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Einfache Erklärung für das Google-Phantom-Update: Anbieter oder Ratgeber?

Phantom-Update Erklärung (2. Versuch)

Phantom-Update Erklärung (2. Versuch)

Nachdem nun einige Wochen verstrichen sind, widme ich mich noch mal dem Thema „Phantom-Update“. Dass es sich um ein „Versehen“ handelte, wie Julian vermutete, halte ich für ausgeschlossen – denn dann hätte man es ja korrigieren können. Aber nach allem, was ich beobachte, sind die Rankings seither relativ stabil. Auch meine These mit einer Duplicate-Content-Verschärfung erwies sich als haltlos, weil es viele Gegenbeispiele gibt. Inzwischen glaube ich, dass es sich bei der Analyse des Phantom-Updates um ein „Seo-psychologisches Problem“ handelt. Nach meiner heutigen Überzeugung hat Google nicht die Beurteilung der „Website-Qualität„, sondern die der „Ranking-Qualität“ modifiziert.

Das beste Ergebnis

Üblicherweise wird vermutet, dass Google „das beste Ergebnis“ auf Position 1 rankt. Jede Veränderung muss letztlich eine Ursache haben. Der Ranking-Algorithmus von Google basiert auch Rankingfaktoren. Die werden irgendwie abgewogen, zusammengezählt – und das „beste Ergebnis“ landet auf Platz 1. In der Vergangenheit haben wir viel über Rankingkriterien diskutiert – und viele liegen offen zutage. Zuletzt drehte sich alles um „Content-Qualität“, und auch dafür gibt es eine Reihe plausibler Indikatoren.

Viele beste Ergebnisse

Schon lange ist klar, dass sich „Content-Qualität“ immer nur auf bestimmte Zielgruppen beziehen kann. Für manche Leser ist es haarsträubend, einen simplen, fast kindgerechten Erklärungstext zu lesen. Ihr Vorwissen verlangt nach einem fokussierten Artikel, der durchaus Fachbegriffe enthalten kann. Andere wiederum sind dadurch überfordert und brechen nach den ersten Sätzen ab. Wieder andere suchen gar keine Erklärung, sondern ein Produkt. Welches Ergebnis ist nun das „beste“? Im Grunde gibt es viele „beste Ergebnisse“, die aber vollkommen unterschiedlich sein können – je nach Intention des Users.

Google Phantom Update

Google Phantom Update

Bei der Beurteilung des Phantom-Updates habe ich einen großen Fehler gemacht: ich habe es auf meine Seite bezogen. Sie war zu einem wichtigen Keyword vorher auf Platz 1 – nun liegt sie auf Platz sechs. Ist dieser Ranking-Verlust nun eine Abstrafung? Habe ich etwas „nicht gut genug gemacht„? Muss ich meine Seite nun verändern, also „optimieren“?

Die Google-Ranking-Meta-Ebene

Was man allzu leicht vergisst, ist, dass sich nicht alles um die eigene Seite dreht. Meine Seite ist so gut wie zuvor, ebenso wie die von Fielmann, Brille24, Misterspex und so weiter. Google hat nun die Reihenfolge der Ergebnisse im Ranking angepasst. In der Google Bildersuche kann man das schon seit Jahren beobachten: die „richtige Mischung“ ist für die „optimale User-Experience“ wichtig.

Diese Mischung, man könnte auch sagen, die Qualität des Google-Rankings an sich, ist eine Art Meta-Ebene im Seo. Sie ist vollkommen unabhängig von seitenspezifischen Qualitätssignalen.

Phantom-Update war ein „transactional-Update“

Die Ursache, warum so viele Ratgeber verloren und so viele „Brand-Shops“ gewonnen haben, liegt nach meiner Einschätzung darin, dass Google offenbar davon ausgeht, dass „transactional searches“ (also solche, bei denen der User konkrete Angebote sucht) zunehmen, während „informational searches“ (bei denen der User sich nur informieren möchte) abnehmen.

Vereinfacht gesagt: wer etwas Konkretes anbietet, hat bei Google bessere Chancen, als jemand, der „nur Informationen“ liefert. Allerdings hat Google die „Zwischenhändler“, die Affiliate, quasi die Immobilienmakler des Webs (im negativen Sinne), nicht als „transactional“ eingestuft – sinnvollerweise, wie ich finde (auch wenn ich betroffen bin). In der Folge sind Ratgeberseiten mit Affiliate-Anteil nach hinten gerutscht.

Google Phantom-Update =

Google Phantom-Update = „User-Intention-Update“

Nur bestimmte Keyword-Gruppen betroffen

Da ist es nur logisch, dass nur bestimmte Keyword-Gruppen vom Phantom-Update betroffen sind. Eben jene, bei denen die Grenze zwischen „transactual“ und „informational“ fließend ist. Wer nach „Augenlasern“ sucht, will der nun einen konkreten Anbieter finden, oder einen allgemeinen Ratgeber? Oder nach „Gleitsichtbrille„? Anbieter oder Ratgeber? Bislang hat Google die Ratgeber bevorzugt. Doch das hat sich mit dem Phantom-Update geändert…

Die (uneindeutige) Intention der Anfrage

Im Grunde scheint mir das Phantom-Update folgerichtig zu sein: wenn die Intention der Anfrage uneindeutig ist, bietet Google dem User erst mal drei oder vier konkrete Anbieter. Wer dann feststellt, dass das Gesuchte nicht dabei ist – und man weitere Entscheidungshilfen benötigt, klickt man eben auf eine weiter hinten liegende Ratgeberseite. Dieses Reihenfolge ist sinnvoller als eine Reihe von Ratgeberseiten auf den vorderen Plätzen, wenn man ein konkretes Angebot sucht.

Grundlegender Seo-Wandel: Platz 1 nicht mehr überall erreichbar

Für einige mag das überraschend klingen: aber für mich stellt das Phantom-Update einen grundlegenden Wandel dar. Bislang war es im Prinzip bei jedem Keyword möglich, Platz 1 in den Google-Suchergebnissen mit einer Ratgeberseite zu erreichen. Früher war es die Linkpower, dann die Content-Qualität. Aber mit dem Phantom-Update tritt eine Meta-Ebene zutage, die ich einfach nicht mehr bespielen kann. Denn ein Brillen-Anbieter werde ich nicht werden.

Post-Phantom-Ära - Ende der Ratgeber-Dominanz

Post-Phantom-Ära – Ende der Ratgeber-Dominanz

Fazit: Anbieter oder Ratgeber?

All die Ratgeberseiten, die auf vorderen Plätzen lagen und scheinbar zurückgestuft wurden, machen nach wie vor einen guten Job. Wenn Google die Ratgeber eben erst ab Position 3 oder 4 zeigen will, kann man noch so gut sein. Dann gewinnen die Anbieter – und das sind oft eben die Brands.

Ich würde das Phantom-Update daher als „User-Intention-Update“ bezeichnen :-)

Oder? Was meint ihr?

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Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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51 Kommentare zu "Einfache Erklärung für das Google-Phantom-Update: Anbieter oder Ratgeber?"

  1. Olaf Kopp

    Hallo Martin, finde ich logischer als Deinen letzten Erklärungsansatz. Die Suchintention eines Keywords steht scho seit langem im Mittelpunkt der Keyword-Analyse, da es nur logisch ist, dass Google diese versucht festzustellen und dementsprechende Dokumente auszuliefern, wie ich hier ausführlich erklärt habe: http://www.sem-deutschland.de/seo-tipps/identifikation-der-suchintention-zweck-der-seo-landingpage-folgt-suchabsicht/

    • Mißfeldt

      ja, danke für den Hinweis. Habe ich gerne auch oben am Ende des Artikels verlinkt.

  2. TecReflex

    Ein interessanter Artikel, Martin, auch wenn ich die These von Julian nicht sofort verwerfen würde:

    Ich habe zwar auch beobachtet, dass einige Rankings gleich geblieben sind, viele andere haben sich jedoch wieder normalisiert, wobei es keinen Unterschied macht, welcher Natur die entsprechenden Seiten waren.
    Natürlich kann dies auch vom Themengebiet abhängen, ansonsten werden wir wohl nie erfahren, was genau verändert wurde.

    LG

    • Mißfeldt

      Natürlich muss Google zu jedem Keyword ermitteln, ob es mehrheitlich transactional oder eher informational getrieben ist. Vielleicht hat Google den Algo nach dem Update noch etwas nachjustiert, so dass bei einigen Begriffe doch wieder die informational-Seite mehr Platz bekommen hat – und damit einige Seiten wieder nach oben geschoben wurden.

      Interessant scheint mir vor allem, dass man selber keinerlei Einfluss mehr darauf hat. Aber hey, Seo-Berufskrankheit! Wenn man aus eigenem Antrieb nicht mehr auf #1 kommen kann, dann frustriert das natürlich ;-)

  3. Jens Fröhlich

    Hallo Martin,

    Deine Herleitung ist verständlich und interessant. Allerdings stelle ich bei einigen Projekten fest, dass diese mit Traffic-starken Keywords (Ratgeber-Dokumente; Transaktionssuche) nicht von Position 1 oder 2 gefallen sind. Das betrifft Short Tail als auch Longtail Keywords. Diese Sachlage stellt somit einen Widerspruch zu Deiner These dar. Vielleicht sollten wir das global auf Meta Ebene betrachten. Mal schauen, was andere SEOs beobachtet haben…

  4. Marcel

    Das passt aber sowas von! Hatte das bei einem Keyword auch schon mitbekommen die letzten Wochen, jedoch nicht so für voll genommen, da genau die Seite jetzt auf Platz 1 steht die da auch hingehört. Aber jetzt wo ich das von Dir lese… das passt alles zusammen! Muss ich mir mal noch bei weiteren genauer anschauen.

  5. Sabrina

    Hi Martin,

    aus diesem Blickwinkel hatte ich das noch gar nicht betrachtet.
    Ich werd das jetzt mal genauer unter die Lupe nehmen.

    Mir kommt da sofort ein Gedanke:
    Wenn deine Theorie stimmt, dann wäre es ja jetzt sinnvoll eine LP in Form einer Ratgeberseite zu erstellen, also mit viel Content und eine zweite LP, die sich dem Kauf widmet. Das geht natürlich nicht bei jedem.

    • Mißfeldt

      Das machen soweiso schon viele große Brands. Glossare sind doch schon lange ein „inflationärer Seo-Trick“ von großen Brands. Kaum ein Anbieter, der sowas nicht hat.

      Und klar, wenn man selber etwas zu verkaufen hat, um so besser. Aber viele Seitenbetreiber nutzen eben Partnerprogramme, die sie an ihre Ratgeber anhängen. Das reicht nun offenbar nicht mehr …

    • Uwe Hamann

      Das macht man seit Jahren so. :) Macht auch Sinn.

  6. Uwe Hamann

    Hallo Martin, danke für den Artikel.

    Ich kann deinen Erklärungen teils zustimmen. Teils sehe ich es aus eigener Beobachtung und Analyse anders.

    1. Ich habe eine rein informative Seite, die inhaltlich zum gewünschten Thema gut aber nicht super ist. Die Rankt seit 2-3 Jahren bei den relevanten Keywords sehr zuverlässig. Es ist ein Testprojekt mit ca. 250.000 Besuchern im Jahr. Mittelmäßige Technik, keine responsive Inhalte etc. Aber rankt und scheint den Suchenden informativ zu befriedigen. Genaueres kann ich nicht sagen, da ich dort keine externen Analyse Tools verwende.

    2. Ich habe einem Shop zum Testen informative Inhalte online gestellt. Einige ranken bei den Top-Keys sogar auf 1. Es geht um 6 Seiten mit je 5.000 bis 15.000 Besuchern im Monat. Wie gesagt. Sind nur Testseiten, um genau solche Dinge wie dieses Update mitzubekommen und mit eigenen Daten auswerten zu können.

    Ergebnis: 2 Seiten stehen fest auf 1. Alles wie vorher. 2 Seiten sind aus den Top 3 auf 10-12 gefallen. Inhaltlich wurden diese einige Wochen vorher sogar noch etwas verbessert, ausgebaut und verschönert, weil ich so etwas befürchtet habe. Hohe Verweildauer 4-6 min., hohe Absprungrate über 70%.

    3. Im Shop rankten Kategorien zu generischen informativen Begriffen, aber die informativen Inhalte gab es noch nie und wird es nie geben, weil es, wie bei mir halt fast immer, um Geschenke geht. Die Keywords zu den Anlässen sind von Pos 4-5 auf 8-10 gefallen. Die transactional keywords mit dem Zusatz Geschenke und Co. ranken weiter auf 1.

    Mein Fazit: Google hat die serps hinsichtlich der Userintension, wie du auch schreibst, korrigiert. Teilweise hätten die Positionen nie oben sein dürfen, aktuell nicht einmal auf 10. Denn wer sich zu einem Anlass informieren mag, der mag nicht unbedingt meine Geschenke-Inhalte konsumieren oder gar kaufen, sondern etwas lesen, was ich ihn bewusst nicht biete, weil meine Besucher Geschenke suchen.

    Teilweise finde kann ich die Korrekturen allerdings nicht nachvollziehen, da einige Anbieter definitiv schlechtere Inhalte und auch weniger Inhalte als auf meinen Testseiten liefern aber halt ein Brand sind. Da meine neue Branddomain in 2 Monaten viel mehr zugelegt hat, als ich es erwarten konnte, andere Brands auch gut gewonnen haben, gehe ich auch davon aus, dass Brands profitiert haben.

    Genaueres gern persönlich bzw. offline. :)

  7. Miladin

    …die These ist in sich schlüssig und durchaus denkbar.
    Danke, dass Du Deine Gedanken mit uns teilst, mein Lieber…
    :D

  8. Schnurpsel

    Apropos „Gleitsichtbrille“, hast Du selbst eigentlich eine?
    Falls ja, wie sind Deine Erfahrungen dazu?
    Ich muß mir auch mal langsam Gedanken zu dem Thema machen… :-)

    • Mißfeldt

      hehe, offtopic, aber egal. Ich habe eine super gute 1000 Euro Gleitsichtbrille. Aber nach ca. 6 Wochen bin ich wieder auf eine „billige“ Einstärkenbrille umgestiegen. Das Sichtfeld einer Gleitsichtbrille ist einfach deutlich kleiner – sobald man aus den Augenwinkeln schaut, wirds unscharf. Wenn man auf einem Balkon steht, sieht man auf der Straße nix mehr, nur wenn man den Kopf richtig von vorne neigt. Auf dem Fahrrad auch. Im Auto wird der Schulterblick zum Glücksspiel.
      Mein PC- Monitor steht ca. 70 c. weg, und echte Bücher lese ich nur selten.
      Ich komme mit der Einstärkenbrille einfach besser zurecht – noch …

      • Schnurpsel

        Naja, Du hast oben „Gleitsichtbrille“ als Beispiel genannte, deshalb wurde ich wieder daran erinnert.

        Deine Erfahrungen klingen ja nicht so gut. Noch reicht meine Armlänge aus, aber das wird nicht immer so sein. :-)
        Bei einer Bifokalbrille wird es ja öhnlich sein, also wäre das keine Alternative.

        • Mißfeldt

          klar, wenn man tatsächlich nicht mehr im Alltag lesen kann, dann muss die Gleitsichtbrille sein. Bifokal ist auch ganz schön teuer – und im Prinzip das gleiche.
          Ich denke nur: so lange wie möglich hinauszögern. Das von Optikern gepriesene „So früh wie möglich, damit die Eingewöhnung leicht fällt“ kann ich nicht bestätigen. Aber: ich kenne viele in meinem privaten Bekanntenkreis, die alle sagen, sie hätten mit der Gleitsichtbrille keine Probleme. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mit meinen 46 immer noch einen Visus von 1,25 habe und sehr „empfindlich“ hinsichtlich meiner visuellen Wahrnehmung bin.

  9. Alfons

    Schöner Artikel Martin,

    allerdings wirft er gleichzeitig die
    ganz enscheidende Frage aus:

    „Ist Content wirklich noch King ??!“

  10. Andreas AT

    Also das klingt nach einer plausiblen Erklärung. Diese Reihenfolge macht, wie du schon schreibst, tatsächlich mehr Sinn. Ich kann die These jetzt weder mit Daten bestätigen oder widerlegen. Es scheint aber hauptsächlich Seiten betroffen zu haben, die wirklich auf Toppositionen standen. Da meine Informationsseiten allesamt nicht ganz oben stehen habe ich keinen Effekt des Updates feststellen können. Die Entwicklungen unterliegen bei mir den normalen Schwankungen.

  11. Hans Braumüller

    Hallo,

    sehr interessant, vielen Dank. Ich versuche demnächst in meinen Blog, deinen Beitrag zu erwähnen. Ich werde dies zum Anlass nehmen, informative Seiten eines Projekts direkter in Zusammenhang mit einer Buchung zu bringen. Ich arbeite hauptsächlich im Bereich der Ferienhausvermietung und das Projekt hat wiederum an Sichtbarkeit durch das Phantom-Update verloren. Das Branding ist schwach, da es um eine Vermittlung geht, und die selben Häuser es auch woanders bei stärkeren Brands gibt. Mal sehen, ob sich das Ranking etwas wieder verbessert.

    Grüße aus Hamburg,

  12. Kai

    Meiner Meinung nach lässt sich diese These ganz einfach widerlegen:
    Siehe Rankingverlauf von wikipedia.org.
    Wenn dem so wäre, wie du vermutest, dann hätte insbesondere DIE Ratgeberseite schlechthin massiv an Sichtbarkeit verlieren müssen. Dem war aber nicht so.

    • Peter

      Wikipedia ist keine Ratgeberseite sondern eine Enzyklopädie.

    • Thomas Wendt

      Passt denn Wikipedia in das Schema der hier betrachteten Seiten? Meines Erachtens decken nicht alle Webseiten den engen Fokus auf „informational“ und „transaktional“ ab, denn so wie ich das verstehe, funktioniert die Sichtweise nur im Umfeld des Onlinehandels.

    • Mißfeldt

      hmm, ich glaube, Wikipedia war bei den meisten Keywords, um die es hier geht (uneindeutig zwischen transactional und informational) eh nicht so weit vorne dabei. Wikipedia dominiert die informational Anfragen, aber nicht die transactual oder die Zwischenbereiche.

      • Kai

        Google doch einfach mal nach Begriffen wie Jeans, Mountainbike, Bogen, Matratze, Rennrad etc. Das sind alles sowohl informational als auch transaktional Keys und bei allen ist Wikipedia beim Update mindestens stabil geblieben.

        • Mißfeldt

          ja, danke. Alles Keywords, die meine These unterstützen. Da liegt Wikipedia – als jeweils erster Ratgeber – bestenfalls auf Pos. 5, meistens eher Pos. 6 – 7. Wikipedia hat durch das Phantom-Update so gut wie nix hinzugewonnen.

          Btw.: Dabei ist mir aufgefallen, dass z.B. test.de orendlich profitiert hat – vermutlich, weil dort Ratgeber UND Produktanbieter gut zusammenkommen.

          • Kai

            Laut deiner These haben Ratgeber ja auch verloren und nicht dazugewonnen.
            Du müsstest deine These dann vielleicht noch dahingehend anpassen, dass du vermutest, dass lediglich Top3 Platzierungen betroffen sind.

          • Kai

            Und btw: testberichte.de hat massiv verloren, verfolgt aber ein ähnliches Geschäftsmodell wie test.de, da sie zu den Tests auch sofort Produkte bzw. Produkthändler anbieten.

  13. Artur Kosch

    Hallo Martin,

    gute These die du hier veröffentlichst. Bei solchen allgemeinen Suchanfragen ist es natürlich schwer zu beurteilen, was die genaue Suchintention ist. Ich würde solche Suchanfragen eher, weil sie eben so „ungenau“ sind, zur informationsorientierten Suchanfragen zuordnen. Auch wenn es darum geht, den richtigen Anbieter zu finden, bietet meiner Meinung nach eine unabhängige Quelle mehr Relevanz, als ein Anbieter der seine Produkte anpreist.

    Bin gespannt, ob sich in der Hinsicht noch was tut.

    Gruß
    Artur

    • Mißfeldt

      Kann man so oder so sehen. Ich glaube, weil es uneindeutig ist, hatte Google bislang die Strategie, die Du vorschlägst, probiert, und nun lassen sie die andere Richtung laufen. Daraus könnte man schließen, dass es sich in drei oder vier Monaten erneut verschiebt, wenn Google entsprechende Userdaten eingesammelt hat.

  14. Tim Tics

    Gute Theorie und die Auswirkung auch. Der Grund für Google dürfte aber noch weiter gehen: Google ist börsenotiertes Unternehmen und macht mit AdWords und Anbieter das meiste Geld. Zum anderen ist Google bestrebt, selbst mehr Antworten zu liefern.
    War nur eine Frage der Zeit…

  15. Martin Krüger

    Hallo Martin,

    deine Ansätze finde ich tatsächlich immer sehr interessant. Allerdings lassen sich immer Beispiele finden, welche die Vermutung etwas entkräften. Bei zwei unserer Shops, von denen zumindest einer definitiv gut gebrandet ist und beide mehr oder weniger zum Gesundheitsbereich gehören (Kontaktlinsen und Nahrungsergänzung)gab es massive Sichtbarkeitseinbrüche laut Index. (40% und 50%). Ratgeberseiten sind dies in keinen Fall.

    Interessant ist aber, dass es zwar so einen starken Einbruch des SI gab, der Traffic sich aber gering bis gar nicht verringert hat. Ich vermute daher, dass die Relevanz sehr wichtig geworden ist. Jeder kennt es doch, dass Besucher über eine Suchanfrage kommen/ man für Keywords gelistet wird, welche einfach gar nicht zur Seite passen.

    Dass hier nachgebessert wurde, würde den fast gleichbleibenden Traffic und die SI Einbruch erklären.

    Grüße vom Namensvetter
    Martin

  16. Gerd

    Hallo Martin,

    ich habe Deine Ausfürhugnen mit Interesse gelesen. Ich denke aber auch, dass es sich dabei um ein Fischen in trüben Wasser handelt. Wie bereits in vielen anderen Kommentaren erwähnt, gibt es verschiedene Gegenbeispiele. Ich habe mittlerweile diverse Artikel zum Thema verschlungen und muss leider sagen, dass wirklich immer noch nicht wirklich klar ist, in welche Richtung google mit diesem Update möchte.

  17. Berthold Strunk

    Das ganze kann man halt immer aus zwei Sichten betrachten finde ich. Zum einen aus Sicht eines Kunden, der halt wirklich nur einen Rat braucht, und zum anderen als Anbieter, der ein Produkt oder einen Service, wie in meinem Fall einen Schlüsseldienst, anbietet.

    Man kann allerdings durch klare Keywords die Suche in die richtige Richtung lenken und genau die Ergebnisse kriegen, die man wirklich möchte.

  18. Tobias

    Martin, vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Ich bitte zu entschuldigen, sollte ich etwas in den bereits existierenden Kommentaren überlesen haben und hier jetzt etwas doppelt vorkommen. Ich habe noch eine ergänzende Theorie für die Bevorzung der „Brand-Shops“. Könnte es nicht sein, dass Google diesen Vorrang gibt, weil zu vermuten ist, dass weit hinten oder nicht rankende Wettbewerber der auf Platz 1-3 rankenden „Brand-Shops“ dadurch stärker motiviert werden, in Google Anzeigen zu investieren? Dieser Effekt kann bei Info-Seiten nicht in dieser Form erzielt werden.

    V.G.
    Tobias

  19. Christian Peter

    Wir sind schon sehr dumme Menschen hier in Europa weil wir uns extrem von Google abhängig machen, ich fordere schon lange endlich eine echte Europäische Suchmaschine auf die Beine zu stellen aber unsere Politiker hier sind nur die Sklaven von Amerika das muss man ersteinmal verstehen.

    • Junaid Dar

      Naja, es gibt auch viele andere schöne Wege an Traffic zu kommen, SMM, andere PPC Netwroks als AdWords (BingAds, FacebookAds etc.), Email Marketing. Gut an dem Punkt „Amerika“ kommt man tatsächlich sehr schwer vorbei…aber Google könnte man außen vorlassen! ;-)

  20. Karl

    Hi,

    erstmal danke für den Beitrag.
    ich weiß noch nicht so recht was ich von dem Update halten soll, Für Affiliate-Seiten Betreiber wird es wohl etwas schwerere werden, aber ich glaube auch dass es wieder im Algorythmus Lücken geben wird um auch mit Informationsseiten vor Brandseiten zu kommen.

    Cya
    Karl

    • Dominik

      Nicht zwingend ist es jetzt schwerer für Affiliate-Seiten Betreiber.
      Wenn man etwas Zeit und Energie ins Branding steckt, kann auch hier immer noch was rausgeholt werden.
      Qualitativ schlechte Seiten hatten sowieso nie wirklich Chancen, erfolgreich zu sein.

    • Florian

      Es geht weniger um Lücken, sondern eher die Frage, wie man Affiliate-Seiten definiert. Schon der Begriff ist im Grunde ein Wegweiser in die flasche Richtung. Das Problem war und ist schon immer, daß viele das Pferd von der falschen Seite aufzäumen und Content nur als den nötigen Füllstoff sehen, damit die Werbung nicht alleine auf der Seite steht. Dementsprechend ist es auch um die Qualität der üblichen „Blah Test Vergleich Günstig Billig Online Kaufen & Sparen“ Seite bestellt.

  21. sky

    Sorry, dass ich diesen älteren Beitrag nochmal auskrame, bin aber eben erst drüber gestolpert. Du schreibst, dass Google offenbar davon ausgeht, dass „transactional searches“ zunehmen und „informational searches“ abnehmen. Schaut man hier in die Kommentare, scheint es doch für jedes Keyword unterschiedlich zu sein. Google weiss aber doch eigentlich selbst für jedes Keyword, ob die Leute eher Informationen suchen oder ein Produkt kaufen wollen. Ergibt sich ja aus den Klickraten in den Suchergebnissen. Google könnte hier also für jedes Keyword individuell gewichten, ob Transactional oder Informational-Ergebnisse vorne liegen. Bei dem Keyword „Brille“ wollen die Leute vielleicht eher eine kaufen als einen Ratgeber. Nur so ein Gedanke…

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  10. […] dann das ominöse Phantom-Update die Sichtbarkeit um die Hälfte reduzierte. Ich habe seinerzeit viel darüber geschrieben. Google fing an, die User-Intention in den Algorithmus einzuarbeiten. Und da waren bei vielen […]

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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