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Google ehrt Rembrandt van Rijn mit Doodle

Rembrandt van Rijn Doodle

Rembrandt van Rijn Doodle

Der berühmte holländische Maler Rembrandt starb vereinsamt und arm. Er wurde in einem namenlosen Grab bei Amsterdam beigesetzt. Seinen heutigen Ruhm verdankt Rembrandt vor allem der Mystifizierung, die er in der Mitte des 18. Jahrhunderts erfahren hat. Damals ging es allerdings vor allem darum, Geld mit seinen Bildern zu verdienen. Daher wurden ihm seinerzeit viele Bilder zugeschrieben, die nach heutigem Stand der Forschung allerdings von seinen Schülern gemalt wurden. Von ehedem 700 Bildern gelten heute nur noch ca. 350 als gesicherte Rembrandt-Werke.

Das berühmteste Nicht-Rembrandt-Bild ist vermutlich der „Mann mit dem Goldhelm„, der in den 80er Jahren gegenstand zahlreicher Diskussionen war. Rembrandt hatte im Laufe seines Lebens wahrscheinlich um die 50 Schüler, darunter so bekannte Maler wie den sehr früh verstorbenen Carel Fabritius oder Nicolaes Maes. Rembrandts Atelier war so eine Art Betrieb für die Kunstproduktion, ähnlich wie es in Flamen bei Pieter Paul Rubens der Fall war (oder auch noch heute zum Beispiel bei Gerhart Richter). Die Schüler bereiteten die Werke vor, die dann (teilweise) vom Meister ihren finalen Schliff erhielten. Wo das Werk ein Ergebnis eine manufaktorischen Produktionsprozesses ist, verschwimmt die Frage der Urheberschaft. Insofern sind auch die meisten Umschreibungen von Rembrandt-Werken umstritten.

Rembrandt Selbstbildnis (Kupferstich, 1630)

Rembrandt Selbstbildnis (Kupferstich, 1630)

Trotz eines so florierenden Ateliers hatte Rembrand fast immer Geldsorgen. Er konnte einfach nicht damit umgehen. Ein Kredit für ein Haus plagte ihn zeit seines Lebens und trieb in schließlich in die Insolvenz. Er verlor sein Haus, einen Großteil seiner Werke, das Sorgerecht für seinen Sohn und musste in ein Armenviertel von Amsterdam umziehen. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, hat Rembrandt fast sein gesamtes Laben lang Selbstportraits gemalt. Sie sind quasi eine biografisches Tagebuch, dass nicht nur sein Altern, sondern auch seine Stimmung zum Ausdruck bringt. Fast immer blickt er den Betrachter direkt und stolz an, so als wolle er sagen: egal, womit mich dieses Leben plagt, ich bin ein großer Maler.

Licht auf Dunkel

Und das war er. Er gilt heute als einer der größten Maler aller Zeiten. Seine Art zu malen, das pastose Herauskkitzeln von lichten gelben Farbflecken aus einem dunkelbraunen Grund hat die Kunstgeschichte erheblich beeinflusst. Möglicherweise wurde diese prägende Lichtmalerei von seinem Lehrer Jacob Isaacsz van Swanenburgh inspiriert, der sich auf Höllendarstellungen spezialisiert hatte, in dem logischerweise stets irgendwo Feuer brennt. In jedem Fall haben Rembrandts Bilder diese warme, erdige und heimelige Atmosphäre, die für die Goldene Ära der holländischen Malerei jener Jahre stilbildend war.

Das Rembrandt-Doodle

Grundlage für das Doodle ist ein Selbstportrait aus dem Jahre 1659. Rembrandt war damals 53 Jahre alt. Das schwarze Barett kennzeichnet ihn auch für den heutigen Betrachter als Maler. Die Doodler-Zeichner haben sein Portrait schön kopiert.

Rembrandt van Rijn - Google Doodle (15. Juli 2013)

Rembrandt van Rijn – Google Doodle (15. Juli 2013)

Aber Rembrandt war nicht nur Maler, sondern auch ein großer Zeichner, dessen spitzer Strich unglaublich sicher wirkt. Und als Zeichner lag es nahe, sich auch mit Druckgrafik etwas hinzu zu verdienen. Albrecht Dürer hatte es knapp 100 Jahre vorher vorgemacht, wie man mit Druckgrafik zu einem stattlichen Vermögen kommen konnte. Auch Rembrandt hat einige bedeutende Kupferstiche realisiert, die Krönung ist sicherlich das Hundertguldenblatt.

Rembrandt: Hundertguldenblatt (Kupferstich, zwischen 1646-1650)

Rembrandt: Hundertguldenblatt (Kupferstich, zwischen 1646-1650)

Um Rembrandt nicht nur als Maler, sondern auch für seinbe Druckgrafik zu würdigen, haben die Doodle-Zeichner das Rembrandt-Portrait vor eine Kupferplatte gestellt. Auf der ist jedoch kein Kupferstich von rembrandt zu sehen, sondern das Google-Logo in recht modern anmutender Schrift. aus meiner Sicht ein kleines Manko dieses ansonsten sehr schönen Doodles. Wie immer habe ich auch ein Video von dem Doodle erstellt, diesmal untermalt mit Bachmusik. Passt, finde ich:

Via tagSeoBlog.com und NewDoodles (engl.)

Mehr über Rembrandt und seine Werke

Rembrandt van Rijn Selbstportrait (1665)

Rembrandt van Rijn Selbstportrait (1665)

Das schreiben andere

Weitere Maler-Doodles

Glücklicherweise ist es bei Google eine gute Tradition, dass auch bedeutende Maler mit einem Doodle geehrte werden. Hier eine kleine Auswahl:

Wassily Kandinsky Doodle (3. Dezember 2012)

Wassili Kandinsky Doodle

Wassili Kandinsky Doodle

 

Gustav Klimt Doodle (13. Juli 2012)

Gustav Klimt Doodle

Gustav Klimt Doodle

 

Juan Gris Doodle (22. März 2012)

Juan Gris Doodle

Juan Gris Doodle

Paul Cézanne Doodle (19. Januar 2011)

Paul Cezanne Doodle

Paul Cezanne Doodle

Wer allerdings noch kein Doodle hatte, das ist Albrecht Dürer. Das wird Zeit! Google, übernehmen Sie …

PS: hier ein Cartoon von mir: Rembrandts berühmtes Gemälde „Die Anatomie des Dr. Tulp“ als Giraffen-version:

Giraffen Cartoon (von Mißfeldt, 2006) - nach Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp.

Giraffen Cartoon (von Mißfeldt, 2006) – nach Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp.

Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

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6 Kommentare zu "Google ehrt Rembrandt van Rijn mit Doodle"

  1. Womo Kaufmann

    Also mir gefällt das Juan Gris Doodle vom märz letzten Jahres am besten.

  2. Shan Dark

    Ein schönes Doodle – und als ich es heute sah, war meine erste Reaktion: mal gucken, was der Martin dazu schreibt. Du hast mich ganz schön konditioniert. „Missfeldtscher Reflex“ nennt sich das wohl.

    Mich hat die moderne Schrift nicht gestört, aber vielleicht hätte es mit etwas historischerem Font doch besser ausgesehen, da könntest Du recht haben. Wieder einiges erfahren bei Dir zu Rembrandt – ist halt doch interessanter hier zu lesen als in der Wikipedia.

  3. Rene

    Also die Anataomie des Dr. Tulp würde ich mir weder im Original noch in Deiner Version an die Wand hängen. Das ist nicht persönlich gemeint, aber das Motiv des „Sezierens“ ist nicht unbedingt Kinder und Besucher-freundlich:)

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Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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