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Google Sitelinks und Marken: Unterschied zwischen Long und Mini

Google Sitelinks als eyecatcher (long und mini)

Google Sitelinks als eyecatcher (long und mini)

Die Google Sitelinks sind eine kleine Linksammlung, die von Google bei manchen Suchergebnissen angezeigt werden. Gestern haben Gretus von Seo-United („Sitelinks Sitelinks Sitelinks„) und Stephan Walcher („Google Sitelinks„) jeweils Artikel zum Thema gebloggt. Im Grunde sagen beide fast das gleiche, denn sie beziehen sich auf dieselbe Quelle: „Guide to Generating Google SiteLinks“ (engl.) vom promediacorp-Blog. Dass ich nun auch noch etwas zum Thema Sitelinks schreibe, liegt daran, dass ich die vorgestellten Fakten für unvollständig, veraltet und überholt halte. Ich habe eine andere Theorie zu die Google-Sitelinks.

Es gibt mittlerweile zwei Arten von Sitelinks: „Long-Sitelinks“ und „Mini-Sitelinks„. Die Terminologie ist zwar ziemlich ungeschickt, ich folge ihr aber, weil sie sich offenbar etabliert hat. Unter Long-Sitelinks versteht man die „klassischen“ Sitelinks, die sich als Zwei- bis Vierzeiler unter der Hauptseite zeigen. Dort werden in zwei Spalten Kurztitel von Unterseiten angezeigt und verlinkt:

Long-Sitelinks - Beispiel tagSeopBlog.de

Long-Sitelinks - Beispiel tagSeopBlog.de

Als Mini-Sitelinks werden die Links in einer Zeile eingeblendet. Der optische Effekt der „Mini-Sitelinks“ ist im Vergleich zu den „Long-Sitelinks“ recht bescheiden (siehe Abb.).

Mini-Sitelinks: Suchmaschinenoptimierung - Optisch recht bescheiden

Mini-Sitelinks: Suchmaschinenoptimierung - Optisch recht bescheiden

Unterschied zwischen Long und Mini-Sitelinks?

In den drei genannten Artikeln wird beschrieben, dass Google dann Sitelinks anzeigt, wenn die Seiten „wirklich relevant“ sind, „genügend Trust“ haben und „genügend Suchvolumen“ aufweisen. Diese ziemlich schwammige Definition ist, wenn ich mich recht erinnere, schon ewig und drei Tage alt. Die Frage ist allerdings: wie und warum unterscheidet Google zwischen Long- und Mini-Sitelinks? Sind es tatsächlich nur graduelle Unterschiede? Ich glaube nicht. Stattdessen vermute ich einen prinzipiellen Unterschied zwischen den Long- und Minisitelinks. Ich gehe davon aus, dass Google bei der Einführung der Mini-Sitelinks den Algorithmus der bisherigen Long-Sitelinks auf die Mini-Sitelinks übertragen hat. Für die Long-Sitelinks gilt seither ein neuer Algorithmus.

Long-Sitelinks nur für Marken-Keys

Nach meiner Theorie werden Long-Sitelinks nur noch bei „Markentreffern“ angezeigt. Wobei ich davon ausgehe, dass Googles Markenbegriff über den von „Coca-Cola“ und „BMW“ hinausgeht. Also mehr als: „eine Marke ist, was ich aus der Fernsehwerbung kenne„. Anders gesagt: Google zeigt nur noch Long-Sitelinks an, wenn der Suchbegriff oder die Suchphrase eindeutig einer Marke zugeordnet werden kann. Eine Ausnahme (und damit hinkt die Theorie) bilden Hilfe-Seiten. Zum Beispiel werden bei „PC-Problem“ oben klassische Sitelinks angezeigt und unten kommen Answers-Sitelinks. Ich vermute, für einige manuell ausgwählte Sites wie zum Beispiel Answers.com werden Extra-Sitelink generiert, die auch entsprechend anders aussehen.

Nach meiner Theorie kann es die „klassischen“ Long-Sitelinks nur noch einmal pro Ergebnisseite geben. Denn Google versucht immer, eine Marke einem „Markeninhaber“ zuzuordnen. Im Gegensatz dazu können die Mini-Sitelinks durchaus mehrmals pro Seite auftauchen. Ich sehe übrigens nicht, dass die Mini-Sitelinks auf die ersten drei Plätze beschränkt wären (Beispiel: Shopping).

Markenstatus prüfen?

Ob eine Domain oder Seite einen Markenstatus hat (und damit seit einiger Zeit bei bestimmten keys Vorteile geniest), kann man nach dieser Theorie ganz einfach an den Long-Sitelinks ablesen. Einfach den Domainnamen aufrufen und checken, ob Sitelinks erscheinen oder nicht.

Welche Seiten werden Long-Sitelinks?

Beim groben Überfliegen der Linkziele und Texte der Sitelinks kann ich nur feststellen: Google hat einen verdammt guten Algorithmus. Auf den ersten Blick scheint es recht einfach: es werden meist vier Seiten genommen, die in der Haupt-Navigation der Seite auftauchen und drei bis vier Unterseiten. Aber was sich mir vollkommen verschließt, ist die Frage, wie Google auf die kurzen, präzisen und treffenden Linktexte kommt. Nehmen wir die Sitelinks des tagseoblog (siehe Abb. oben): Die ersten beiden „Video optimieren“ (aus „Videos optimieren für youTube – Checkliste für Video-Seo„) und „Bilder optimieren“ (aus „Bilder optimieren für Google Image search / Bild SEO„) kann man ja noch als die ersten zwei Begriffe der Seitentitel erkennen. Aber schon bei „Testbericht“ wird es unlogisch: der Titel lautet „Rapid Searchmetrics – Testbericht„. Warum streicht Google die ersten beiden Wörter?

Man kann die Liste – und viele andere auch – durchforsten, wie man will: es ist aus meiner Sicht kein klares Muster erkennbar. Davon bin ich überzeugt, dass die Sitelinks-Titel manuell gesetzt werden (also die Begriffe, die angezeigt werden – anders als in dem genannten Webmaster-Help-Artikel behauptet). Ich vermute, sobald sich ein Begriff bei Google als Marke etabliert hat, kommt er in eine „Markenliste – ToDo: Sitelinks„. Und diese Setzliste wird dann von Google-Mitarbeitern abgearbeitet. Für jede Seite erhalten sie ein Set aus URLs und Titeln, die sie dann manuell zusammenkürzen und die optimalen Begriffe nehmen. Oder hat jemand eine andere Erklärung?

Was folgt daraus?

Ich würde sagen, drei wichtige Punkte:

  • Unwichtige Seiten, die man nicht als Sitelink sehen möchte (wie „Impressum“ oder „Kontakt“) nicht ins Hauptmenu aufnehmen, sondern in die Sitebar oder Footerliste setzen.
  • Die Seitentitel so wählen, dass man daraus ohne Probleme einen schlüssigen Ein- oder Zweiwort-Titel machen kann.
  • Domainname als Marke stärken, indem man nicht nur dusselig Keywords in Ankertexte setzt, sondern auch und vor allem den domain-Namen benutzt (und damit stärkt)

Es sind nur Beobachtungen anhand ein paar Dutzend  Beispiele, die ich exemplarisch untersucht habe. So richtig aufschlussreich könnte hier eine Untersuchung von Johannes (Sistrix) sein (womit diese Frage sich nun in seine Liste der „Was interessiert Euch„-Liste einreiht). Ansonsten: wie jede Theorie wartet auch diese darauf, widerlegt zu werden ;-) Wer interessante Beispiele findet, kann die gerne nennen. Das bringt die Diskussion voran…

Google Sitelinks als eyecatcher (long und mini)

Google Sitelinks als eyecatcher (long und mini)

PS: Weitere Bilder folgen – kann zur Zeit wg. Hardware-Problemen nicht malen…

Weiterführende Artikel

Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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14 Kommentare zu "Google Sitelinks und Marken: Unterschied zwischen Long und Mini"

  1. webnotwar

    Hallo,
    sehr interessanter Artikel. Ich nehme allerdings nicht an, dass die Sitelinks von google-Mitarbeitern persönlich gesetzt werden: Bei meiner Seite erscheinen dort regelmäßig Links von völlig unprominenten Seiten, die nicht in der Hauptnavigation erscheinen.
    Übrigens: Mit den google Webmaster-Tools kann man Seiten, die man nicht in den Sitelinks möchte einfach löschen.

  2. tagSeoBlog

    @Nico: ist denn bei den Linktexten, die in den Sitelinks angezeigt werden, ein klares Muster erkennbar? Also immer den Seitentitel oder so?
    Bei mir haben, wie gesagt, die manuell via WMT entfernten Seiten den pagerank verloren. Ist aber auch egal…

  3. webnotwar

    @tagSeoBlog: Ein Muster ist nicht zu erkennen. Entweder Seitentitel, die H1 oder der Linktext, über den auf die Seite verlinkt wird. In einer Sidebar werden „zuletzt kommentierte“ Artikel eingeblendet, die erscheinen regelmäßig bei den Sitelinks.

  4. Alex

    Gibt es eigentlich Erfahrungswerte bei neuen Domains? Ab welchem Zeitraum Google diese Sitelinks vergibt?

  5. Anke

    ooh man wie mich diese sitelinks nerven ey… großartig, dass man sie in den webmastertools löschen kann! aber WARUMMMM nicht austauschen? bzw. einen besseren vorschlagen, den google sich dann erstma anguckt? ich lösche dann den irrelevanten käse in der hoffnung dass google mir einen besseren sitelink gibt. was meistens nicht der fall ist :D

  6. Andi

    Hallo Martin,

    wie immer ein schöner Artikel, jedoch bin ich, wie Nico, auch der Meinung, dass Google bei der der Erstellung der Sitelinks nicht manuell eingreift.
    Warum bin ich dieser Meinung:
    Ich habe ein Uralt-Projekt, welches Long-Sitelinks anzeigt. Hier ist u. a. das Impressum enthalten. Bei einer manuellen Selektion wäre dieses wohl rausgeflogen, zumal auf dieser Page genügend anderes Futter vorhanden ist.

    Dann zur Zeitdauer der Erstellung (Frage von Alex): Nach einem sehr guten Backlink (welcher mich kurz nach dem Setzen auch in den Serps einige Plätze nach oben gespült hat) waren die (kleinen) Freunde auch da.
    Eine konkrete Aussage zur Dauer kann man m. M. nach wohl schwer treffen. Auch hier steht und fällt wohl ein Großteil mit den Backlinks.

    Und noch was: Bei einem anderen Projekt (mit kleinen Sitelinks) habe ich etwas experimentiert, wie strapazierfähig diese sind. Ich habe einige Dateinamen verändert (redirect mit 301 von name-alt auf name-neu) sowie die internen Ankertexte zu diesen Seiten. Schwups, nach dem nächsten SL-Update hatte ich für diese Site gar keine SLs mehr, obwohl sich am Ranking der betroffenen Seiten in den Serps nichts verändert hat.
    Aber das kann auch ein Einzelfall mit vielen ungeklärten Variablen sein…

    Gruß

  7. tagSeoBlog

    @Andi: ich glaube auch, dass die Sitelink-Ziele (URLs) automatisch generiert werden. Nur bei den konkreten Begriffen, die benutzt werden, kann ich keine einheitliche Struktur erkennen.

  8. Andi

    @Martin:

    Vielen Dank für Deine Antwort. BTW: Mich würde Deine Meinung zu Breadcrumbs-Links in der Serps interessieren!

    Lt. Statistik beziehen 24% der Suma-Nutzer den URL in Ihrer Entscheidung über „Klick-oder-nicht-Klick“ mit ein. M. M. nach wird dieses Feature, bzw. die Optimierung darauf, noch sehr stiefmütterlich behandelt.

  9. tagSeoBlog

    @Andi: Du meist die „Mini-Sitelinks“? Ich halte die Statistik für falsch, weil sie nicht von mir ist ;-)
    Ich finde die Mini-Sitelinks ziemlich unauffällig.
    Aber Du hast recht: nach meiner Einschätzung ist die Optimierung von Long-Sitelinks“ ein Muss, aber wenn man die hat, ist gut. Bei den Mini-Sitelinks hat man aber tatsächlich richtig viele Möglichkeiten. Allerdings unterscheiden die sich nach meiner Einschätzung kaum von den herkömmlichen SEO-Maßnhamen.

  10. Andi

    @Martin: Ja, traue keiner Statistik, die Du nicht… :-)

    Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du mit Mini-Sitelinks das gleiche „Ding“ meinst wie ich mit Breadcrumbs-Links:

    Ich denke mit einem Beispiel wird es eindeutig :
    http://www.internetmarketing-news.de/2009/11/17/google-breadcrumbs-jetzt-auch-auf-google-de/
    Und in der Grafik das oberste Suchergebnis (naanoo)

  11. Michael

    Sitelinks in Google Webmaster Tools sperren, z.B. Impressum, und dann warten, dass neue generiert werden funktioniert übrigens sehr gut. Bis ein neuer Sitelink nachkommt kann es allerdings schon mal einpaar Wochen dauern.

    Ob die Sitelinks manuell von Google Mitarbeitern gesetzt werden glaube ich jetzt auch nicht. Das geht schon mit den entsprechenden Algorithmen.

  12. Futon von Futonwerk.de

    Diese Long Site Links sind eine tolle Sache. Ich denke auch dass sie Manuell gesetzt werden. Die wichtigsten Seiten aus jedem Themenbereich werden meiner Meinung nach vom Googlebot für diese Links qualifiziert und dann geht jemand Manuell drüber und fügt die Links ein vermute ich.
    Ich kann mir nicht vorstellen wie das sonst gehen soll.

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  1. […] Sitelinks. Schlussendlich und insgesamt tendiere ich ja eher zu der Haltung von Martin, “dass die Sitelinks manuell gesetzt werden” (ich finde einfach nichts Handfestes… ), was aber bedeuten würde, dass Google […]

  2. […] Google Sitelinks und Marken […]

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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