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Google ehrt Gregor Mendel mit Erbsen-Doodle

Gregor Mendel Doodle

Gregor Mendel Doodle

[Aktuell: Google ehrt Nettie Maria Stevens] … Vor 189 Jahren wurde mit Gregor Mendel der größten Erbsenzähler der Geschichte geboren. Obgleich Mendel als Mönch keine Kinder hinterließ, ist er doch als „Vater der Genetik“ berühmt geworden (die Genetik ist kein Mädchen, sondern die Vererbungslehre). Der leidenschaftliche Wissenschaftler kreuzte tausende von Erbsenpflanzen und notierte seine Beobachtungen akribisch genau. Heraus kam die Theorie der Vererbung, auch „Mendelsche Regeln“ genannt. Wer in der Schule gut aufgepasst hat, wird das schon alles wissen. Alle anderen bekommen hier – Google sei Dank – eine kleine Auffrischung ihrer Biologie-Kenntnisse.

Doch zunächst ein Blick auf das wirklich schicke Doodle, das Google auf seiner Startseite zeigt:

Gregor Mendel Google Doodle

Gregor Mendel Google Doodle

Das Google-Logo wird aus mehreren Schiffchen-artigen Erbsenfrüchten gebildet. Die obere Hälfte des „G“ und das rechte „e“ sehen hell-gelblich aus, während die übrigen Hülsenformen grün sind. Aha, Erbsen können also gelb oder grün sein. Neben vier einzelnen Erbsen, die quasi über das Doodle kullern, stechen vor allem einige „Beschriftungen“ ins Auge (im übertragenen Sinne). Das Bild gewinnt dadurch den Charme und die Ästhetik einer wissenschaftlichen Zeichnung aus den großen Natur-Enzyklopädien des 19 Jahrhunderts. Da es damals noch keine Fotografie gab, fertigten Naturforscher sehr exakte Zeichnungen ihrer Untersuchungsobjekte an.

Ich persönlich finde das Erbsen-Doodle für Gregor Mendel ausgesprochen lecker  und sympathisch. Es hat diese jugendliche Frische, die an alte Biologie-Bücher erinnert. Naja, Bio war früher mein Lieblingsfach :-)

Gregor Mendels Regeln der Vererbung

Gregor Mendel

Gregor Mendel

1856 begann Mendel im Garten des Klosters seine systematischen Kreuzungsexperimente mit den zuvor sorgfältig ausgewählten Sorten der Erbse. Er betrachtete Merkmale der Erbsenpflanzen und -samen, die klar zu unterscheiden waren, beispielsweise rot- oder weißblühende Sorten, solche mit gelben oder grünen Samen usw. Er kreuzte sie, indem er die Pollen der einen Sorte auf die Narben der anderen Sorte brachte und unerwünschte Selbst- und Fremdbestäubungen durch Entfernung der Staubblätter und Verhüllung der Blüten ausschloss. Mit dieser schon länger bekannten Technik unternahm er erstmals große Versuchsreihen. Aus 355 künstlichen Befruchtungen zog er 12.980 Hybriden und konnte so gesicherte Erkenntnisse über die regelhafte Aufspaltung der Merkmale gewinnen.“ Quelle: Wikipedia

Das Prinzip ist einfach. Das Aussehen von Lebewesen liegt in den Genen begründet. Bei den meisten Lebewesen wird bei der Fortpflanzung je die Hälfte von der Mutter und die andere Hälfte vom Vater an das Kind weiter vererbt. Man könnte überspitzt formuliert sagen: die Kinder sind eine Mischung ihrer Eltern. Für Gregor Mendel waren die Erbsen die Kinder, auch deshalb, weil es viel einfacher war, davon ca. 28.000 Stück zu züchten.

Was Mendel bei den verschiedenen Kreuzungen erkannte, waren zwei Regeln, die hier, ganz grob und in aller Kürze, vorgestellt werden sollen.

Die roten und die reißen…

Mendels vererbung abstrakt: mehr rot als weiß

Mendels Vererbung abstrakt: mehr rot als weiß

Sagen wir mal, eine Erbsensorte blüht rot und die andere weiß. Wenn man nun die (rein-erbigen) Roten miteinander kreuzt, werden die Nachkommen (F1-Generation genannt), ebenfalls rot. Wenn man die(rein-erbigen) Weißen kreuzt, werden die F1-Blüten entsprechend weiß. Logisch soweit. Was passiert aber nun, wenn man die roten mit den weißen kreuzt? Wenn also die F1-Generation je zur Hälfte die Gene der „rein-erbigen“ Sorten erhält. Dann, so hat Gregor Mendel festgestellt, gibt es drei prinzipielle Möglichkeiten:

  • Beim „dominant-rezessivem“ Erbgang ist die F1-Erbsenblüte ist rot, obwohl die Pflanze beide Erbinformationen enthält. Aber das rote Gen ist dominant, das weiße „rezessiv“.
  • Beim „intermediären“ Erbgang bildet sich eine Mischform: die Blüte wäre dann rosa.
  • Beim „kodominanten“ Erbgang würden sich beide Merkmale ausbilden. Im Beispiel wäre die Blüte dann rot und weiß (gemustert).

Diese Regeln für die Vererbungsgänge von reinerbigen Eltern wird auch „Uniformitätsregel„. Hier noch mal als Grafik:

Mendelsche Regel 1: Uniformitätsregel

Mendelsche Regel 1: Uniformitätsregel

Wilde Kreuzerei der F2

Kompliziert wird es nun, wenn man die verschiedenen Vertreter der F1-Generation miteinander kreuzt. Denn dadurch entstehen (statistisch gesehen) eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie die dominanten und rezessiven Gene sich mischen. Und so richtig komplex wird die Geschichte, wenn man sich nun vorstellt, dass ein Lebewesen  hunderte oder tausende oder zehntausende solcher Merkmale in sich trägt. Das wird dann eine so wilde Kreuzerei, dass man schon erleichtert sein kann, dass Mendel diese „Regeln der Vererbung“ an Erbsen untersuchte.

Digitale Mendel-Art

Digitale Mendel-Art

Wer das Ganze nun noch etwas genauer verstehen möchte, kann gerne bei Wikipedia weiterlesen ;-)

Die Mendelschen Regeln wurden mittlerweile durch die Erkenntnisse der Genetik weitgehend bestätigt. Sie bilden zusammen mit der Evolutionstheorie von Charles Darwin (Anpassung an die Umwelt) das Fundament der modernen Biologie.

Gregor Mendel Kurzbiografie

Gregor Mendel

Gregor Mendel

Zurück zu Mendel. Der kleine Gregor war wohl ein recht guter Schüler, der nach dem Besuch des Gymnasiums ein philosophisches Studium begann. Jedoch – wegen „bitterer Nahrungssorgen“ – musste er die universitäre Laufbahn abbrechen und wurde Augustiner-Mönch. Da er jedoch besser Erklären als Beten konnte, wurde er von seinem Abt als Dorfschullehrer abgestellt. Mendel startete zwei Versuche, um Gymnasiallehrer zu werden. Aber er bestand jeweils die Prüfungen nicht (das hat man mir übrigens im Biologie-Unterricht verschwiegen). Naja, und dann nahm die Geschichte ihren Lauf: 1856, mit 34 Jahren, begann Mendel mit der Erbsenzählerei.

Gregor Mendel starb am 6. Januar 1884 im Alter von 61 Jahren.

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Kategorie: Allgemein   Autor: Martin Mißfeldt

21 Kommentare zu "Google ehrt Gregor Mendel mit Erbsen-Doodle"

  1. Vincent

    Wow super ausführlicher Beitrag dafür das das Doodle erst 30min besteht. Echt klasse was du in so kurzer Zeit auf die Beine stellst, hab auch über das Doodle geschrieben ;)..

    Viele Grüße
    Vincent

    P.S. Hab auf jedenfall nochwas bei deinen Beitrag dazu gelernt!!

  2. Jasmina

    Klasse ausführlicher Artikel! :-) Das erinnert mich an furchtbare Stunden im Biologie-Unterricht ;)

    LG

  3. Jonas

    Hallo Martin,
    wieder einmal ein super Artikel von dir.
    Ich zähle übrigens fünf Erbsen, „die quasi über das Doodle kullern“ ;-)
    Beste Grüße
    Jonas

  4. Laura Wilski

    was bedeuten die Buchstaben G & y ???? müssen ja für was besonderes stehen?! Als ich das Google-Doodle gestern sah, dachte ich sofort an eine indirekte versteckte Vorbereitung darauf, das es bald nur noch Gen-Manipuliertes Essen für uns gibt. Und wenn ich mir diesen Bericht hier durchlese, lieg ich mit meiner Vermutung ja gar nicht so falsch. Aber ob das noch lecker ist???

  5. tagSeoBlog

    @Laura: stimmt. Gute Frage.
    „G“ könnte natürlich für „Google“ stehen, aber „y“? Vielleicht für „you“. Dann würde es darauf hinauslaufen, Menschen mit Google zu kreuzen. Was dabei herauskommt, will ich mir aber besser nicht vorstellen ;-)

  6. Laura Wilski

    @tagSeoBlog:stimmt.das wäre auch eine logische Variante. :-) Wer weiß… ich dachte im ersten Moment: G=Genmanipultation ; y=Soya(bohnen) …aber sind ja Erbsen XDDD Wer weiß…

  7. Christian

    Hi @tagSeoBlog & Laura :Korekt!!! Ich denke, unser google chef(ich nenne keine namen)hat auf den Bilderbergertreffen diesen Jahres neue Instruktion bekommen wie er in der neuen Weltordnung verfahren soll.

  8. Jonas

    Vielleicht bedeuten sie aber auch einfach nur G=Green und Y=Yellow ;-)

    • k@th@1998

      gut möglich außer es ist so, wie ich es in meinem eigenen beitrag geschrieben hab :-D

  9. tagSeoBlog

    @Jonas: so wird es sein.

  10. Laura Wilski

    …erinnert mich voll an den CHEMIE-Unterricht…

  11. k@th@1998

    das ist zwar interessant doch ich kann mir nich vorstellen dass es ernsthaft so heißt. ich glaube y ist eine bestimmte art von gen wie y in der Mathematik auch etwas verschlüsseltes ist, was in dem all eine art von gen ist. und G bedeutet Genotyp und es sagt die erbanlage aus ( ob es rezzesv oder dominant ist.

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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