Diese Website verwendet Cookies, Google Analytics und zeigt interessenbezogene Werbung. Datenschutzhinweise öffnen ... Ok, einverstanden.

Google ehrt Marie Curie mit radioaktivem Doodle

Marie Curie als impressionistisches Doodle

Marie Curie als impressionistisches Doodle

Heute zeigt Google auf seiner Startseite ein Doodle zu Ehren von Marie Curie. Sie ist eine Pionierin bei der Erforschung der Radioaktivität. Marie Curie hat als erste Frau einen Nobelpreis gewonnen. Das war 1903 (Nobelpreis für Physik), gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie und Henri Becquerel. Und sie war die erste Person, die zwei mal einen Nobelpreis bekam: 1911 gewann sie (alleine) den Nobelpreis in Chemie. Durch ihre außerordentlichen wissenschaftlichen Leistungen hat sie außerdem die Rechte der Frauen erheblich gestärkt.

Hier zunächst das Doodle. In einem hellen Raum – obwohl es draußen eher dunkel ist – sitzt Marie Curie an einem hölzernen Arbeitstisch und begutachtet eine orange-leuchtende Substanz in einem Glaskolben. Im Hintergrund erscheint das Google-Logo. Das Ganze sieht wie ein impressionistisches Gemälde aus und das Google-Logo flimmert irgendwie im Raum.

Marie Curie Google Doodle

Marie Curie Google Doodle

Ich muss zugeben: ich finde das Doodle zwar sehr schön, so im Stile eines impressionistischen Gemäldes (z.B. von Claude Monet). Allerdings sieht das Ganze doch eher nach einem gemütlichen „Sonntagsfrühstück“ aus als noch einem dunklen Labor mit gefährlichen, hochradioaktiven Substanzen. Na egal. Inspirationsquelle für das Doodle war übrigens das folgende Bild (vermute ich):

Marie Curie am Arbeitstisch

Marie Curie am Arbeitstisch

Quelle.

Marie Curie Biografie

Maria Sklodowska (so hieß sie, bevor sie in Frankreich ihren Mann Pierre Curie heiratete) war das jüngste von fünf Kindern. Sie wurde am 7. November 1863 in Warschau geboren, also genau vor 144 Jahren. In dem seinerzeit von Rußland besetzten Polen war es Frauen verboten zu studieren. Marie Curie folgte daher 1891 ihrer Schwester Bronia nach Paris. Sie schrieb sich an der Sorbonne für das Physikstudium ein, das sie 1893 als Jahrgangsbeste abschloss. Zwei Jahre später heiratete sie Pierre Curie.

Marie Curie Foto

Marie Curie Foto

1896 entdeckte Henri Becquerel zufällig die radioaktive Strahlung. Er ließ ein radioaktives Gestein neben einer fotografischen Platte liegen, die daraufhin wie von Geisterhand teilweise belichtet wurde. Ich vermute, dass genau dieser Effekt im heutigen Doodle angedeutet sein soll. Daher sieht das Logo so flimmerig aus. Falls jemand eine andere Idee hat, bitte in den Kommentaren kund tun :-) Übrigens wurde die Röntgen-Strahlung 1895, ein Jahr zuvor entdeckt. Dieses Ereignis hatte Google bereits im vergangenen Jahr mit einem Doodle gewürdigt – siehe „Google Doodle “Röntgenstrahlung” – fehlt nur der Castor-Waggon„.

Marie Curie beschloss, die Entdeckung von Becquerel zum Gegenstand ihrer Doktorarbeit zu machen. Gemeinsam mit ihrem Mann und Becquerel entwickelte sie Verfahren, um die neu entdeckte Strahlung messen zu können. Auf diese Weise untersuchte sie zahlreiche uranhaltige Metalle, Salze, Oxide und Mineralien. In den folgenden Jahren sorgten ihre wissenschaftlichen Studien und Enteckungen für erhebliches Aufsehen, was sich in entsprechenden Ehrungen und Förderungen niederschlug. Im Jahr 1903 erhielten die drei dann den Nobelpreis in Physik.

1906 starb Pierre Curie bei einem Unfall. Er und Marie hatten inzwischen zwei Kinder. Die allein-stehende Mutter litt in den anschließenden Monaten an Depressionen. Gleichzeitig suchte die Sorbonne einen Nachfolger für Pierre, der dort einige Jahre zuvor zum Professor ernannt wurde.

„Die naturwissenschaftliche Fakultät der Universität musste entscheiden, wer Pierre Curies Lehrstuhl übernehmen sollte. Da Marie Curie die geeignetste Kandidatin war, um seine Vorlesungen fortzusetzen, schlug eine Kommission am 3. Mai vor, ihr die Kursverantwortung (chargé de cours) und die Leitung des Laboratoriums zu übertragen, den Lehrstuhl jedoch unbesetzt zu lassen. Marie Curie gab ihre Lehrtätigkeit an der Mädchenschule in Sèvres auf und hielt unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit am 5. November 1906 ihre erste Vorlesung. Sie war die erste Frau, die an der Sorbonne lehrte. Die ordentliche Professur für Physik wurde ihr erst zwei Jahre später übertragen, am 16. November 1908.“ Quelle: Wikipedia

Marie Curie 1911

Marie Curie 1911

1911 erhielt sie den Nobelpreis in Chemie, in „Anerkennung ihrer Verdienste um den Fortschritt der Chemie durch die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium, durch Isolierung des Radiums und die Untersuchung der Natur und der Verbindungen dieses bemerkenswerten Elementes“.

In den folgenden Jahren verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand schleichend.  Außerdem hatte sie stets mit der seinerzeit noch weit verbreiteten Ansicht zu kämpfen, dass Frauen keine ernst zu nehmenden Wissenschaftler sein könnten. Sie hat also mit ihrer Arbeit nicht nur den wissenschaftliche Fortschritt, sondern zugleich auch die Entwicklung des Frauenbildes des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst.

Ich habe versucht, ein aussagekräftiges Video zu finden, in dem man Marie Curie auch „lebendig“ sehen kann. Allerdings habe ich nicht wirklich Geeignetets gefunden. Im folgenden Video sind ein paar kurze Sequenzen von ihr zu sehen, u.a. mit ihren beiden Töchtern:

Marie Curie starb am 4. Juli 1934 im Alter von 70 Jahren. Mehr über Marie Curie kann man auf der Seite nobelprize.org erfahren (engl).

Wie immer habe ich von dem Doodle auch ein Video gemacht:


Quelle – Musik: „Long Stroll“ von Kevin MacLeod.

Das schreiben andere

Weitere „Wissenschaftler-Doodle“

Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

9 Kommentare zu "Google ehrt Marie Curie mit radioaktivem Doodle"

  1. fugo

    Das Doodle finde ich sehr schön, es passt in der Tat nicht richtig zum Thema, aber was soll’s? Vielleicht soll es ja ein radioaktiv verseuchter Raum sein? :) Du müsstest Deinen Text übrigens noch mal dahingehend korrigieren, wann Curie welchen Nobelpreis bekommen hat.

    • tagSeoBlog

      Danke, fugo, Hab ich korrigiert.

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

Bilder SEO E-Book

168 Seiten komplexes Wissen
für Einsteiger und Fortgeschrittene

Bilder-SEO-Buch

PDF: 29,99 €

epub: 29,99 €

Kategorien

Blogroll