberen Frame steht das google-Logo, ein Suchfeld, „Zurück zur Bildersuche„, „Dieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt„, „Rahmen entfernen“ sowie die URL der Bildseite. Im unteren Frame sieht man dann die Seite mit dem Bild. Und das wiederum ist ziemlich ärgerlich (nicht das Bild, sondern das frameset).

Denn im Grunde handelt es sich bei dem frameset von google ja um „Duplicate content„. Da wird eine meiner Seiten in einem „sub-frame“ von google angezeigt. Die übergeordnete Navigation legt doch den allermeisten Benutzer nahe, wieder zurück in die Bildersuche zu gehen. Wer klickt schon auf „Rahmen entfernen„? Google sieht da allerdings kein Problem, sondern geht ganz frech in die Offensive: Webmastern, die ihre Seiten nicht in einem Frame sehen möchten, empfiehlt google, die Bilder nicht indizieren zu lassen (siehe hier). Krass unverschämt. Ich habe dazu einen Test mit einem FrameBreaker durchgeführt, der eindrucksvoll belegt, was passiert, wenn man den google-Frame „wegkickt“.

Im Web sind zahlreiche Artikel zu lesen, wie man die google-Bildersuche austricksen kann, zum Beispiel hier und hier und hier. Das Prinzip ist ganz einfach. Man baut einfach einen Framebreaker in den Header der Seite ein. Das ist der folgende kleine JavaScript-Code:

<script language=“JavaScript“ type=“text/javascript“>
if ( top.location != self.location ) { top.location = self.location; }
</script>

Wenn die Seite nun aufgerufen wird, überprüft das Script, ob die Seite als „topframe“ angezeigt wird. Falls nicht (z.B. in der google Bildersuche), wird die Seite neu geladen. Und zwar als topframe bzw. ohne Frames. Der google Bilderrahmen verschwindet also, die Seite wird „normal“ angezeigt. Ich habe das Script mal testhalber zwei Tage lang eingebaut. Ein Screenshot aus meinem Analytics zeigt das Resultat:

Zugriffe-2008-Dezember

Zugriffe-2008-Dezember

Am 9. Dezember 2008 habe ich innerhalb von 24 Stunden meinen traffic nahezu verdreifacht. Am 10. Dezember habe ich das Script wieder entfernt, wodurch der traffic sich wieder auf das „Normalmaß“ reduzierte. Wie kam es dazu? Wahrscheinlich werden die Zugriffe nun „doppelt“ gezählt (da sich die Seiten ja sofort alle wieder neu geladen haben). Aber die Zahl hat sich ja nicht einfach verdoppelt, sondern verdreifacht. Viele Besucher sehen sich also auf meiner Seite weiter um.

Das belegen die beiden folgenden Screenshots:

Website Nutzung 09. Dezember 2008

Die echten Zahlen hab ich mal entfernt, um keinen Neid aufkommen zu lassen ;-) Aber im Ernst: Man beachte die 3,68 Seiten pro Zugriff sowie die Absprungrate von 29,5%. Zum Vergleich dazu die Daten von drei Tagen zuvor:

Website Nutzung 06. Dezember 2008

So sieht die Statistik normalerweise aus: Nur ca. 2 Seiten pro Zugriff, und eine lausige Absprungrate von fast 76%. Als Künstler  bin ich da so manches mal ins Zweifeln gekommen…

Fazit: Der Framebreaker steigert meinen traffic massiv. Und aus der geringen Absprungrate kann man folgern, dass viele Benutzer damit scheinbar gar nicht so unglücklich sind. Der google-Frame ist also für mich und für die Besucher ein ziemliches Ärgernis. Und der kleine Framebreaker schafft Abhilfe.

Dennoch habe ich das Script wieder entfernt. Denn ich bin ein Angsthase. Ich bin inzwischen massiv von google abhängig. Da ich daran interessiert bin, dass viele Leute meine Bilder sehen (ehrgeiziger junger Künstler ;-), kann und will ich mir es nicht leisten, aus dem google-Bilderindex verbannt zu werden. Aber genau diese Befürchtung steht im Raum. Sie wurde in zahlreichen Blogs in vielen Antworten formuliert. Leider ist sie aber scheinbar nicht verifiziert.

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi

Und hier kommt wieder Mahatma Gandhi ins Spiel und ich zum Schluss: Nur dieses eine Bild läuft jetzt mit Framebreaker-Javascript. Und ich werde das jetzt mal vier Wochen lang beobachten. Mal sehen, was passiert. Ich habe am Ende des Textes auf der Seite ein „xyz“ eingefügt. Damit will ich erkennen, wann google die „neue“ Seite mit framebreaker-Script indexiert hat (indem ich den google-Cache der Seite teste).

In vier Wochen werde ich das Thema dann nochmals aufgreifen – und dann hoffentlich den Bildersuche-Frame von google ins Nirvana schicken, wo er hingehört.

[Update 09. Januar 2009] Das Ergebnis des Tests gibts hier: Framebreaker javaScript – Fazit des google Tests

Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

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13 Kommentare zu "Google Bildersuche framebreaker – traffic-Bringer, aber…"

  1. Konrad Bauckmeier

    Ich habe gerade einen großer Nachteil des Frambeakers gefunden. Und zwar ist es so, dass durch den automatischen Reload in vielen Browsern die Back-Funktion nicht mehr richtig funktioniert. Geht man mit dem Browser nur eine Seite zurück, dann wird man aufgrund des erneuten Reloads gleich weiter auf die Zielseite zurückgeschossen. Die ursprüngliche Suchseite bleibt somit unerreichbar.

    Einem Webmaster könnte es zwar vermutlich erst einmal egal sein, ob die Benutzer die Seite auch sauber wieder verlassen können, aber aus Usebility Sicht ist es der Horror.

    Eine Suche besteht ja auch üblicherweise darin, dass man verschiedene Seiten anspringt um diese auf Relevanz zu prüfen. Wenn der gemeine User nun nach jedem Seitenaufruf die Suchanfrage neu formulieren muss, dann erzeugt das nur eins und das ist Frust. Es wäre schade, wenn damit das Internet noch weniger gut benutzbar wird.

    Ich wollte eigentlich schon deinem Beispiel folgen und den Framebreaker-code einbauen, werden jetzt aber erst einmal abwarten.

    Gruß Konrad

  2. tagSeoBlog

    Danke, Konrad.
    Ja, da hast Du absolut Recht. Ich habe das auch schon mehrfach als „Nachteil“ empfunden. Auf der anderen Seite ist die Bildersuche im Grunde genommen eine gigantische google-Anwendung. Und google „benutzt“ dafür einfach komplett fremde Inhalte. Wenn jemand sich für ein Bild von mir interessiert, möchte ich schon, dass er/sie das in „meinem“ Kontext macht. Schwierige Abwägung.

  3. Tadeusz Szewczyk

    Hey Martin, wollte das bei mir einsetzen aber es funktioniert nicht. Das Google-Frame bleibt. Hast Du es im Body noch mal per onload aufgerufen?

  4. tagSeoBlog

    Hi Tadeusz,
    das hat sich alles schon etwas überholt…
    Am besten benutzt Du dieses Script:

    if ( top != self ) { top.location.replace(self.location.href); }

    Einfach mit Script-Tag in den Header der Seite einfügen, dann sollte es gehen. Schau mal in den Quelltext meiner Galerie-Seite. So funzt es bei mir.
    Viel Erfolg, Martin

  5. Tadeusz Szewczyk

    Ah, grazie. Jetzt gehts. Da sind wohl meine JavaScript-Kenntnisse eingerostet, hätte ich mir selbst denken können. Danke auf jeden Fall!

    Vom SEO Standpunkt funktioniert es nach wie vor gut?

  6. tagSeoBlog

    Keine Probleme bei mir – und ich habe auch noch nichts Negatives bei Anderen mitbekommen.

  7. Viktor

    Das hast Du aber nicht in den Podcasts als Basics erzählt ;)

  8. Viktor
  9. Kai
  10. Viktor

    hi,
    ich hatte ja mal geschrieben, dass bei der Bildersuche auf google.com der Framebreaker nicht geht. Jetzt habe ich eine Seite gefunden, die auch dort erfolgreich den Frame auf die Seite holt. Finde aber partou den Code dafür nicht…
    Hast Du eine Idee? http://marketingland.com/flickr-uses-nopin-meta-tag-to-keep-some-images-off-pinterest-6811

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  1. […] habe ich genau wegen solcher Gebaren von Suchmaschinen und solchen, die sich so nennen, einen frameBreaker eingebaut. Ich will damit verhindern, dass andere meine Bilder monetarisieren, indem sie meine Bilder in […]

  2. […] der Thematik “aus dem Google Frame ausbrechen” beschäftigt. Martin hatte 2009 bereits darüber geschrieben und sein Fazit kam wenig später mit einem Update. Mittlerweile setzt das eigentlich jedes […]

  3. […] FrameBreaker schädlich? von Stephan Walcher am 9. Februar 2012 Ich glaube es war Martin mit seinem Artikel der mich damals dazu inspirierte, dass ich hier auf Prometeo.de eine FrameBreaker verwende, um […]

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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