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Google Linknetzwerk-Psycho-Trickkiste mit blauen Briefen

Blauer Brief von Google

Blauer Brief von Google

Seit Jahren kämpft Google gegen Spam. Farmer-Update, Panda UpdateLayout Update und was es da alles gab. Die Suchmaschinen-orientierten Webmaster hatten sich bislang mit Google ganz gut arrangiert. Im Grunde nutzte es allen, wenn allzu schlechte Seiten, die sich vorne reingemogelt hatten, verbannt wurden. Doch nun scheint man das Problem mit den schmutzigen, wirklich störenden Spam-Websites einigermaßen im Griff zu haben. Denn Google eröffnet ein Schlachtfeld, in dem es um ganz andere, eigentlich saubere Seiten geht. Nicht mehr nur Spam-Seiten stehen im Fokus, sondern alle, die scheinbar Linkkauf betreiben. Google hat begonnen, die etablierten Optimierungsmechanismen auszuhebeln.

Ist Google Gott?

Ist Google Gott?

Der Google Algo basiert auf Backlinks (siehe dazu auch: Grundsätzliches zu Backlinks: das Prinzip der Empfehlung). Google sagt in seinen Richtlinien klipp und klar, dass man die Backlinks einer Website nicht manipulieren solle. Soweit sogut. Das wissen inzwischen alle, aber nichtsdestotrotz hält sich fast niemand daran. In den letzten Jahren hat sich ein blühender Linkhandel etabliert. Linkkauf und -tausch sind für viele Webmaster ein tägliches Business. Und irgendwie sind ganz viele offenbar davon ausgegangen, dass Google sich damit arrangiert habe. Ansonsten ist der jetzige Aufschrei kaum zu verstehen.

Google macht Ernst…

Matt Cutts lacht sich eins...

Matt Cutts lacht sich eins...

Mal ehrlich: es war doch klar, dass Google irgendwann Ernst macht und versucht, gekaufte (und mittelfristig auch getauschte) Links ausfindig zu machen und zu eliminieren. Der Aufschrei hängt vermutlich auch damit zusammen, dass Google die scheinbar gekauften oder getauschten Links nicht einfach nur entwertet (im Sinne von neutralisiert), sondern sogar eine Abwertung/Bestrafung vornimmt. Man hätte ja auch sagen können: alles, was gekauft, vermietet oder getauscht aussieht, vererbt einfach keinen Juice mehr. Damit hätte sich die Serps auch auf natürliche Weise aufgeräumt. Im Grunde ist Google seit Jahren diese softe Strategie gefahren: bislang wurde beim Linkkauf-Verdacht einfach der pageRank herabgestuft, ansonsten passierte nichts. Vor allem verlor man keine Rankings. Aber nun fängt Google an zu bestrafen. Denn es gilt, klarzustellen, dass die Richtlinien schon gelten sollen.

Blaue Briefe im Webmastertools-Kasten

Ohhh Google...

Ohhh Google...

Die Datenkrake hat also damit begonnen, Link-Netzwerke zu analysieren und die entsprechenden Linkgeber (?) und -nehmer abzumahnen. Dafür werden via Webmastertools „Blaue Briefe“ verschickt. Das perfide: Google fordert dazu auf, die schmutzigen Links zu entfernen, allerdings ohne zu sagen, welche gemeint sind. [Update: Google fordert nicht direkt dazu auf, andere zu verpfeifensiehe Kommentare]. Und damit bekommt Google natürlich sehr viele Informationen, die helfen, andere, bislang unbekannte Netzwerke zu identifizieren. Man kann es auch so formulieren: das große Linknetz-Abschlachten hat begonnen ;-)

Kollateral-Schäden …

Das Seo-Schwein

Das Seo-Schwein

Nur leider: Google hat (vermutlich) eine ganze Reihe von Seiten abgestraft hat, die gar keine Links ge- oder verkauft haben. Diese Kolleteral-Schäden sind bei der aggressiven Google-Strategie wohl nicht zu vermeiden. Aber dieses Risiko meinte man auf Google-Seite wohl eingehen zu müssen. Im Zweifelsfall abstrafen und sehen, was passiert. Es gibt wohl nicht wenige, die darauf setzen, dass Google diese generelle Abstrafung demnächst wieder zurücknehmen wird. Aber bis dahin sind so viele Quellen von gekauften Links gemeldet worden, dass man eine gute Grundlage hat, um weitere „Link-Netzwerke“ zu erkennen.

Psycho Trickkiste…

Das Ganze ist letztlich ein „Psycho-Krieg“: die einen mahnen, man möge doch bitte schön nicht überstürzt reagieren und Google damit in die Karten spielen. Siehe dazu:

Andere sehen das eher pragmatisch:
Google Psychokrieg

Google Psychokrieg

Solidarität mit dem großen Ganzen, oder Rettung der eigenen Rankings? Gretus weist leidenschaftlich darauf hin, dass sich auf Basis dessen, was sich bislang stillschweigend als Status Quo etabliert hat, ja viele wirtschaftliche Existenzen hängen. Denn, soviel ist klar: es gibt kaum eine Online-Branche, in der Geld verdient wird, wo nicht Links gekauft werden, um die vorderen Plätze zu besetzen. Das Problem ist also, dass der Linkhandel inzwischen weit verbreitete Praxis ist. Das betrifft eben nicht die kleinen schmutzigen MadeForAds-Spamseiten, sondern auch etablierte Marken, Firmen und Affiliates.

Was tun? Keine Ahnung…

Dumm gelaufen...

Dumm gelaufen...

Irgendwie scheinen alle davon ausgegangen zu sein, dass Google das toleriert. Ich bin echt froh, dass ich nicht betroffen bin, denn ich wüsste zur Zeit nicht, wie ich mich am besten verhalten würde. Einfach nur die schlechten Rankings akzeptieren? Wohl kaum. Andere verpfeifen? Auch schwierig.

Fazit

Vier Dinge scheinen mir in dem Zusammenhang vorausschauend wichtig:

  • Die Szene sollte aufpassen, dass man sich nicht auf extreme Positionen versteift. Denn dann könnte sich das zu einer echten Schlammschlacht entwickeln. Respektiert die Ansichten und Interessen der anderen.
  • Es ist zwar einfach, Google als Bösewicht zu beschimpfen und sich gegen Google aufzuplustern. Nur: nützen wird das wenig. Man sollte und muss, wie immer, versuchen sich mit Google zu arrangieren.
  • Bislang geht Google nur gegen „Linkkauf“ vor. Zumindest scheint es so. Man sollte jetzt schon mal darüber nachdenken, ob man eventuell an einigen Stellen vielleicht zu extensiv Linktausch betrieben hat. In dem Zusammenhang würde ich empfehlen, themen-unrelevante Links abzubauen. Nicht 100 pro Tag, aber doch nach und nach. Das ist ja sowieso mit Verhandlungen verbunden… – bin ich froh, dass ich keinen einizigen getauschten Link habe ;-)
  • Hört nicht auf, sinnvoll zu verlinken. Das Schlimmste, was jetzt passieren kann, ist, dass sich eine allgemeine Stimmung breit macht: ausgehende Links setzen – ist mir viel zu riskant. Links sind ein Mehrwert für die User. Und Google hat nichts gegen Links an sich.

Schätze, wir werden demnächst mehr über „wie baue ich ein sauberes Netzwerk auf“ lesen und diskutieren.

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Blauer Brief von Google - alles nur ein Psycho-Trick?

Blauer Brief von Google - alles nur ein Psycho-Trick?

Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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46 Kommentare zu "Google Linknetzwerk-Psycho-Trickkiste mit blauen Briefen"

  1. Gretus

    Hallo,

    man muss sich das mal in der realen Welt vorstellen: VW verschickt an einige Hundert ihrer Mitarbeiter ein Schreiben, in welchem steht, dass die betreffenden Leute gegen den `Verhaltenskodex von Volkswagen´ verstoßen haben und bitte doch die für Verhalten verantwortlichen Mitarbeiter der Unternehmensführung melden sollen.

    Das Resultat wäre, dass alle Mitarbeiter brav und artig pünktlich zur Arbeit erscheinen würden…

    Grüße

    Gretus

  2. Schnurpsel

    Hmmm, dann können die Google-Doodle-Blogger demnächst auch einpacken. Sieht das nicht auch wie ein Linknetzwerk aus, wenn sich die Doodle-Artikel immer gegenseitig kreuz und quer Verlinken? Für mich ist das eindeutig Linktausch. :-)

    • tagSeoBlog

      hehe, ja, das habe ich auch schon gedacht. Die Grenzen, wann eine gegenseitige Verlinkung in Ordnung oder eher fragwürdig sind, sind ja sehr fleißend. Deswegen denke ich ja auch, man muss mal mehr darüber nachdenken, was im Sinne eines Netzwerkes eigentlich OK ist. Ein Netzwerk muss ja nicht unbedingt eine „Linknetzwerk“ sein.

  3. Wolfgang

    Irgendwie trotzdem verständlich.
    Die besten Seiten sollen oben ranken (wie immer das auch festgestellt werden soll).
    Es ist aber nicht einzusehen, warum die Seite mit den meisten gekauften bzw. getauschten Links die beste sein soll. Nur weil sich jemand stundenlang ans Telefon hängt, um von anderen Seitenbetreibern Links zu ergattern, wird der Webauftritt um keinen Deut besser.

    • tagSeoBlog

      Das habe ich versucht, in diesem Artikel zu thematisieren: „Die „besten Seiten“ gibt es nicht, und schon gar nicht für einen Algo. Google ist auf die Empfehlungen von anderen angewiesen. Und wenn Empfehlungen manipuliert werden, wird Google sauer. Ob die Ergebnisse nach der Abstrafung besser werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich wage sogar die These, dass sie schlechter werden ohne den Linkhandel. Na mal sehen…

  4. jweisensee

    ich verstehe die Aufregung in der Szene nicht.
    Natürlich hängen wirtschaftliche Existenzen daran, ABER:
    man hat sich bewusst auf dünnes Eis begeben. Wenn ich mein Geld mit Drogenschmuggel verdiene muss ich auch damit rechnen erwischt zu werden. Oder geht dann ein Aufschrei durch die Bevölkerung, man solle beim Zoll doch mal an die wirtschaftlichen Existenzen denken, die man durch Kontrollen zerstört…
    Es ist schade, wenn unschuldige sites betroffen sind, aber ich denke diese werden sich schnell rehabilitieren können.
    Und allen anderen kann man nur sagen: was der Schiri nicht sieht, pfeift er nicht, aber er sieht wohl inzwischen einfach deutlich mehr ;-)

    Grüße,
    Johannes

    • Thomas Wendt

      Wer mal eine abgestrafte Seite in seinem Portfolio hatte, weiss, dass das mit der Rehabilitation nicht so einfach ist. Denn ein großes Problem ist die fehlende Möglichkeit, mit Google in Kontakt zu treten.

      Im schlimmsten Fall wird eine Seite abgestraft, ohne dass der Webmaster eine Ahnung hat, woran das liegen kann. Erfragen kann er das bei Google definitiv nicht. Einer Bitte um nochmalige Prüfung wird i.d.R. nicht entsprochen.

      Wer abgestraft ist, sitzt in der Tinte und ist ggf. wirtschaftlich am Ende. Ein solcher „Kollateralschaden“ ist m.E. nicht akzeptabel.

      Die Abstrafung einer Seite vor einigen Jahren habe ich auf einen Linkkauf zurückgeführt. Wie dieser festgestellt oder ob er nur vermutet wurde – keine Ahnung. Die Seite war in den Suchergebnissen so weit unten, dass sie nicht mehr lief. Die Seite hat sich nie erholt und existiert heute nicht mehr. Ich habe davon gelernt und verzichte seit Jahren völlig auf gekaufte Links.

  5. Gretus

    Hi Wolfgang,

    dann soll Google die Links einfach entwerten oder zumindest genau benennen um welche Links es sich ihrer Meinung nach handelt.

    So MÜSSTE es laufen: Google müsste einen konkreten Verdacht äußern, dass Link x, y und z womöglich gekauft sind. Als Webseitenbetreiber müsste man die Chance haben, einen Gegenbeweis zu liefern und im Zweifelsfall (!), müsste Google dem Webseitenbetreiber einfach glauben. Ähnlich so ist es vor Gericht…

    So LÄUFT es: Google äußert einen diffusen Verdacht, als Webseitenbetreiber weiß man überhaupt nicht was man machen soll und im Zweifelsfall wird einfach abgestraft. Das ist nicht korrekt…

    Grüße

    Gretus

    • Martin

      Ähm – Google muss überhaupt GARNICHTS. Und jeder wusste was passiert wenn zu viel Werbung / Links / etc. betrieben wurde. Das wusste JEDER von Anfang an, nur wahrgenommen hat es nie jemand. Jetzt ist es so weit und niemand sieht die Schuld bei sich selbst. Sorry – NULL Verständnis dafür!

  6. Philip

    Ein Sturm im Wasserglas oder eine echte Wende? Noch lässt sich das nicht abschätzen. Die Webmaster-Richtlinien wurden vermehrt belächelt. Aber die aktuelle Politik sieht wohl so aus: Bisher können Maschinen eine Content-Qualität kaum gut erkennen. Schritt 1: Mögliche Unschärfe des Link-Profils bekämpfen. Schritt 2: Aus der vermeintlich echten Verlinkung Qualitäts-Merkmale berechnen. Vielleicht unterstellt Google auch folgendes: Wer Links kaufen muss, hat keine ausreichende Qualität.

    Es bleibt spannend.

  7. Kai

    Hallo Martin,
    Google sagt ja nicht dass man die Linkgeber verpfeifen muss oder soll!
    Das interpretieren viele nur rein.
    In dem Brief steht, dass man unnatürliche Links entfernen soll und Links die man nicht entfernen kann dann zur Entwertung einschicken kann.
    Das ist ein wichtiger Unterschied aus meiner Sicht.

    • tagSeoBlog

      Stimmt, in dem Brief steht das wohl so nicht drin. Aber indirekt natürlich schon: Google muss doch nur schauen, welche Links abgebaut wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nach dem „Antrag auf erneute Überprüfung“ bei den Links, die dann fehlen, um gekaufte handelt, ist doch recht hoch, oder?
      Ergo hat man dann natürlich indirekt die Seiten verpfiffen, auf denen Links gekauft wurden.

  8. Paule

    Hallo,

    ich denke noch ein bisschen schwärzer bzgl. Google. Womit macht Google Geld? Zu über 90% mit Adwords. Nun gibt es aber diese SEOs woran Google fast nix verdient. Also was macht man da?

    Ganz einfach: Man verändert den Algo, so dass es keine klaren Linien mehr gibt. Und ab und zu drückt man auch noch manuell auf den roten Knopf.

    Wirtschaftlich denkende Unternehmen wie Onlineshops müssen eindeutige Zahlen haben womit sie arbeiten können. Ich spreche von X Ausgaben für SEO, wodurch eine Einnahme von Y enstehen muss. Diese Berechnung hat zuletzt noch ganz gut funktioniert, wie man an den hiesigen StartUps im Bereich Shopping erkennen kann. “Wir benötigen Summe Z, um in 12 Monaten Umsatz U zu erreichen…”.

    Durch Googles Verwirrungstaktik gibt es keine eindeutige Formel mehr für den wirtschaftlichen Nutzen von SEO!

    Die Unternehmen suchen sich jetzt also andere Marketingmöglichkeiten, die weniger risikobehaftet sind und die man besser skalieren kann: Google Adwords.

    Und schon hat Google 2 Fliegen mit 1er Klappe geschlagen:

    1. mehr Adwords Umsatz
    2. Weniger SEOs

    Das passt auch alles sehr schön ins Bild, wenn man bedenkt das sich die Aktionäre von Google bzgl. der zu geringen Fokussierung auf finanzielle Erfolge aufgeregt haben. Google möchte in Zukunft mehr auf die Interessen der Aktionäre eingehen. Leider finde ich gerade die Quelle nicht dazu. Auf jeden Fall waren die “nur” 7% Prozent Gewinnentwicklung den Aktionären zu wenig…

    Es geht auch bei Google nur ums Geld…

    • tagSeoBlog

      hehe, da passt ja auch diese neue Meldung zu: Neu: Google Affiliate Ads.

    • Martin

      Verstehe ich nicht ganz. Wollte Google noch mehr Geld damit verdienen hätten wir die erste komplette Seite nur mit Werbeanzeigen. Übertreib mal nicht…

      Und genau das was du beschreibst, sollte eben NIE möglich sein. Firma A bezahlt Betrag B, für C Links, auf Position 1-2-3… Das sollte nie gehen – Content, Traffic, Usernutzen sollte wichtig sein und nicht anderes.

      Recht haben se, raus mit den quatsch Seiten!

    • Andreas

      Was sollte Google gegen SEOs haben? Wenn – und das bitte mit Betonung – die SEOs dafür sorgen, dass die Qualität der Websites technisch und inhaltlich besser wird, als diese es ohne SEO wäre, hat auch Google was davon, oder? Dann sind die User zufrieden. Höre doch immer wieder bei Veranstaltungen, Seminaren und Kundengesprächen die Klagen, dass man unter Google auf den ersten Seiten nicht das finden würde, was man eigentlich sucht. Dagegen will Google seit Bestehen angehen. Wenn SEO in Zukunft bedeutet die Qualität einer Website und nicht mehr nur die der Backlinks zu verbessern, wäre es ein Gewinn. Dazu sollte es eigentlich keine zwei Meinungen geben.

  9. Ralle

    Moin moin,

    es ist schon mitlerweile teilweise recht undurchsichtig geworden was der Herr Google da so fabriziert, mir kommt es manchmal so vor als passieren da Dinge die sie so selbst eigentlich nicht wollten, sich aber irgendwie so ergeben haben, und nun erst einmal laufen lassen solange keiner mosert, und schauen was passiert.

    Womit man aber in der Führungsebene nicht zu rechnen scheint, der ganze Spaß könnte auch ganz schnell kippen, es wäre nicht das erste Unternehmen welches von heute auf ganz schnell am Markt unten durch gereicht wird. Sollten sich denn nun tausende Webmaster ganz böse auf den Schlips getreten fühlen, und sich eventuell gegen Herrn Google verbünden, dann könnte es durchaus möglich sein, das aus einer „Suchmaschine“….eine… „will keiner mehr haben Maschine“ werden könnte, und man einfach mal auf andere weniger bekannte zurückgreift. Sicherlich nicht ganz so einfach, aber dank „Facebook“ & Co, nicht unmöglich. Wenn sich so ein Lauffeuer erst einmal entfacht hat, ist es schwer wieder zu stoppen. Also es bleibt wie immer, es befinden sich beide Seiten auf dünnem Eis, man sollte nur immer das Gewicht gleich halten, dann klappts auch mit dem Nachbarn.

    Grüße Ralle

    • tagSeoBlog

      seh ich in diesem Punkt nicht so.
      1. Haben Webmaster und Seos (die ja nur die Ergebnisse manipulieren) einen viel zu schlechten Ruf. Und
      2. werden vermutlich gesellschaftlich gesehen die meisten Google zu diesem Schritt gratulieren. Die Kritik kommt doch letztlich aus einem sehr kleinen Zirkel.
      Nee, ich glaube, man muss sich mit Google arrangieren, sonst wird das nix ;-)

      • Paule

        Ich sehe das ähnlich.
        Google interessiert sich nicht für die paar SEOs und Webmaster.
        Solange der Deutsche Michel nix anderes als Google benutzt, passiert da überhaupt nix. Nur mit einem sinkenden Adwords Umsatz könnte man Google „ärgern“. Das wird aber nicht passieren…im Gegenteil: die Adwords Ausgaben steigen von Jahr zu Jahr.

        Genau so wie es auch Shell nicht wirklich interessiert, wenn 1 Tag lang nicht getankt wird, die Menschen sind so oder so vom Treibstoff abhängig.

        Letztlich finden wir uns in einer Spirale der Monopolisierung.

        • Spinnzessin

          Vielleicht könnte man da ja eine Kampagne draus machen:

          „Deutscher Michel tank… äh such nicht bei Google!“ ;-)

  10. Rachell

    Tja, die ersten „AVZ-PAKETE“ sind nun aus dem Index. Was für Pakete, kann sich jeder selber denken. Nun geht der Spaß erst richtig los ;)

    Gut für alle, die „clean“ bleiben ^^

  11. Thomas Müller

    Google brennt langsam der Kittel. Bei -13% Werbeeinnahmen Verlust im Hauptgeschäftsfeld kein Wunder. In Amerika gibt es eine deutliche Tendenz zum Shift der Werbespendings in zielgruppenspezifischere Kanäle wie z.B. facebook.
    Es ist gut das Google Wettbewerb bekommt, denn warum soll sich auch eine CPC von 1 Eur für KMU’s wie z.B. Friseure rechnen. Da können die lange Haare scheneiden bis Sie Ihre Adspendings wieder drin haben. Das mit dem „Deutschland Online Motor“ beworbene Adowrds für KMU’s wird die Einnahmenverluste nicht retten.
    Das Resultat: Google sieht die „Freiheit des Internets bedroht“ und nun grätschen Sie in Themen rein über die Sie keine Kontrolle haben. Das ist ein verständlicher Angriffsabwehrmechanismus – aber leider am Thema vorbei.
    Google hat kein Recht sich in die geschäftlichen Angelegenheiten Dritter einzumischen. Wenn zwei Parteien übereinkommen das Sie sich gegenseitig Links verkaufen wollen. „So what!!!“
    Wenn Sie das verhindern möchten müssen Sie mit Ihrer Programmierpower eine Lösung finden. Ansonsten werden die Treffer nicht mehr relevant sein und wir werden halt die nächste Suchmaschine nutzen. Das ist freie Marktwirtschaft, Herr Cutts!
    Im übrigen sind die SERPs so kommerzialisiert, dass sich die Nutzer bald die Frage stellen werden ob Google die einzige Suchmaschine im Netz ist. Und auch hier ist die Antwort ein klares Nein:
    Google ist nicht Gott und facebook wird es auch nicht sein. Morgen gibt es neue Anbieter und die Sonne geht auf und wir alle werden weiter unser Business machen – egal mit welcher Suchmaschine. In diesem Sinne frohes Schaffen!

  12. Ralf Zmölnig

    …für mich ist das alles wieder eine Riesen PR-Aktion von Google, wie damals mit BMW und den Doorwaypages. Da liefen die Telefone bei uns auch heiß ;o) Und heute kam bei einer Linktauschanfrage die Antwort, dass man das ab sofort nicht mehr tue, da man sich jetzt wider auf die Google-Richtlinien besinnt. Diese besagen aber gar nicht, das man keinen Link tauschen dürfte! Und eben ein eindeutiger Beweis, dass die GOOGLE-PR funktioniert!
    Und was die bezahlten Links anbelangt: Google wird das NIE eindeutig identifizieren können, also kommen jetzt PR-Aktionen wie diese, und bringen wieder ordentlich Rauschen in den Rankingwald… ich persönlich erfreue mich daran, da es wieder einmal beweist, wie schlecht Googles Algo ist. Und umso schlechter, umso besser geht SEO (außerhalb der üblichen Pfade) :o)

  13. DOM

    Nutzen wir nicht alle Netzwerke? Werden wir nicht ständig aufgefordert noch mehr davon zu nutzen und noch stärker auszunutzen?

    Wir haben Social Networks (FB, G+ [ups..] etc), Busines Networks (Xing…), in der Politik gibt es mächtige Netzwerke und in der Industrie Seilschaften, die sich immer die besten Jobs zuschachern und immer wieder fallen damit einige auch mal hin – selbst vor Prominenz wird da nicht halt gemacht (Christian Wulff…)

    Und Google spielt jetzt ein bisschen BILD und stellt einige davon an den Pranger…

    Game On würd ich mal sagen…

  14. Hans Peter

    Schön und gut dass man sich an die Richtlinien zu halten hat, aber mal erlich:

    Ohne (zumindest minimalen) manuellen, und daher verbotenen, Linkaufbau hat man gerade mit einer -neuen- Seite keine Chance überhaupt irgendwas zu erreichen.

    Ich hab letztens ein Affiliate Projekt projektiert, schön auch mit Texten die Mehrwert bieten (wie finde ich die richtige xxx für mich usw.) und bisher auch keine Backlinks gesetzt.

    Besucher (insgesamt) in 3 Monaten: 2 (<- ICH)

    Solange Google es nicht in den Griff kriegt auch neuen, möglicherweise sogar besseren als bestehende Seiten, auch ohne Backlinks eine reale chance in den Serps zu geben wird auch (zurecht!) Linktausch/Kauf und alles was damit zu tun hat nicht untergehen – sich nur "umformatieren"…

    my 2 cents..

    • Martin

      Wieso solltest du es auch schaffen mit einer neuen Seite innerhalb von 3 Monaten auf die ersten Plätze zu kommen? Wie schwachsinnig wäre denn das? Es gibt mit sicherheit Seiten die auch guten Content haben, wenig Absprungrate, guten Traffic und vor allem die älter sind.

      Wäre doch unfair.

      Ich hab selbst im moment ein Portal am laufen das 4 Monate alt ist, 50-150 Besucher am Tag, durch Facebook/Twitter mit Social Media gepusht. Ohne einen einzigen Backlink gesetzt zu haben. Auch ehrlich geht es, vor allem wenn ich bedenke ich schreibe 1x Monat einen Artikel.

      • Hans Peter

        Wer hat den was von den ersten Plätzen gesagt? Ich dümpel irgendwo bei ~50 umher und habe besseren, längeren und informativ hochwertigeren Content als meine Konkurrenz.

  15. Oli

    Ich glaube das mit dem blauen Brief ist ein Fake um die Linknetzwerke aufzudecken und um diese dann genauso wie beispielsweise 100artikelverzeichnisse.de aus dem Index zu schmeißen. Die jetzigen Abstrafungen haben daher meines Erachtens nichts mit Linkkauf zu tun sondern ausschließlich mit manuellen Abstrafungen von einigen Affiliateseiten – ob diese nun Links gekauft haben oder nicht. Ich könnte zick Webseiten nennen, die keinen einzigen Link gekauft haben und trotzdem abgestraft wurden. Würde das wirklich am Linkkauf liegen könnten wir alle ja die Serps beeinflussen und Konkurrenten jederzeit kicken und das wird sicherlich nicht im Interesse von Google liegen. Die “Abstrafung” wird erst später in einem zweiten Schritt erfolgen, wenn die “SEOs” genügend Linknetzwerke benannt haben und diese aus dem Index fliegen. Also werden dann viele Seiten Links verlieren und somit in den Serps nach hinten wandern…

    • Martin

      Denkst du denn das Google so dumm ist, das sie selbst keine Linknetzwerke finden?! Oder Artikelverzeichnisse? Bitte..

      Warum sollte das Show sein? Ich weis nicht was euch fehlt – sorry aber mir wird das zu Bunt. Wacht doch endlich mal auf!

      Und das was du beschreibst, das Affiliate Seiten ohne gekaufte Links abgestraft wurden… Naja…

      Was hatten wir schon? Überoptimierung kann auch nach hinten los gehen, genauso wie Werbebanner on mass im Content. Das muss nichts mit Links zutun haben – kann auch einer der anderen LOGISCHEN Gründe haben die vor Monaten schon genannt wurden.

      mFG

  16. Rainer Safferthal

    Google wird mir von Tag zu Tag unsympatischer. Adcent habe ich sowieso schon gekickt; auf die paar Euros pro 1000 Besucher kann ich getrost verzichten. Über Google suche ich auch nicht. Mir kommt es ehrlich gesagt so vor als hätte Google wenig Ahnung woher bezahlte Links kommen und die Webmaster sollen schön den Blockwart spielen und diese Links melden. Nach dem Motto: Wer gut gelistet ist, der wird schon irgendeinen Dreck am Stecken haben. Hat Google etwa Angst, dass die Leute ihr ganzes Werbe-Geld für Links ausgeben und nicht mehr für die überteuerten Adwords Anzeigen. Was spricht gegen Linkkauf? Wer offline eine gute Geschäftslage in der Stadt haben will, der muss auch mehr Geld bezahlen als jemand der seine Laden im Industriegebiet machen will. Warum nicht auch so im Internet. Man könnte doch auch Links auf gut besuchten Seiten, die auf Google nicht angewiessen sind, kaufen. Ebenso finde ich auch Linkverkauf nichts schlimmes. Wie soll man sonst Geld verdienen, wenn man nicht in der Google Sonne ist? Die leider nur in der Top 10 scheint. Zum Glück habe ich mit dem Internet-Marketing abgehakt und mir relativ egal ist wo ich im Gockel gelistet bin.

  17. Daniel

    Wer sagt denn das ältere Seiten besser ranken müssen.
    So ein schmarn! Das findet man vielleicht wenn man selber eine ältere Seite besitzt und viel Arbeit reingesteckt hat, aber das ist null komma null ein Qualitätsindikator!
    Ich kann morgen die geilste Seite mit eigenen Videos, Bildern und guten Texten hinstellen und wäre in fast jedem Bereich den Top rankenden Seiten in Sachen Qualität überlegen.
    Alter sagt gar nichts aus…

  18. Tanja

    Hey,

    wie in dem Artikel bereits geschildert: „perfides Verhalten“! Google verschickt blaue Briefe und fordert die Webmaster auf, gekaufte Links zu entfernen. Google ist natürlich so korrekt und verlangt keine Stellungnahme. Es ist doch aber Stellungnahme genug wenn man gekaufte oder gemieteten Links entfernt. Google kan diese dann zuordnen! Das ist für mich wirklich perfide!

    Vielleicht sind ja auch bald alle Kommentare in SEO-Blogs wertlos? Tanja

  19. Horrorfreak

    Gekaufte Links abzuwerten oder neutralisieren finde ich gut von Google. Schließlich sollen nicht die vorn im Ranking liegen, die viel Geld haben. Hauptsache die Umsetzung funktioniert. Linktausch zu Themen ähnliche Seiten sollte aber keineswegs abgestraft werden, dass dürfte auch nicht funktionieren.

  20. Peter

    Hi

    Was mir dabei persönlich einen Schauer über den Rücken jagt, ist folgendes:

    Jahrelang dementiert Google, dass eingehende Links einen negativen Einfluss auf das Ranking einer Seite haben können. Höchstenfalles werden sie nicht gewertet, wenn sie zu minderwertig sind. Mit ausgehenden Links sehe es aber anders aus, und auch der Content sei Massgeblich (altbekannt…).

    An sich klingt das auch logisch, ansonsten könnte ja jeder beliebige „gegnerische SEO“ in meiner Nische, meine Seite mit Russenlinks, xRumer und was es da nicht noch alles gibt vollspammen und sie untergehen lassen.

    Nun sieht das aber so wie sich das gerade liest, neuerdings damit etwas anders aus… Oo

  21. Jennifer

    Hallo,

    Ich bin da ja wircklich echt sehr froh das ich nie auf einen Externen Linbk gesetzt habe der Themen unrelevant ist. Ich verzichte grundsätzlich auf Themen Unrelevante Links. Nur für einen kumpel habe ich noch nen Backlink drinnen.

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Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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