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Google-Doodle für 450 Jahre Basilius-Kathedrale

Basilus-Kathedrale Doodle

Basilus-Kathedrale Doodle

Als der russische Architekt Postnik Jakowlew im Jahre 1561 die Basilius-Kathedrale fertig erbaut hatte, fragte ihn Zar Iwan der Schreckliche, ob er eine noch schönere Kirche bauen könnte. Natürlich könne er das, antwortete der selbstbewußte Jakowlew. Kurzerhand ließ ihm Zar Iwan die Augen ausstechen. Die Basilius-Kathedrale in Moskau sollte die schönste Kirche, des Landes, ja der ganzen Welt sein. Diese Geschichte ist zwar eine Legende, aber sie zeigt, wie stolz die Russen auf ihre Basilius-Kathedrale sind.

Google ehrt die Basilius-Kathedrale mit einem Doodle auf der Startseite.

Google-Doodle: Basilius Kathedrale in Moskau

Google-Doodle: Basilius Kathedrale in Moskau

[Quelle: Google-Startseite]

Nach zuletzt aufregenden Doodlen ist das Basilius-Doodle mal wieder etwas „flau“. Irgendwie „ausgewaschen“ und ohne Pointe. Aber vielleicht verstehe ich auch nicht, was das Muster auf dem Fußboden zu bedeuten hat. Es erinnert mich an herbstliche Blätter (was vermutlich nicht intendiert ist). Wahrscheinlich handelt es sich um eine Anspielung auf die mosaikartigen Muster der Fassade. Na egal, wenden wir uns wieder dem Anlass bzw. der Kathedrale zu.

Ursprünglich streng symmetrischer Grundriss

Die Kathedrale wirkt, so wie wir sie heute kennen, sehr verspielt und asynchron. Das liegt in erster Linie daran, dass der Grundriss nicht rechtwinklig zum Roten Platz gesetzt wurde. Aber auch die verschiedenen Kuppelformen und die unterschiedliche Gestaltung der Fassade bewirken diesen Eindruck.

Basilius Kathedrale (grobe Grundrisse-Skizze)

Basilius Kathedrale (grobe Grundrisse-Skizze)

Bemerkenswerterweise war das von dem Architekten urspünglich gar nicht so gewollt. Eigentlich ist der Grundriss der Basilius-Kathedrale streng symetrisch. Er besteht aus drei Ebenen: die unterste ist viereckig. Darauf sitzt eine achteckige Etage, und oben schließt sich die runde Kuppel an.

Im Laufe der Jahre wurden an jeder der acht Ecken weitere Kirchen gebaut. Die Basilius-Kathedrale ist also streng genommen eine Gebäudekomplex, der aus neun Kirchen besteht. Ich habe das mal versucht zu skizzieren (siehe rechts, Achtung: kein echter Grundriss, nur eine Gedankenskizze).

Die beiden Zahlen vier und acht haben in der christlichen Ikonografie natürlich eine besondere Rollen. Die vier ist klar: vier Evangelisten, vier Himmelsrichtungen, vier Elemente und was noch alles. Die acht dagegen steht für das Unendliche, Unbegreifliche, eben das Göttliche. Bei Wikipedia heißt es: „Die zwei sich überkreuzenden Quadrate der Basilius-Kathedrale, die einen achtstrahligen Stern bilden, symbolisieren die Festigkeit des Glaubens, die vier Evangelien, die zu allen Himmelsrichtungen, also in die ganze Welt predigen. Der Stern weist den Weg zum heiligen Jerusalem und verbindet Himmel und Erde.“ [Quelle]

Erst im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die zahlreichen Nebengebäude ergänzt, die dem Ganzen heute den asymmetrischen Eindruck verleihen.

Die Farbenpracht war eigentlich weiß

Neben der außergewöhnlichen Architektur ist die farbig gemusterte Fassade prägend. Aber auch diese Fassadengestaltung stammt nicht vom Architekten Postnik Jakowlew, sondern wurde erst nach und nach ergänzt. Ursprünglich sollte die Kathedrale weiß sein, mit goldenen Kuppeln. Auch hier habe ich mal eine schnelle Skizze gemacht, die diesen Eindruck verdeutlichen soll (siehe rechts).

Aber natürlich gehört die prächtige Fassade unverrückbar mit zur Basilius-Kathedrale. Zum Vergleich links noch mal der Eindruck, wie er sich heutigen Moskau-Besuchern anbietet. Die gesamte Kathedrale wurde zwischen 1990 und 2006 komplett restauriert, so dass sie heute wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Auf jeden Fall ein aufregendes Gebäude. Das Doodle ist zwar etwas mau, aber der Anlass um so bemerkenswerter.

Übrigens wird bei Google-Sketchup ein 3d-Modell der Basilius-Kathedrale angeboten:

Und hier kann man sich die symetrische Anordnung noch einmal von oben anschauen:

Das schreiben andere

Tolle Doodles von Google

Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

6 Kommentare zu "Google-Doodle für 450 Jahre Basilius-Kathedrale"

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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