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Die Amazon-Suche – Risiko Amazon Affiliate Marketing

Risiko Amazon-Affiliate

Risiko Amazon-Affiliate

Für viele, die Geld mit ihren Websites verdienen wollen, ist Adsense nur noch ein „Nebenprodukt“. Das Amazon Partnerprogramm rückt zunehmend in den Vordergrund. Gerade im Rahmen der diesjährigen Nischenseiten-Challenge kann man das wieder gut beobachten. Sehr viele Affiliates setzen auf Amazon- weil es einfach, transparent und viel besser steuerbar ist. Aber: ich sehe da ein großes Risiko, weil man im Grunde nur ein Schwäche von Amazon nutzt, die vielleicht schon bald behoben wird.

Amazon-Partnerprogramm kommt in Mode

Ich selber habe Amazon-Partnerprogramm auch erst vor einigen Monaten wirklich „entdeckt“. Zwar laufen schon seit Jahren einzelne Amazon-Banner auf vereinzelten Seiten, aber alles nur im Kleckerbereich. Aber im letzten Herbst habe ich auf meiner Zeichnen-am-PC-Seite das mal wirklich umgesetzt – und nun, 6 untätige Monate später – kommt der Zug ins Rollen.

Flugzeugtraeger-online

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Das Prinzip ist einfach: man recherchiert bei Amazon eine bestimmte Produktgruppe, bestellt sich ein paar Testprodukte, und bietet den Lesern eine übersichtliche Produktvergleichsliste. Wer dort auf ein Produkt oder Preis klickt, landet im Amazon-Shop, mit der eigenen Partner-ID in der URL. Bei einer Bestellung erhält man dann ein paar Prozent des Verkaufspreises als „Werbekostenpauschale“. Die eigene Seite mit den Amazon-Links muss natürlich noch Besucher haben, und dafür bietet sich (noch) die Google-Suche an – denn man befriedigt tatsächlich ein Benutzer-Bedürfnis.

Ich muss zugeben: wenn man erst einmal einen Bereich aufgerollt hat, dann läuft so eine Seite erstaunlich gut. Aber, wie gesagt. ich sehe dabei eine mittelfristige Gefahr…

Katastrophe Amazon Suche

Amazon-Produktsuche - Mehr Links als Text

Amazon-Produktsuche – Mehr Links als Text

Wie jedes Geschäftsmodell kann man auch dieses abstrahieren und sich fragen: Was bietet es wem?

Das Prinzip dahinter lautet: man nimmt dem User Arbeit ab. Der sucht ein Produkt, aber hat die Qual der Wahl. Die will er auch haben, um Preis und Leistung gegeneinander abzuwägen. Nur leider: Amazon ist so komplex, dass sich kaum noch jemand durch Kategorie-Bäume hangeln mag. Viel zu unübersichtlich. Nun kennen und lieben alle die Googlesuche, folglich versucht man es mit der Amazon-Produktsuche. Aber leider – und zum Glück für die Nischenseiten-Affiliates – ist die eine Katastrophe.

Denn die Amazon-Suchmaschine ist plump und listet stupide alles auf, wo der gesuchte Begriff im Titel oder Beschreibungstext vorkommt. Diese sehr rudimentäre Form der Suche führt zu sehr unbefriedigenden Listen, die zu allem Überfluss noch wirklich unübersichtlich dargestellt werden. Das Problem: viele Händler sind einfach zu dusselig, ihre Produktdaten sauber zu pflegen. Um sich Vorteile zu verschaffen, werden im Titel Produktdetails angegeben, Einsatzbereich, Zielgruppen, werbende Adjektive und so weiter. Oft sind es ganz andere Produkte als die, die an sucht.

Kurz: die Amazon Suche ist Mist. Die Händler verseuchen das System – und die Simpel-Suche von Amazon kann daraus keine guten Suchergebnisse erzeugen..

Amazon-Affiliates bieten Vergleichslisten

Genau hier kann ein schlauer Affiliate ansetzen und mit Hilfe von Erfahrung und Arbeit die Spreu vom Weizen trennen und wirklich hilfreiche „Suchergebnislisten“ generieren. Das honorieren die Benutzer, und in der Folge wandern solche Amazon-Affiliate-Seiten auch bei Google auf vordere Suchpositionen. Im Grunde bauen viele „Produktvergleiche“ für das Amazon-Sortiment. Und das ist zur Zeit auch sehr sinnvoll…

Aber: wenn Amazon seine Suche angeht und verbessert – und das der Versandriese über kurz oder lang tun -, dann wird dieses Geschäftsmodell überflüssig. Wer heute zu stark darauf fokussiert, mit Hilfe von Amazon-Listen ein Einkommen zu generieren, der wird irgendwann gehörig auf die Nase fallen.

Geld verdienen im Internet ...

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Daher der Rat: nutzt auch Adsense – und andere Einnahmequellen. Nur wer seine Trafficquellen breit streut und auch die Einnahme-Optionen, wird auf Dauer tatsächlich mit Hilfe von Affiliate-Systemen sein Einkommen sichern können.

So, und nun ihr? Was meint ihr dazu?

Risiko Amazon Affiliate

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Kategorie: Geld verdienen   Autor: Martin Mißfeldt

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16 Kommentare zu "Die Amazon-Suche – Risiko Amazon Affiliate Marketing"

  1. Thomas

    Interessanter Punkt, an den ich noch gar nicht so wirklich gedacht habe.

    Wegen der Suche mache ich mir allerdings eher weniger Sorgen, da es immer Menschen geben wird, die zuerst bei Google suchen. Ich als Amazon-Fanboy und aktiver Affiliate lasse das schon lange sein, da ich weiß, auf welchen Seiten man da überwiegend landet.

    Viel problematischer ist in meinen Augen die Affiliate-Politik von Amazon. Jeder Affiliate kann jederzeit gekündigt werden und Provisionen können von heute auf morgen verändert werden. Amazon kann es sich schließlich leisten.

    Dennoch ist Amazon auch meine beste Einnahmequelle, allerdings rudert man damit in einem Boot, das jederzeit kentern kann.

    Deine Quintessenz bleibt also: Traffic und Einnahmequellen streuen!

  2. Steffen Horstmann

    Hm, weiß nicht.
    Selbst wenn Amazon die Suchmaschine verbessern würde, ändert sich was?
    Suchen die Leute dann mehr direkt bei Amazon und überspringen Google oder Bing?
    Wenn Amazon mit der momentanen Lage ein Problem hätte, wäre es mit Sicherheit längst gelöst – und zwar im Sinne von Amazon und nicht den Händlern.

    Man darf nicht vergessen, dass wir „den-ganzen-Tag-online-Typen“ einen anderen Blick haben.
    Ich versuche manchmal, das Netz so zu nutzen wie meine Schwiegermutter – das ist ein völlig anderes Erlebnis. Alleine was die am Tag so an unnützen AdWords-Klicks verursacht… ;-)

  3. Wolfgang

    Die 24-Stunden Cookie-Zeit kommt noch strafverschärfend dazu.
    Wenn Du auf Deiner Affiliate-Seite einen schönen Vergleichstest machst, der Kunde daraufhin gut informiert zu Amazon geht. aber nicht am gleichen Tag kauft, beginnt das Spiel für Amazon.

    Der Kunde hat Interesse gezeigt, ist bereits durch eine Aff-Seite vorqualifiziert und -informiert und kann dann durch Amazon in den folgenden Tagen durch das gesamte Internet „re-targeted“ werden.

    Und genau das passiert.

    Vielleicht hat Amazon gar keine Interesse das zu ändern. ;-)

  4. Tobsen

    2 Tage, 2 Artikel. Das ist fast so schön wie Weihnachten :)

  5. Tobsen

    Als Marktforscher kann ich in diesem Zusammenhang den folgenden Artikel empfehlen: http://www.marktforschung.de/nachrichten/marktforschung/amazon-landet-bei-produktsuche-weit-vor-google/

    Kleiner Auszug:
    „Für deutsche Online-Shopper ist der Online-Gigant Amazon erste Anlaufstelle im Netz. Bei mehr als einem Drittel der Online-Käufe haben sich Konsumenten zuerst bei Amazon informiert – unabhängig davon, in welchem Online-Shop tatsächlich gekauft wurde. Damit lässt der Online-Generalist sogar die Suchmaschine Google (14,3 %) weit hinter sich. Auch Preisvergleichsseiten (6,7 %) können Amazon in Sachen erste Informationssuche nicht das Wasser reichen.“

    Als Affiliate wäre natürlich interessant zu erfahren, wie hoch der Anteil derer ist, die sich nach der ersten Suche bei Amazon dann doch noch einmal bei google informieren. Ich tippe nämlich darauf, dass Konsumenten häufig bei Amazon „Akkuschrauber“ suchen und dann durch die Fülle des Angebotes überfordert werden. Auch nach einer Auflistung der am besten Bewertesten Akkuschrauber gibt es keinen klaren Favoriten. Was nun? Ganz einfach: Google -> „Akkuschrauber Test“ .

    Ich denke, dass dieses System auch noch lange anhalten wird, da Amazon schon lange Zeit mit Behavioral Economics vertraut ist (Suche in Google: behavioral economics amazon prime gfk). Es wäre etwa eine Lösung nur eine geringe Auswahl an Produkten anzuzeigen, um das Finden des persönlichen Favoriten zu vereinfachen, aber würde das doch dem eigentlichen Leitbild von Amazon widersprechen.

  6. Mario

    Was du noch vergessen hast und was m.E. ein ganz wichtiger Punkt ist, dass Amazon auch sofort wenn ein Produkt sich gut verkaufen lässt Adwords auf die Marke und auf die Produkte schaltet und dort meist auch alles gnadenlos überbietet. Die Klickpreise gehen bis ins überirdische hoch. Somit greifen die auch über Google noch richtig viel ab was dann auch gar nicht erst bei den Affiliates ankommt. Wir haben das sehr schön beobachten können als wir angefangen haben Rostio über Amazon zu verkaufen, da war Amazon sofort am Start als die merkten das sich das sehr gut verkauft. Für den Hersteller ist das ja kein Problem und meist ja auch gerne gesehen, unsere Affiliates haben allerdings Probleme. Interessant ist auch, dass die Leute auch dann über Amazon kaufen wenn der Preis dort deutlich höher ist.

  7. Christian

    Also ich glaub die Suche ist weniger problematisch, wenn aber Amazon mal anfängt selbst einen auf SEO zu machen und eine Landingpage nach der anderen hervorbringt, dann könnte das schon den ein oder anderen Affiliate treffen. Die Ratgeberseiten, wie z.B. zur Poolpflege (http://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=2752260031), zeigen ja schon ein bisschen die Richtung an. Für Amazon sollte es eigentlich ein leichtes sein, mit geringen Mitteln für viele recht attraktive Begriffe zu ranken. Da spart man sich dann auch die Provision an die Affiliates. Ich versteh ehrlich gesagt auch nicht, warum Amazon in dem Bereich sich nicht mehr engagiert. Die Konkurrenz macht es ja auch.

    Dein Rat Adsense und andere Einnahmequellen in Betracht zu ziehen, halte ich für den falschen Ansatzpunkt. Natürlich ist eine Diversifikation auf verschiedene Einnahmequellen unerlässlich, das ist hier aber denke ich nicht der Knackpunkt. Der Knackpunkt sollte doch sein, dass egal was Amazon macht, die eigene Seite immer noch der ersten Anlaufpunkt für den potenziellen Käufer sein muss. Nicht mehr und nicht weniger, auch wenn das leichter gesagt als getan ist ;)

    Besten Gruß

    Christian

  8. Thomas Wendt

    Amazon und Adsense kann man schwer vergleichen – wenn man auf irgendeiner Themenseite versucht, Zufallskäufer zu Amazon zu bringen, funktioniert das aus meiner Erfahrung so gut wie gar nicht, während Adsense eigentlich immer läuft. Anders mag es sicher mit den erwähnten Vergleichsseiten aussehen.

    An der Diversifizierung tue ich mich zugegebenermaßen schwer, denn ich habe viele Programme getestet und keines kam auch nur annähernd an Adsense heran. Die Einnahmen bei anderen Pay-per-Click-Anbietern waren meist im 10%-Bereich im Vergleich zu Adsense.

    Dem Fazit, dass eine bessere Amazon-Suchmaschine dem o.g. Modell gefährlich werden würde, schließe ich mich nicht an. Wenn ich bei Amazon irgendeinen Artikel suche, werde ich die Vergleichsseite gar nicht kennen, suchen oder finden. Die Kundschaft solcher Seiten kommt sowieso von Google, weil sie Details zu einem Produkt oder einer Produktgruppe gesucht hat.

  9. Jens Tonnier

    1.) Amazon fehlt der SEO für die eigene Shopsuche. Ungewöhnlich und doch so naheliegend.
    2.) Vergesst eBay nicht. eBay ist zwar hässlich wie eine Warzenkröte auf Crystal Meth, aber groß. Dafür mit genauso schlechten Suchergebnissen.
    3.) Amazon befindet sich in dieser Hinsicht strategisch in einer Position, wie sie Google noch vor ein paar Jahren einnahm: möglichst keine bis wenig redaktionelle Arbeit. Dies überlässt Amazon atm den Affiliates, durchaus mit Kosten-Nutzen-Abwägung. Ich gehe aber davon aus, dass sich solche Inhalte schon sehr zeitnah automatisiert abbilden lassen, allerdings verbunden mit zusätzlichen Kosten. Meine Prognose: für Nischen auch noch mittelfristig interessant, im Shorttail -> Ceaser, die Todgeweihten grüßen dich!

  10. Sascha Wichert

    Insbesondere die Diskussion zu dem Beitrag zur amazon Suche und Affiliate Marketing hat es in sich :-) Klasse, denn Martin hat mit seinem Beitrag bewiesen, dass er für interessante und brandaktuelle Themen echt ein gutes Händchen hat.

    In die Verbesserung der eigenen, internen Suche zu investieren ist für viele Websitebetreiber ganz sicher lohnend. Nicht umsonst profitieren Dienstleister mit kostenpflichtigen Out-Of-the-Box Lösungen davon.

    Selbstverständlich nutzen auch Amazon und ebay solle Lösungen. Ein solcher Ansatz hilft aber nur begrenzt, wenn Produktdaten einfach zu schlecht strukturiert sind. Die Datenqualität externer Datensklaven lässt sich aber nun einmal schlecht steuern. Exakt darauf basieren aber auch die Geschäftsmodelle der beiden Großen Giganten ebay & Amazon. Bislang tut es deren Umsatz keinen Abbruch, im Gegenteil. Totzdem verärgern beide sich konsequent Besucher und verlieren Kunden. Möglicherweise eine Achillesverse der beiden…

  11. Matthias Haltenhof

    Ich sehe es nicht ganz so eng, weil dort letztlich nicht die Suche selbst, sondern die Händler das Problem sind. Dass die sich ändern, und wie sie ihre Artikel anlegen, sehe ich mittelfristig nicht.
    Als Shop-SEO finde ich es eher kritisch, dass viele Endkunden aus Bequemlichkeitsgründen(die ich absolut nachvollziehen kann) immer weniger etwas über Google suchen, sondern direkt zu Amazon gehen. Sprich: weniger transaktionale Suchen in Google, mehr direkt bei Amazon.

  12. Tobi2

    Ich glaube, es wird immer der Bedarf bestehen, sich „unabhängig“ zu informieren. Bevor ich ein Produkt kaufe, schaue ich nach Testberichten, die abseits des Shops-Portals veröffentlicht wurden. Hat man dann eine erste Vorwauswahl getroffen, gehts in den Shop und dort ließt man noch einige User-Wertungen quer. Schon allein da ist oft viel Mist drin, die die Kaufentscheidung nicht einfacher machen (Kommentar zur falsche Produktvariante oder DAUs). Von daher werden hochwertige Testseiten noch länger Bestand haben.

    Was aber kritisch ist, ist die Tatsache, dass die großen Portale wie Amazon oder eBay die Affiliates von heute auf morgen aus dem Programm werfen können oder Anpassungen am Preismodell vornehmen. Ich hatte hierzu auch schon so meine Erfahrungen mit eBay: http://tobi2.de/2013/05/06/gewinnmaximierung-ebay-reduziert-affiliate-provisionen-drastisch/

    Beide Portale haben mittlerweile eine Größe erreicht, in der sie sich es problemlos erlauben können, die Affiliates mit Füßen zu treten, da sie den Traffic sowieso bekommen. Beispiel Testseite: Ein User informiert sich auf einer Testseite und kauft übder den Amazon-Link – alles prima. Amazon kündigt num dem Affiliate. Ist das Produkt in anderen Shops mit Partnerprogramm verfügbar, kann der Affiliate zwar den Link abändern, der User wird aber trotzdem bei Amazon vorbeischauen und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dort kaufen, weil er einen Account hat und es in den meisten Fällen billiger ist. Die Gefahr ist also durchaus da, dass man bei Amazon von heute auf morgen ohne Einnahmen dasteht.

  13. Patrick

    Interessanter Einwand, den ich gut nachvollziehen kann. Trotzdem gehöre auch ich zu der Gruppe der Leute, die da der Meinung sind, dass egal was Amazon macht, es immer noch genügend Menschen geben wird, die über die Google-Suche kommen und auch so die Produkte kaufen. Und bei Amazon ist es am Ende doch eh egal, was der Kunde kauft. Ein Cookie beim Interessenten gesetzt und all seine Bestellungen werden gezählt. Was da viel schlimmer wäre, ist ein 24-Stunden Cookie, wie von Wolfgang schon erwähnt.

  14. Andreas

    Sehr interessanter Beitrag, auch ich bin der Meinung dass, auch wen die Suche von Amazon (welche in der Tat auch aus meiner Sicht grauenvoll ist) noch sehr viele Leute den Weg über Google gehen werden.

  15. Klaus Wenderoth

    Ist es tatsächlich so, dass Amazon auf „Themenseiten“ nur schlecht als recht funktioniert? Ich überlege seit einiger Zeit, welches Affiliate-Programm wohl für meine Seite optimal ist. Ich lese allerdings immer mehr über generelle Risiken, die mit Affiliate verbunden sein sollen.

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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