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Darf man eine eigene Website mit follow verlinken?

Follow oder nicht?

Follow oder nicht?

Ok, diese Frage ist nicht nur „old school“, sie ist vor allem nur für „Seos“ verständlich. Normale Menschen würden den Sinn der Frage nicht verstehen, und weil Google im Grunde nur ein ganz normaler Mensch ist, erübrigt sich die Antwort. Na klar kann und sollte man auf eigene Websites mit follow verlinken. Punkt aus, Artikel zu ende … Für die, die noch skeptisch sind, schreibe ich noch ein paar Ausführungen dazu, insbesondere für Seo-Neueinsteiger und PBN-Freunde.

Welchen Sinn macht nofollow?

Das „nofollow“-Attribut wurde seinerzeit ersonnen, um Website-Betreibern die Möglichkeit zu eröffnen, Links zu entwerten, die ausschließlich der Ranking-Manipulation dienen sollten. Dazu gehörten vor allem Blog-Kommentare, Foren-Footer und Advertorials.

nofollow (Bild)

nofollow (Bild)

Das nofollow-Attribut ist nicht dafür geeignet, um internen Linkjuice zu verteilen. Alles, was intern ist, sollte automatisch fließen. Früher war das mal ein Problem, weil nicht selten Seiten wie das Impressum oder das Kontaktformular am meisten Linkjuice hatten (weil von überall intern verlinkt). Heute kann Google das sehr gut differenzieren. Man braucht keine Sorge mehr zu haben, dass das Impressum vor einer Shop-Kategorie gelistet würde.

Link = positive Option des Inhalts!

follow Bild

follow Bild

Im Regelfall ist ein Link ganz einfach „follow“. Denn Google will ja sogar solche Links, weil sie als Empfehlung für den Ranking-Algorithmus wichtig sind (nach wie vor). Und eine Empfehlung ist eine Seite, die man als Website-Betreiber bzw. als Artikel-Autor den Besuchern anbietet, weil sie dadurch einen (weiterführenden) Mehrwert bekommen. Ein Link ist also ein „positive Option des Inhalts“.

Ich betreibe inzwischen fast 40 Websites, kleine und große. Die sind im Laufe der Jahre entstanden, ohne dass ich einen anderen Sinn darin gesehen hätte, als User über das Thema zu informieren bzw. sie sogar dafür zu begeistern.

Beispiele …

Brillen-Sehhilfen.de (nach 3 Jahren)

Brillen-Sehhilfen.de (nach 3 Jahren)

Natürlich ergeben sich bei all diesen Websites Querverweise. Und natürlich sind die Links zwischen den Seiten alle ganz normale follow-Links. Ein paar Beispiele. Ich erstelle eine Website über Brillen und beschreibe hier im Blog exemplarisch, wie ich vorgehe. Natürlich verlinke ich die Seite. Dann schreibe ich auf der Brillenseite über Linsen und deren Funktionsweise und komme so auch zum Thema Mikroskope. Auf meiner Mikroskop-Seite erwähne ich in einem Artikel, dass es auch Stereo-Mikroskope gibt, die nur relativ geringe Vergrößerungen haben. Die sind zum Beispiel für Münzen oder Briefmarken geeignet, und schwups, verlinke ich auf meine Briefmarkenseite. Und auf der Briefmarken-Unterseite zur Ehrung von Mies van der Rohe erwähne ich, dass es ein Google-Doodle über ihn gab, und verlinke das Doodle-Video bei youtube. Und so weiter… Es gibt hunderte von Links auf meinen Seiten zu anderen Seiten von mir.

Kurzum: wer mehrere Websites betreibt, wird an verschiedenen Stellen die sinnvolle Gelegenheit nutzen können, auf eigenen Seiten zu verlinken, weil das eine wertvolle Option des Inhalts sein kann. Es hätte überhaupt keinen Sinn, die eigenen Seiten als Empfehlung zu verschweigen, indem man sie mit „nofollow“ entwertet.

Aber …

Alles was ich eben gesagt habe, gilt nur dann, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Google darf nicht den Verdacht haben, dass die verlinkende Seite gefakt ist.
  • Google darf nicht den Verdacht haben, dass der Link (ausschließlich) der Ranking-Manipulation dient.

Betreiber echt?

Seo böse ...

Seo böse …

Zunächst zum ersten Punkt: kann der Betreiber einer Website „verifiziert“ werden? Gibt es überhaupt Hinweise auf den Betreiber und den Text-Autoren? Üblicherweise steht das im Impressum oder einer „About me“ Seite. Je mehr Verknüpfungen dieser Betreiber im Web hat, um so besser. Dabei sind Social-Media-Profile genau so wertvoll wie Branchenbücher. Solange man als Firma oder Person offen und ehrlich zu dem steht, was man auf der Website anbietet, ist alles in Ordnung. Schwierig wird es immer dann, wenn es keine oder widersprüchliche Signale gibt. Wenn ein Profilbild aus einer Stockphoto-Galerie stammt (natürlich kann Google Bilder automatisch vergleichen und erkennen), oder wenn in Branchenbüchern unterschiedliche Namen oder Adressen stehen oder wenn es überhaupt keine sonstigen Hinweise auf einen Betreiber gibt, dann ist das schlecht. Denn das nährt den Verdacht, es können sich um eine Fake-Seite handeln. Und Fake-Seite haben – aus Google Sicht – nur einen Sinn: nämlich die Rankings zu manipulieren.

Link eine sinnvolle Option?

Links mit links

Links mit links

Womit wir beim zweiten Punkt sind. Macht der Link für die Besucher überhaupt Sinn? Das naheliegendste ist hier natürlich die Themenrelevanz. Aus einem Brillenartikel unvermittelt auf einen Waschmaschinenshop zu verlinken, wäre Quatsch. Der Link muss sich aus dem Kontext erschließen. Das kann Google inzwischen ganz gut, wahrscheinlich spielt auch hier das WDF*IDF eine Rolle. Es gibt aber noch andere Hinweise, die auf einen „Seo-Link“ schließen lassen: Klicken überhaupt Besucher auf den Link? Und dann ist natürlich auch die Frage: gibt es noch andere Seiten, die auf das Linkziel verweisen? Wenn eine Website nur Links hat, die auf Ziele verweisen, die sonst nirgends im Netz empfohlen werden, dann ist das natürlich merkwürdig. Bei ein oder zwei Links spielt das keine Rolle, aber wenn das 10 x oder 100 x vorkommt, dann deutet das darauf hin, dass die „Verlinkungsstrategie“ möglicherweise nicht den Besuchern dienen soll.

Fazit: Verlinkt für Besucher

Kurzum: ein (Content-) Netzwerk ist kein Problem. Und innerhalb des eigenen Netzwerkes kann man ohne Probleme ganz normal verlinken (also ohne nofollow). Voraussetzung ist aber, dass man als Betreiber / Autor kein unbeschriebenes Blatt ist – und das die Links tatsächlich für die Besuchern eine sinnvolle Option sind.

Der Autoren-Link

Der Autoren-Link

Ach und btw.: schon vor 5 Jahren habe ich beschrieben, dass so eine Autoren-Seite – genau so wie eine Firmen-Referenzen-Seite – dafür sehr gut geeignet ist. Denn dort kann man Websites / Projekte wunderbar mit einem kurzen Absatz beschreiben und dann verlinken. Genau das ist es, was die User erwarten und anklicken wollen. Und solche Links dienen natürlich auch – quasi nebenbei – auch dem Google-Ranking. Und da man damit natürlich auch das eigene Profil verifiziert, schlägt man damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe :-)

Ach und btw 2: PBN (Private Blog Networks), bei denen man Expired Domains aufkauft, um damit eine (Link-) Netzwerk aufzubauen, sind aus oben genannten Gründen ein „Auslaufmodell“. Denn wenn man sich selber nicht als Betreiber outet, sondern Fake-Profile generiert, um letztlich nur Rankings zu manipulieren, werden diese Links nichts wert sein – oder im Schlimmsten Fall sogar als reine Ranking-Manipulation erkannt, was dann sogar zur Abstrafung der verlinkten Seiten führen kann. Aber das ist ein anderes Thema :-)

Follow oder nofollow auf eigene Websites?

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Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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5 Kommentare zu "Darf man eine eigene Website mit follow verlinken?"

  1. Alex K.

    Ich kennzeichne nur Werbung als nofollow. Alles andere wird mit Follow verlinkt. Diese Angst der Verlinkung der Konkurrenz und weiterer Seiten haben die SEOs selbst verursacht und heulen jetzt, dass sie nicht mehr verlinkt werden. Grüße.

  2. Volker

    Hallo,

    in meinem Blog habe ich auch fast nur dofollow. Lediglich ein paar Werbelinks habe ich auf nofollow. Aus Tradition habe ich auch meine Kommentare auf dofollow.

    Allerdings schalte ich nur noch Kommentare frei, die zum Thema passen und mehr als „tolle Seite“ oder so beinhalten.

    Vor ein paar Jahren gab es ja noch sehr viele Blogs, die ihre Kommentare auf dofollow stellten. Das ist inzwischen ja seltener (ich würde sagen, schon fast die Ausnahme) geworden. Ich gebe zu, die „Spamflut“ macht nicht wirklich Spaß, wobei die Anti-Spam-Biene ganze Arbeit leistet und kaum einen Spamkommentar durch lässt.

    Schöne Grüße
    Volker

  3. Alex

    Ehrlich gesagt, bin ich was Do Follow und No Follow angeht immer noch verwirrt. Ich habe hier eine Webseite die allein durch No Follow Links rankt. Das Gleiche SEO Konzept bei einer anderen Webseite angewandt und nur Do Follow Links genutzt. Daher meine Verwirrung.

  4. Michael Polixmair

    Vielen Dank für diesen Betrag über dofollow und nofollow, wichtig wäre es vielleicht auch für manche, dass man beim Verlinken auch einen gewissen Wert bekommt, bzw weiter gibt – und dieses mit entscheidet, wie man bei Google in den Suchergebnissen gelistet wird. PS: Ich lese übrigens immer noch gerne SEO-Blogs, weil die Beträge in den Social Media Kanälen ja doch viel mehr ablenken, liebe Grüße aus Salzburg

Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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