Diese Website verwendet Cookies. Mehr erfahren ... OK, kein Problemclose-Button

Werbebanner above-the-fold oder besser im Footer?

Werbung above-the-fold

Werbung above-the-fold

Vor einiger Zeit hat Google bekannt gegeben, dass das sog. „Layout-Update“ auch in Deutschland gilt. In Kürze: Zu viel Werbung im sichtbaren Bereich („above-the-fold„) ist schlecht für das Ranking. Seither häufen sich die Sorgen, wieviel denn zu viel sei. Und gleichzeitig wirft man Google – völlig zurecht – vor, mit zweierlei Maß zu messen: denn einige Suchergebnissseiten so vollgestopft mit Werbung, dass man lange suchen muss, um eine nicht gekauftes Ergebnis zu finden. Immerhin sind die Anzeigen nun bei Google deutlicher gekennzeichnet. In diesem Artikel geht es aber um eine grundsätzlichere Frage: macht es nicht Sinn, Werbung nur am Ende eines Artikels zu zeigen?

Wer klickt wann auf Werbung?

Wenn man mal den Weg eines Besuchers mit Menschenverstand nachvollzieht, dann läuft es doch in der Regel so ab:

  • Jemand sucht etwas bei Google und klickt auf ein Ergebnis.
  • Auf der Seite angekommen, muss er etwas lesen (oder anschauen).
  • Im Idealfall wird seine Anfrage befriedigt und er findet das Gesuchte.
  • Im schlechten Fall findet er es nicht und geht zurück in zur Google-Suche.

Wo kommt hier nun der Werbeklick ins Spiel?

Zu viel Werbung ...

Zu viel Werbung …

Logisch wäre, dass das, was der Besucher gelesen hat, ihn auf einen Gedanken bringt, den er in einem Werbebanner direkt bestätigt sieht. Dann klickt er spontan auf den Banner. Nur: wann kommt der Besucher auf diesen neuen Gedanken? Wann macht ein Banner „above the fold“ denn überhaupt Sinn?

Folgende Möglichkeiten (bei Bannern „above-the-fold“):

  • Der Benutzer hat in den ersten Zeilen das gefunden, wonach er gesucht hat, und entdeckt dann in dem Banner das, was ihn nun interessiert.
  • Der Benutzer kann Content und Banner nicht unterscheiden und klickt „aus Versehen“ auf den Banner.

Wer auf „aus-Versehen“-Klicks aus ist, wird mit vollgepflasterten Landigpages zufrieden sein. Aber: in vielen Fällen ist die Werbung dann vermutlich nicht wirklich von Content zu unterscheiden, was dem Wettbewerbsrecht widerspricht.

Wenn man jedoch als Webmaster das Thema „guter Content“ Ernst nimmt, bedeutet das in vielen Fällen, dass man mehr Text (und Bilder oder Videos) anbietet, als „above-the-fold“ sichtbar sind. Konsequenterweise macht ein Banner oben keinen Sinn, weil man ja davon ausgeht, dass der User nach unten scrollt, um den guten Content auch zu lesen.

Der erste Endruck fürs Linkbuilding

Zu viel Werbung ist erlaubt, wenn ...

Zu viel Werbung ist erlaubt, wenn …

Ein weiteres Argument spricht gegen Banner above-the-fold: der erste Eindruck bleibt. Eine Bannerwüste hinterlässt einen deutlich unseriöseren Eindruck als als eine Seite, die auf den ersten Eindruck werbefrei ist. Da mögen jetzt viele sagen: ist doch Wurscht. Aber aus meiner Sicht widerspricht das dem Linkbuilding. Denn als gute Links gelten solche, die freiwillig gesetzt werden Und in der Regel setzt man einen Link auf eine andere Seite nur, wenn die eine sauberen, seriösen Eindruck macht – so mache ich das zumindest. Und ich denke, dass die, die gute, starke Links vergeben, im Prinzip auch so denken.

Zugespitzt würde ich sagen: wer seinen Content für gut und wichtig und relevant hält, sollte keine Werbung vor dem Ende des Contents setzen. 

Ich habe gute Erfahrungen mit Footer-Bannern gemacht – und würde mir wünschen, dass mir die Google Adsense-Abteilung nicht ständig aufdrängt, ich solle mehr Banner above-the-fold setzen.

Was meint ihr? Zu simpel gedacht?

Warum Werbung above-the-fold?

Warum Werbung above-the-fold?

Weiterlesen?

Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

Werbung von Karl Kratz:

18 Kommentare zu "Werbebanner above-the-fold oder besser im Footer?"

  1. Wolfgang

    Auf vielen Seiten mit (heute) modernem Design sehe ich above-the-fold sehr häufig nur einen Slider mit riesigen Bildern.

    Also nichts mit Text.

    Aber nun zum Thema: Machen Banner above-the-fold Sinn?

    Ich habe Menschen, die meine Seite besuchen, zu Testzwecken über die Schulter geschaut.

    Einerseits physisch, also einfach dahinter gestellt.
    Aber auch mit einem Tool (Mouseflow.com).

    In beiden Fällen ist mir aufgefallen, dass ein großer Teil der Besucher nach dem Lesen des Artikels (und dem Betrachten des eingebetteten Videos) wieder nach oben scrollt und sich neu orientiert.
    ( Was mache ich als nächstes? Nutze ich die Navigation? Verlasse ich die Seite? KLicke ich auf einen Banner?)

    Meine Lösung auf meiner Seite ist hierfür ein sowohl als auch. Ein Banner oben, einer unter dem Artikel-Video.

    z.B. hier:
    http://et-tutorials.de/6897/wirkleistung-blindleistung-und-scheinleistung-mit-zeigerdiagrammen/

    Es gibt m.E. noch etwas zwischen „kein Banner auf der Seite“ und „Bannerwüste“.

  2. Alexander

    Mir erschien Deine Überlegung auch logisch Ist aber nicht so. Probier’S aus: Setz einen Banner oben und einen Banner unten. Mit einem A/B-Szenario baust du für die Hälfte der User den teuersten Adblock (=der erste im Quelltext) oben und den billigeren am Ende der Seite, für die andere Hälfte den teuren Banner untern und den billigen oben. Das Ergebnis wird immer sein, dass der obere Banner der häufiger geklickte ist.

  3. Lois

    1-2 Vertikal Banner am linken Rand, kann ruhig in Den AtF Bereich reinragen. Und es hat ein wesentlich besseres Klickverhaeltnis als das Footer Banner.Weiters ein 336×280 Banner im Text eingebettet.

    Auch die Linkanzeigen wuerde ich nutzen – im Text mit gleichen Farben wie deine normalen Links oder ein wenig abgehoben zu dem normalen Text

  4. Harry

    Letztlich hängt es von dem Topic und der Besuchermenge ab. Nur Werbung im sofort sichtbaren Bereich eignet sich für Branding-Kampagnen. Den „großen“ Marken kommt es nicht auf die Klicks an. Die Message muss gesehen werden. Diese Hatz auf Klicks wird auch für Google langsam ein Problem, daher deren Bemühungen, Display-Werbung zu forcieren. Bei erfolgreichen Seiten, welche bei guten Kampagnen einbezogen werden, ist der CPM-Anteil in der Adsense-Statistik relativ hoch (diese werden wiederum in der Statistik in Klicks vermanscht). Kleine Websites erreichen jedoch nicht die kritische Masse an Pageviews und/oder das Thema passt nicht. Somit hängen sie am Tropf der Klicks und um die ist es – wie die letzten zwei Jahre zeigen – nicht gut bestellt.

  5. Christian

    Ich würde zu aller erst zwischen zwei Typen unterscheiden

    1. Webshop: Ziel dem Nutzer ein Produkt zu verkaufen => Keine Werbung atf bzw. überhaupt keine Werbung. Der Kunde ist König und sowieso bereit Geld auszugeben. Man sollte sich besser drum kümmern Ihn von der Website zu überzeugen

    2. Die restlichen Seiten worauf sich der Nutzer nicht zum Kaufen bewegt wie Informationsseiten.

  6. Lois

    Harry – Die Mikroskop Seite ist eine kleinere Seite fuer Adsense. Relativ gross bist du fuer Google erst ab 5 Mio Visits/Monat – in DE.

  7. Roland

    Zwei Fehlannahmen finde ich in der Logik:
    1.) Banner müssen geklickt werden. Das ist bei Google oft so, aber für den Großteil der Werbung irrelevant. Die meiste Werbung (auch online) wirkt durch das gesehen werden, nicht durch den Klick. Und wird auch so bezahlt (tkp statt cpc).
    2.) User kommen mit aktivem Lesewunsch. Ist im SEO-Bereich vielleicht oft der Fall, denn man holt aktivierte User da mit Keywords und Bedürfnissen ab. „Normale“ Surfer oder Stammleser sind aber viel häufiger am schnellen Screenen oder passiveren Beriseln lassen und bleiben häufig im oberen Drittel der Seite hängen.
    Und wie Alexander schon geschrieben hat: Selbst der Klick findet oben (und innerhalb des Contents eingebettet oben) eher statt als nach dem Content. Also auch nach Klicks und Umsatz gemessen ist „unten“ eigentlich fast immer schlechter als oben.

  8. Andre

    Dann muss Google aber noch eine Menge lernen. Ein Projekt von mir hat beim „Page Layout Algorithm Update #3“ 84 % an Sichtbarkeit eingebüßt – hat aber nicht eine einzige Werbeanzeige auf dem Projekt. Nichts. Gar nichts.

    In jedem Artikel ist ein Artikelbild eingebaut, welches über dem Artikel eingebaut ist. Evt. denkt Google das wäre ein Banner, was aber unlogisch ist, da ich behaupten würde, dass Google erkennt ob es ein Werbebanner ist oder eine zum Thema passende Grafik als Einleitung zum Artikel.

  9. Lois

    @Andre – das kennt Google effektiv lt Johny Mueller nicht – deshalb keine Grafiken am Anfang eines Textes

    • Henry

      Neeeeeeed Quelle, bitte.

  10. Wolfgang

    @Lois
    Ja, umso erstaunlicher ist es, dass „moderenes Webdesign“ scheinbar mit einer riesengroßen Slideshow im Header einhergeht.
    Bei Seiten, die ohnehin keinen Search-Traffic erwarten, ist das ja OK.
    Aber sonst?

  11. Olaf

    Hallo,

    was mir noch nicht ganz klar ist:

    Wie erkennt Google eigentlich das es Werbung ist? Einfach nur weil es eine Grafik mit externer Quelle und/oder Link ist?

    Ich meine man könnte das Problem ja umgehen in dem man den Link einfach maskiert und die Werbegrafik nicht von extern zieht.

    Gruß,

    Olaf

  12. Lois

    ich vermute eher dass er sich an Grafiken orientiert. Wenn du am Seitenanfang eine Grafik hast muss der User unnoetig scrollen. Der User bevorzugt Seiten bei denen er sofort zumindest einen Teil des Textes sieht und lesen kann. Daher reiht Google einfach diejenigen Seiten nach hinten die aus Googles Sicht keine gute Nutzererfahrung bieten.

    Besonders bei Handys kommt das zur Geltung – ist auch logisch.

  13. Olaf

    Ist ne Theorie… aber nen Logo ist ja auch eine Grafik :)

  14. Matthias

    Wenn ich keine Zeit habe und einen Artikel lese wo ich eine Information herausziehen möchte, lese ich nur soweit bis ich die Info habe, wenn ich nicht bis zum Ende kommen sollte, gibt es auch keinen Klick, und ich verlasse die Seite ohne die Werbung warzunehmen, Demnach finde ich einen Banner im Footer zu nutzen aufjedenfall nicht unbedingt sinnvoll für den Werbetriebenden….

    Bin für die Mitte oder Sidebar, dort gehört meiner Meinung nach die Werbung rein, ein Banner im Footer stört mich natürlich auch nicht…

  15. alexander

    Ich kenn das auch, dass die Leute nachdem sie das Seitenende erreicht haben wieder nach oben scrollen. Ich finde es wichtig die Banner im Layout der Seite einzubinden trotzdem sollte man dabei nicht vergessen wofür man die Seite macht. Eine Seite die über alle Maßen vollgedonnert ist mit Werbung hat, finde ich, einen Ranking verlust auch verdient. Kein Mensch will erst zwei drei Mal scrollen müsssen und sich an der Werbing vorbei kämpfen um zum Inhalt zu kommen.

  16. Andre

    Ich denke, dass man nicht pauschalisieren, welcher Werbeplatz auf einem Webprojekt am effektivsten ist. In der Sidebar funktioniert bei mir auf keiner Seite ein Banner besonders gut. Ich muss google in gewisser Sicht auch Recht geben. Webseiten, bei der das erste, was ins Auge fällt die Werbung ist, können nicht gut sein. Mit Werbung im unteren Bereich der Webseite fahre ich gerade ein paar Tests. Aktuell funktioniert bei mir am Besten, oh wunder, Werbung im Content zu integrieren, aber ebe nicht direkt oben im Header.

Einen Kommentar hinterlassen

: (*erforderlich)
Btw: Wenn der Name ein Keyword ist, führt das unverzüglich und ungelesen zur Löschung!

: (*erforderlich)

:
Btw: Wenn die URL "test" oder "vergleich" oder "24" enthält oder auf eine Produkt-Unterseite zielt, führt das unverzüglich und ungelesen zur Löschung!

Bitte löse diese Aufgabe (Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Pingbacks

  1. […] Werbebanner above-the-fold oder im Footer? – Vor einiger Zeit hat Google bekannt gegeben, dass das sog. “Layout-Update” auch in Deutschland gilt. In Kürze: Zu viel Werbung im sichtbaren Bereich (“above-the-fold“) ist schlecht für das Ranking. Weiter… […]

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

Werbepartner

Kategorien

Werbepartner

KFZ-2012

Blogroll