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Vermietete Subdomains/Verzeichnisse, fremder Content und Google-Rankings

Content-Kooperationen auf Subdomains/in Verzeichnissen

In den letzten Tagen ist ein sehr spannendes Phämomen in den Blickpunkt gerückt: es geht um Webspace, den große Plattformen, vorwiegend News-Portale, bereitstellen. Dabei handelt es sich entweder um Subdomains (z.B. vergleich.bild.de) oder um Verzeichnisse (z.B. sueddeutsche.de/vergleich). Dort bieten „Subunternehmer“ bzw. „Mieter“ eigene Inhalte an. Bislang werden vorwiegend Anbieter von Gutscheinen oder Vergleichen thematisiert, aber im Prinzip gibt es noch viel mehr (Games, Immobilien, Tarife etc). Nun sind einige dieser Anbieter bzw. der entsprechende Webspace bei dem Newsportal offenbar „abgestraft“ worden – und der Wirbel ist groß.

Für die meisten, die sich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, ist das nichts Neues. Wer selber versucht, in umkämpften Bereichen gute Google-Rankings zu erzielen, hat sich sicherlich schon häufig über die großen News-Portale geärgert, die offenbar so viel Trust und Autorität haben, dass ihre Angebote häufig von Google bevorzugt werden.

"Google-Subdomain-Folder-Update" ??? Hätte gravierende Auswirkungen ...
„Google-Subdomain-Folder-Update“ ??? Hätte gravierende Auswirkungen …

Content-Kooperationen

Für die Newsportale und die „Kooperationspartner“ ist das Ganze natürlich ein Win-Win-Modell. Die Newsportale „vermieten“ quasi ihre Ranking-Power an andere Anbieter. Diese profitieren dann in ihren Nischen, indem sie gute Google-Rankings bekommen. Die Gewinne, die dadurch erzielt werden, teilen sich die Anbieter und die Newsportale. Die Portale haben darüber hinaus noch den Vorteil, dass sie ihr Angebotsportefolio verbreitern und möglicherweise mehr Besucher in das eigene System holen, wo man sie besser auswerten und halten kann. Außerdem steigt natürlich die Gesamt-Sichtbarkeit und damit auch die Verhandlungsbasis für Werbeanzeigen.

Kein Spam! aber …

Um es klar zu sagen: es geht hier nicht um Spam. Die Inhalte, die auf den vermieteten Subdomains angeboten werden, sind gut und bei vielen Usern beliebt. Google sagt daher auch klipp und klar, dass dieses Vorgehen nicht gegen die Google-Webmaster-Guidelinees verstößt. Aber … !

Dennoch empfiehlt Google den Newsportalen, bei diesem Vorgehen vorsichtig zu sein bzw. es besser gleich zu unterlassen.

Das Problem: Bessere Rankings für Geld!

Der Witz ist: im Grunde kann man sich mit der Methode bessere Google-Rankings erkaufen. Denn man profitiert natürlich von den Domain-Signalen (Trust, Autorität, Backlink-Profil) des News-Portals. Ein kleines Gutschein-Portal hat in den Google-Rankings bei umkämpften Keywords natürlich einige Schwierigkeiten, um vorne zu ranken. Aus dem Grund sind einige in der Vergangenheit beim Linkaufbau möglicherweise auch etwas zu hoch am Wind gesegelt.

Aber mit einem Stern, Fokus, Brigitte oder Süddeutsche im Domainnamen ist das alles kein Problem mehr.

Google in der Zwickmühle

Google befindet sich hier natürlich in einer Zwickmühle. Einerseits will man vermeiden, dass man sich – außerhalb des Adwords-Universums – gute Rankings erkaufen kann. Anderseits kann man gegen die nun offengelegte Praxis kaum etwas ausrichten. Denn wie könnte man den Verlagen vorschreiben, mit welchen Kooperationspartnern sie ihre Inhalte erstellen oder anbieten? Letztlich stehen sowieso hunderte von Menschen hinter solchen großen Portalen – und ob die nun fest angestellt sind, freie Mitarbeiter oder in anderen Firmen die Inhalte erstellen, spielt ja keine Rolle.

Einbruch um 50% - wohl kaum Zufall
Einbruch um 50% – wohl kaum Zufall … (Bildquelle: Sistrix.de)

Nun hat Google offenbar ein paar dieser Domains manuell abgestraft (z.B. stern.de, siehe Grafik zuvor). Auf welcher Grundlage – und warum gerade die – ist unklar. Konsequenterweise müsste man nun alle diese Subdomains und Verzeichnisse abstrafen. Aber genau da geht das Problem ja los: wie will man das überhaupt erkennen und nachweisen? Und warum sollten die Verlage das nicht dürfen? Zumal es ja gar nicht den Webmaster-Guidelines widerspricht.

Was, wenn Google es laufen lässt?

Andererseits: wenn Google das nicht konsequent abstraft, warum sollte das nicht breite Schule machen? Warum sollte ich nicht auf Kooperationssuche gehen, und auf einer starken Domain einen Webspace anmieten, auf dem ich eigene Inhalte anbiete. Oder anders herum: warum soll ich nicht auf meinen Domains bestimmte Bereiche anbieten, die dann von anderen bespielt werden?

Letztlich liefe das alles darauf hinaus, dass man starke Domains bezahlt, um gute Rankings zu erzielen. Früher hat man dafür bezahlt, einen oder zwei Links von einer starken Domain zu bekommen. Heute mietet man einfach ein Verzeichnis – und kann noch viel mehr profitieren. Links braucht es gar nicht mehr, wenn man seine Inhalte direkt in dem großen Brand-Portal unterbringen kann.

Was meint ihr? Höchste Zeit, dass dieser „Brand-Rankingbonus“ verschwindet und sich die guten Inhalte durchsetzen – unabhängig von der Domain? Oder ist das eigentlich vollkommen legitim, dass Portale, Anbieter und Webmaster miteinander kooperieren? Wo verläuft die Grenze zwischen „eigenem Content“ und „fremden Content“?

Mehr zu dem Thema …

Philipp Klöckner hat einen langen, gewohnt Google-kritischen Artikel dazu geschrieben, in dem er unter der Frage nachgeht, wer das Thema eigentlich ans Licht gebracht hat – und warum Google bei einer Abstrafung vielen journalistischen Angeboten eine wichtige Finanzierungsquelle entzieht. Siehe: Searching for Harm – Did Google Take Another Swing at the Publishing Industry?

Auch bei Serachmetrics gibt es bereits eine erste Auswertung dazu: How Voucher and Comparison Platforms use Publishers to Generate Huge Google Reach

Bei Sistrix findet man ebenfalls eine datenbasierte Analyse. Dabei fällt vor allem auf, dass Subdomains scheinbar weniger stark betroffen sind als echte Verzeichnisse: Google geht (mal wieder) gegen die Vermietung von Subdomains und Verzeichnissen vor

Content Kooperationen auf Subdomains/Verzeichnissen
Content Kooperationen auf Subdomains/Verzeichnissen? Google wird sauer …

Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

26 Kommentare zu "Vermietete Subdomains/Verzeichnisse, fremder Content und Google-Rankings"

  1. Timo H.

    Danke für den Beitrag.

    Frage dazu: Heißt es nicht immer, dass Subdomains als eigenständige Domain fungieren und nicht von der Hauptdomain profitieren? Bei Verzeichnissen gilt das natürlich nicht… aber bei Subdomains, soweit ich weiß, schon.

    Generell aber bin ich der Meinung das Google da eingreifen sollte.
    Sie sollten es nicht verbieten, sie sollen nur eben abwägen ob dieser Verzeichnisse „rankwürdig“ sind.
    Nur weil mir ein Verzeichnis aus ganztolleseite.de/radiowecker-vergleichen kaufe, heißt das ja noch lange nicht das diese Unterseite auch toll und rankenswert ist. Dafür müsste halt der Brandbonus reduziert werden / geprüft werden ob das Verzeichnis vom Bonus profitieren darf. Nur wie das am Ende umgesetzt werden soll… wird wohl genauso schwer für Google wie das Thema PBNs.

    • Mißfeldt

      Ja, guter Einwand. In der Tat muss man zwischen Subdomains und Verzeichnissen differenzieren. In der bisherigen Diskussion wird das jedoch (noch) nicht gemacht. Und wenn es um das Geschäftsmodell an sich geht, spielt es im Prinzip auch keine Rolle. Letztlich erweckt auch eine Subdomain von einem großen Newsportal eben den Eindruck, als handele es sich um ein Angebot dieses Portals.

    • Torsten

      Ja wenn die subs alleine dastehen würden. ;) Einfach mal die subs crawlen, dann weiß man auch woher die Power kommt.

  2. Sneb

    Finde ich gut dass Google sich dem Problem annimmt. Generell ist es momentan so das große Brands egal, welches Thema sie bespielen vorne angezeigt werden. Habe selber eine Nischenseite und selbst dort ranken nur große Brands, obwohl der Content um länger schlechter und geringer ist und teilweise auch völlig nichts mit dem Brand zu tun hat.

    Ansonsten wäre es echt eine Überlegung seine guten Inhalte bei einem grossen Partner zu veröffentlichen und die Einnahmen dann zu spliten.

    • Mißfeldt

      Das ist natürlich noch ein zusätzliches Problem: wenn der Content tatsächlich schlechter ist. In den von mir beobachteten Fällen ist es meist „vergleichbar gut“. Soll heißen: die Inhalte, die auf den News-Portalen angeboten werden, sind zwar nicht eindeutig besser, aber eben auch nicht eindeutig schlechter. Ist letztlich eine Frage des „Geschmacks“ bzw. der konkreten User-Intention. Die kann man als Webmaster in aller Regel nur sehr schwer erfassen (weil man aben als Webmaster eine ganz andere Intention bei der Google-Suche hat).

  3. Jens

    Für mich definitiv KEINE manuelle Abstrafung. Schaut man sich die Rankings nämlich genauer an, dann sind sie, genau wie deine Seiten, nur „etwas“ nach hinten gestuft worden, von daher eher eine Änderung am Algorithmus. Eine Abstrafung geht ja auch nur bei Verstoß gegen die Richtlinien und das scheint hier nicht der Fall zu sein.

    Von daher finde ich das jetzt gar nicht so verwunderlich. Vielleicht hat Google in diesem Bereich einfach nur den Faktor Brand geringer gewichtet, so dass wirklich der Faktor Content-Qualität stärker ins Ranking einzahlt. Und genau das finde ich in diesem Fall richtig, denn das ist kein Content für den die Brand steht (inkl. Impressum + Haftung). Es ist Content, für den ein Dritter steht, der nur deshalb den Webspace anmietet, um Ranking-Vorteile durch den Brand zu haben, aber nicht die Brand ist. Nichts anderes ist es doch auch bei wordpress.com. Wäre schlimm, wenn jeder X-beliebige kostenlose Blog, der dort als Sub-Domain läuft, alleine wegen der Brand sein Ranking bekommt.

    PS: Ich will nicht sagen, dass die dort schlechten Content bereit stellen, aber wirklich besser als die Portale dahinter ist er auch nicht.

    • Mißfeldt

      Hmm, ja, kann sein, dass ich mich mit dem „manuelle Abstrafung“ zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. Allerdings ist es merkwürdig, dass offenbar nur sehr wenige betroffen zu sein scheinen. Wenn das algorithmisch begründet wäre, dann hätte es ja im Prinzip viel mehr erwischen müssen.
      Naja, möglicherweise läuft da auch gerade noch was im Hintergrund – wir müssen einfach abwarten.

  4. Wallner

    Man kann es nennen wie man will. Es sind letztlich Werbeseite, die Aushilfen in Massen zusammenschreiben. Alleine was Portale wie Vergleich.org zusammenschustern hat nichts mehr mit Experten, Wissenstransfer und Objektivität zu tun. Nicht ohne Grund wurde die Firma exemplarisch für ihre Art Inhalte und Tests vorzugaukeln mehrfach abgemahnt. Sie haben immer neue Tricks versucht. Die Seite steht für eine ganze Branche, die meisten nicht ohne Grund mit Impressum in Panama, Zypern oder sonstwo.
    Problem ist, dass für den User nur schwer erkennbar ist, was ein Test ist und bei einem Vergleich sind die Kriterien ebenfalls willkürlich. Nirgends sind die Bewertungskriterien aufgelistet. Alles ist Willkür und völlig unklar wieso ein Produkt im Vergleich das Beste sein soll. Die Texte auf den Seiten beziehen sich in 99% der Fälle nicht mehr mit den Produkten, sondern versuchen holistisch alles, was man auch nur irgendwie aus SEO-Sicht sagen kann unterzubringen. Das ist unseriös.

    • Mißfeldt

      ok, das würde bedeuten, dass nicht der „Ranking-Power-Trick“ bestraft wurde, sondern die Qualität der jeweiligen (angemieteten) Seiten. Ist auch möglich, stimmt. So gesehen wäre es dann eher ein Zufall, dass gerade solche Nischen im Fokus sind, die sich auf Subdomains oder in Verzeichnissen großer Portale befinden.

  5. Micha

    Erstmal Danke für die objektive Beleuchtung des Themas, dass ist aktuell eher selten wenn ich mir verschiedene Twitter oder Facebook Verläufe anschaue.

    Ich bin der Meinung das es richtig ist, dass Google etwas unternimmt. Denn was wäre, wenn Google nichts unternimmt und wir mal 5 Jahre in die Zukunft sehen? Suche ich dann nach einem neuen Auto und lande zuerst bei Stern, danach suche ich noch ein neues Rezept fürs Abendessen und lande bei Focus? Ich glaube das kann und sollte nicht Googles Absicht sein.

    Außerdem: die News-Seiten sollen mir Vertrauen vermitteln. Letztendlich ist es für den normalen Nutzer aber kaum erkenntlich woher die Inhalte kommen. Wenn ein dubioser Datenlieferant die Inhalte bereit stellt, ist das dann vertrauenswürdig, weil ich auf Stern unterwegs bin? Ich glaube nicht (nur mal als Extrembeispiel gesponnen).

    • Mißfeldt

      Stimmt, danke für den Blick in die Zukunft. Wenn sich das Modell tatsächlich dauerhaft durchsetzt, dann würde das bedeuten, dass es langfristig nur noch sehr wenige große Player gibt, die ihr Themenspektrum durch Kooperationen so extrem verbreitert haben, dass sie quasi alle Rankings dominieren. Dann gäbe es vielleicht noch 10 große Player – dieses Szenarion wird Google mit ziemlicher Sicherheit unterbinden – denn dann bräuchte es eine Internetsuche gar nicht mehr.

      Letztlich geht es in Wirklichkeit wahrscheinlich nur um die Frage, wer wie viele Besucher in sein eigenes System locken und dort halten kann.

    • Sebastian

      Micha, wenn du in 5 Jahren nach einem neuen Auto suchst, wirst du „bei Google landen“ und bei dem Rezept wirst du ebenfalls „bei Google landen“ (bzw. bleiben). ;-)

      Zum Thema: Auf mich wirkt das Ganze momentan ziemlich entmutigend. Als jemand, der nebenbei viel über sein Hobby schreibt (Gärtnern, aus Erfahrung!) ist es einfach nervig, wenn Seiten, wo der Verfasser wahrscheinlich denkt, Kühe sind lila, einen Verdrängen.

      Im Rahmen einer anderen Tätigkeit weiß ich aber auch, dass gefühlt mehr Geld denn je für den Linkkauf („Gastartikel“) ausgegeben wird.

      Dazu muss man bei vielen Themen organische Suchergebnisse nur noch mit der Lupe.

      Mir macht das momentan alles kein Spaß mehr.

  6. Peer

    Wo genau soll sowas ein Mehrwert für den User darstellen, wenn das jede große Zeitung als Subdomain anbietet und sich in die Top10 schiebt?
    https://kleinanzeige.focus.de/haushaltsgeraete/

    Und ich würde schon sagen, dass es je nach Interpretation nicht ganz in Googles Guidelines rein passt: https://support.google.com/webmasters/answer/35769?hl=de

    Konkrete Empfehlungen
    Vermeiden Sie die folgenden Methoden:

    .
    .
    .
    Automatisch generierte Inhalte
    Erstellen von Seiten ohne oder mit nur wenigen eigenen Inhalten
    Kopierte Inhalte
    Teilnahme an Affiliate-Programmen ohne ausreichenden Mehrwert
    Laden von Seiten mit irrelevanten Keywords
    .
    .
    .

    Am Ende ist es doch wie beim Linkkauf auch, manche hat Google erkannt, manche nicht und weiter geht die Reise.

    • Mißfeldt

      Hmm, automatische Inhalte müssen ja nicht per se schlecht sein. Gerade in gepflegten, sortierbaren Listen kann das durchaus einen Mehrwert bieten.
      Was Design betrifft: da habe ich mir schon lange abgewöhnt, das zu beurteilen. Denn meine Meinung steht häufig im krassen Gegensatz zu dem, was die Masse bevorzugt.

      Natürlich geht die Reise weiter. Aber in welche Richtung? Google versucht uns wie so oft, eine vorzugeben. Und nun müssen alle entscheiden: machen wir da mit – oder sträuben wir uns und gehen – Google Rankings zu Trotz – dahin, wo wir hinwollen.

    • XYZGARNICHTS

      Warum sollen Kooperationen Böse sein?
      Google macht es doch selber auch.
      Wie z.B. Google Jobs. Google nimmt von anderen Portalen den Content zu sich. Warum ist das nicht Böse? Die Anderen sind Böse, aber Google ist nett.

  7. JAG

    man sollte dazu sagen das bei vielen zeitungsverlagen in den letzten monaten ein pitch stattgefunden hat und neue gutscheinportale eingestiegen sind.

    bild früher gutscheinpony nun webgears
    focus früher sparwelt nun global savings group

    viele haben dadurch am ranking verloren.

    • Mißfeldt

      Ok, danke für die Info. Ist aber auch logisch: Wie oben beschrieben: das ist ein echtes Win-Win-Modell. Und für die Verlage eine zusätzliche Einnahme-Möglichkeit – ganz ohne Arbeit.

  8. Tom

    Gab’s nicht mal eine Zeit, zu der Google News-Sites auch als solche klasifiziert hatte? Dann wäre es doch nur logisch, dass Inhalte, die nicht News-würdig sind, weniger stark gerankt würden.

    • Mißfeldt

      Die Angebote, um die es geht, laufen nicht unter Google-News (z.B. in einer Onebox). Es sind vielmehr zusätzliche Inhalte, mit denen die Domains in den organischen Ergebnissen ranken. Und hier gibt es keinen Malus für „nicht-News-Inhalte“. Im Gegenteil: stattdessen profitieren News-Artikel in der organischen Suche von der Rankling-Power, die eine Domain (v.a. durch News) aufgebaut hat.

  9. Jochen Baumberge

    Das Modell mit den vermieteten Subdomains gibt es bei BILD auch mit blackfriday.bild.de (siehe dortiges Impressum). Dort steht am Black Friday allerdings sehr viel Content, der an jenem Tag auch auf der Website des „Mieters“ zu finden ist. Soll heißen: Die Subdomain ist voller duplicated Content. Eigentlich kann das kein Win-Win-Modell sein, weil Google in diesem Fall entweder die Subdomain oder die Website abstrafen müsste … aber das ist im letzten Jahr nicht passiert. (Warum auch immer.)

  10. Ralf

    Mal eine Frage: warum sollte Google eingreifen?
    Google erkennt doch guten Content anhand der Metriken und sagt in letzter Zeit selber, man solle sich nicht zu sehr auf die Backlinks fokussieren, weli die immer weniger zählen. Also muss das doch guter Content sein.

    Hahaha, der war gut… Klare Sache, hier wird Linkjuice untervermietet.

    Aber dass da bestimmte Magazine gleich 50% Traffic verlieren, muss das der Grund sein?

    Denn auch wenn es Subunternehmen sind, heißt das noch nicht, dass der Content dort minderwerig ist, oder?

    Vielleicht wurde der Ordner Gutschein von Stern einfach von einem anderen Portal überholt um einen Platz im Ranking?

  11. Andrea

    Ich finde das aus markttechnischer Sicht nicht einmal schlimm. Wenn jemand viel Geld ausgibt, um sich in so eine Subdomain einzukaufen, dann muss das Produkt entsprechend hochpreisig verkauft werden, um die Kosten wieder reinzuholen. Ist das Produkt Schrott, dann verschwindet es schnell vom Markt. Ist es gut, dann hätte google die entsprechende Angebotsseite eh irgendwann nach vorne geschoben. Ob das nun durch gutes SEO passiert (was ja auch Kosten verursacht) oder durch das Mieten einer Sub-Domain ist in meinen Augen nicht der große Unterschied.

  12. Dennis

    Hi Ralf,
    das hat doch nix mit „guter Content“ zu tun. Ob Content gut oder schlecht ist, liegt im Auge des Betrachters. Außerdem musst du den Wissensstand des Lesers miteinbeziehen.

    Für mich ist diese „Machenschaft“ mit den Subdomains ganz klar eine Art „Gastbeitrag“ und sollte folglich auch weniger stark in die Algos von Google einfließen.

    Wenn man sich einmal die Keys wie „Otto Gutschein“ o.ä. ansieht, wird einem übel. Die Firmen, die sich dort eingekauft haben, haben zum Teil gar keine Expertise im Bereich Coupons. Zumindest kann ich das nicht erkennen – weder Autorenbox oder ähnliches vorhanden.

    In der Offline-Welt würde das ja übersetzt bedeuten: Gehe zum Baumarkt X, dort ist ein Mitarbeiter von einer anderen Firma XY und lass dich dort beraten.

    Anschließend redest du gut (im positiven Fall) über den Baumarkt X, wie toll er dich beraten hat. Die Expertise lagert der Baumarkt dann ja quasi aus, besitzt sie ja nicht selbst.

  13. Helena

    Ich halte das für ein interessantes Geschäftsmodell für Domain-Besitzer, Webseitenbetreiber. Die Qualität der Unterseiten muss nicht zwangsläufig schlecht sein. Würde der Subdoman-Vermieter an zwielichtige Gestalten vermieten, würde er sich ja auf lange Sicht selbst ins Bein schießen und den Wert seiner Domain mindern. Also wird er sehr daran interessiert sein, nur gute Partner mit ins Boot zu holen und darum diese prüfen. Und auch wasserdichte AGB schreiben, die einen Rausschmiss schnell ermöglichen und einen Rücktritt von der Vermietung, wenn der Subdomain-Mieter Schaden (betrügerische Angebote, etc) verursachen sollte.

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Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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