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Google Bildersuche: EXIF-Daten sind „potentieller“ Rankingfaktor

Matt Cutts über Exif

Matt Cutts über Exif

Schon lange steht die Frage im Raum, ob die Exif-Daten eines Bildes ein Rankingfaktor für Google sind. Oder anders formuliert: steigen die Chancen, mit den eigenen Bildern gute Platzierungen in der Google Bildersuche zu erzielen, wenn man die Exif-Daten gezielt pflegt? Schon seit 2012 war klar, dass Google die Exif-Daten lesen kann – und die Informationen sogar manchmal (oder nur in Tests) in der rechten Seitenleiste anzeigt. Nur: verbessern die Bilder dadurch auch ihr Ranking?

Nun hat Matt Cutts in einem Webmasterhelp-Video dazu Stellung bezogen – und letztlich nichts dazu gesagt. Seine Formulierung, Exif-Daten können ein „potentieller Rankingfaktor“ sein, ist butterweich und unkonkret. Aber immerhin empfiehlt Matt, die Daten, die die Kamera sowieso liefert, nicht zu löschen. Hier das Video:

Wenn die Daten nicht angegeben sind, brauche man sich darüber keine Gedanken zu machen

Was sind Exif-Daten?

Für die, die nicht genau wissen, was Exif-Daten sind, im Folgenden ein kurze Zusammenfassung.

Die Hersteller von Fotoapparaten haben eine Standard entwickelt, der im Header eines Bilder zusätzliche Informationen hinzufügt. Exif ist ein textbasiertes Austauschformat, dessen Informationen in den Header einer Bilddatei eingefügt werden. Die Exif-Daten sind somit quasi „ins Bild eingebrannt„. Die meisten Digitalkameras fügen einen Teil der Informationen automatisch an ein Bild hinzu. Dazu gehören z.B.

  • Name des Kamera-Herstellers und Kamera-Modell
  • Datum und Uhrzeit
  • Orientierung (Bilddrehung um 90, 180 bzw. 270°)
  • Brennweite
  • Belichtungszeit
  • Blendeneinstellung
  • Belichtungsprogramm
  • ISO-Wert („Lichtempfindlichkeit“)
  • GPS-Koordinaten (siehe Fotoverortung Geo-Imaging)

Diese Daten werden von Google schon seit Anfang 2012 ausgelesen und wurden zum Teil auch in den Suchergebnissen angezeigt. Sie boten vor allem für professionelle Fotografen interessante technische Informationen. Mit der neuen Bildersuche sind die Exif-Infos aber meines Wissens nach verschwunden. Bitte korrigiert mich in den Kommentaren, falls das nicht stimmt.

Kniffelig wird es natürlich bei den Punkten Ort und Zeit, wenn z.B. eine Person auf einem Foto mit Exif-Daten abgebildet ist. Die US-Behörden konnten so z.B. anhand eines Pressefotos einen gesuchten Kriminellen aufspüren. Es spricht also auch einiges dafür, diese Infos zu löschen oder die Kamera so einzustellen, dass sie gar nicht erst ins Foto eingebrannt werden. Ich will das nicht empfehlen, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man mit Bildern, die man ins Internet stellt, Google Informationen über Ort und Zeitpunkt liefert.

IPTC-Daten

Der Exif-Standard ist jedoch offen, und es lassen sich weitere Informationen hinzufügen. So gibt es zum Beispiel die sog. IPTC-Daten (International Press Telecommunications Council). Damit lassen sich zum Beispiel folgende Inforamtionen hinzufügen:

  • Kommentar (z. B. in Form einer Bildbeschreibung)
  • Fotograf bzw. Künstlername
  • Hinweise zum Urheberrecht der Datei

Genau bei diesen Daten wären für das Ranking in der Bildersuche relevant. Denn hier könnte man zusätzlichen Text zum Bild hinzufügen. Vermutlich liest Google auch diese Daten aus (da sie ja zum Exif-Standard gehören). Aber ob und inwiefern das für das Ranking relevant ist, steht nach wie vor in den Sternen. Ich vermute, dass es nach wie vor kein Faktor ist, weil es einerseits natürlich auch sehr leicht zu Missbrauch verleitet – und andererseits kaum jemand davon weiß. Aber: wer das Pflegen der IPTC Daten in den Workflow mit einarbeiten kann, wird auf lange Sicht vermutlich davon profitieren.

Mehr über das Exif-Format bei Wikipedia.

Btw: cooles T-Shirt mal wieder :-)

Matt Cutts über Exif Daten als Rankingfaktor ...

Matt Cutts über Exif Daten als Rankingfaktor …

 Weiterlesen?

Kategorie: Bildersuche News   Autor: Martin Mißfeldt

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6 Kommentare zu "Google Bildersuche: EXIF-Daten sind „potentieller“ Rankingfaktor"

  1. Jinxi

    Die exif-Daten werden meiner Meinung nach noch angezeigt, wenn man ein Bild anklickt. In der rechten Leiste stehen bei einigen Photos noch Datum und Kameratyp. Und wenn man auf das kleine + klickt klappt die Seite weiter auf und die anderen Infos werden auch angezeigt.
    Grad mal gegoogelt und eine Info zum Bild kopiert. :)

    Bilddetails: Hilfe
    Typ: JPG
    Datum: 9. Dez. 2008
    Kamera: Nikon D300

    Weniger Bildinformationen
    Einstellungen: 1/100s, f/4, ISO 200
    Brennweite: 70 mm (105 mm für 35-mm-Film)
    Verwendung von Blitz: Mit Blitz
    Belichtungskorrektur: 0.7 EV

    LG
    Jinxi :)

  2. Christian

    Interessanterweise empfiehlt Google’s PageSpeedInside, dass Bilder von unnötigem Beiwerk befreit werden um sie kleiner zu machen. In diesem Zusammenhang zum Beispiel die jegoptim mit der strip-all Option, welche die Meta Daten entfernt.

    • Rainer

      Google widerspricht sich doch laufend. Adsense empfiehlt, dass man so viele Werbeblöcke wie möglich auf seine Seiten macht und am besten einen ganz oben auf die Seite. Und die Suchmaschine feuert einen dann ordentlich vor den Bug für so eine Seite.

      „Btw: cooles T-Shirt mal wieder :-)“

      Hat Google den M.C. zum Abschuss freigegeben? :-)

  3. Wolfi

    Interessante Variante. Mal schaun, was da noch so alles kommen wird. Bilder und deren Formate werden als Informationsträger immer wichtiger. Vor allem im Mobilbereich erwarte ich mir da noch so einiges. Schöne bunte Google-Welt was hast du noch für uns? – Wir dürfen gespannt sein!

  4. Wolfgang Starrost

    Hallo,
    gibt es hierzu eigentlich mittlerweile genauere Erkenntnisse?
    Ich habe auf meiner Webseite http://www.picsforjoo.de zur Zeit etwa 3500 Bilder, alle mit IPTC Daten betitelt. Den Dateinamen habe ich gelassen wie er von der Camera kommt.
    Nur meine Bilder, die kann ich bei der Google Bildersuche nicht finden :-(
    Oder gibt es hierzu eine Lösung?
    VG, Wolfgang

  5. Dominik Kohn

    Ich kann auch nicht bestätigen, dass die IPTC Daten von Google derzeit berücksichtigt werden. Wir bearbeiten im Monat ca. 20.000 Bilder und haben Testweise einen Kommentar in den Bildern hinzugefügt. Die Bilder konnten über Google auch nach 2-3 Monaten nicht wiedergefunden werden. Daher besteht der Verdacht, dass Google diese Informationen nicht auswertet. Hat jemand eine andere Erfahrung mit IPTC Daten gemacht?

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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