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Die Seo-Luft ist raus …

Google Bildersuche Besuchereinbruch

Google Bildersuche Besuchereinbruch

Seit Wochen ärgere ich mich, dass ich hier im tagSeoBlog keine neuen Artikel mehr schreibe. Aber die Luft ist irgendwie raus. Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber immerhin habe ich das Gefühl, dass auch in anderen Seo-Blogs nicht mehr viel los ist. Obwohl alles so ungeheuer komplex zu sein scheint (RankBrain), ist es auf der anderen Seite doch inzwischen ganz einfach … Es hat sich alles auf den „für den User besten Content“ reduziert, „der für das Keyword angemessen ist„.

Der Spielraum für „Seo-Tricks“, den es lange Jahre gab, um sich kurzfristig und effektiv von den Wettbewerbern abzusetzen, ist kaum noch vorhanden. Einige haben das inzwischen begriffen – und sie investieren in redaktionelle Arbeit. Das ist auch gut und richtig – aber das Seo-Thema ist damit weitgehend abgegrast. Ein bischen Onpage, ein bisschen Seeding, das war es auch schon …

  • Linkbuilding ist nach dem letzten Penguin-Update wieder en vogue, aber nicht meine Welt …
  • Wer heutzutage noch große „Relaunches“ durchführt, ist selber schuld.
  • Leidenschaft kann man nicht planen, die spürt man oder nicht.
  • Authentizität kann man nicht erzwingen, die ist da oder nicht. Allerdings hat das auch mit Mut zu tun, und damit über den eigenen Schatten zu springen …
  • Wer heutzutage den Title nicht beachtet, keine Bilder nutzt, keine mobile (responsive) Version hat und Keyword-Analysen betreibt, ist eh ein Anfänger.

Kurzum: es ist alles gesagt und im Internet frei verfügbar.

Bildersuche: ich sehe schwarz!

In der Google Bildersuche ist es genau so gekommen, wie befürchtet. Der Traffic ist auf allen Ebenen um ca. 75 Prozent weggebrochen. Dauerhaft, stabil. Hier ein Beispiel: der Begriff „schwarz“ ist vermutlich besonders gut geeignet, weil diejenigen, die danach suchen bzw. ein Bild anklicken, kaum anderes im Sinn haben als ein schwarzes Bild. Mein Schwarz-Bild ist seit Monaten relativ stabil auf einer vorderen Position, insofern kann man den Besucherrückgang sehr genau beziffern:

 

Besucherrückgang durch neue Google Bildersuche

Besucherrückgang durch neue Google Bildersuche

Gleichzeitig wird das Hotlink-Problem durch die neue Bildersuche kaum noch beachtet. Die allermeisten Webmaster bekommen nun gar nicht mehr mit, ob Bilder via Hotlinking „geklaut“ wurden und wie hoch der Trafficverlust dadurch ist. Aber überspitzt formuliert: das ist jetzt eh egal… Die Klage von Freelens zieht sich wie erwartet hin, und inzwischen etabliert sich alles so, dass es kaum noch geändert werden kann. Globale Online-Unternehmen sind einfach mächtiger und schneller als nationale Parlamente und Gerichte.

Die Online-Welt verändert sich …

Logisch, alles entwickelt sich rasant schnell weiter. In vielen Fälle ist die Suche längst nicht mehr der Weg zu den Inhalten. Die neue Generation von Internet-Nutzern entwickelt ein völlig anderes Verständnis von dem, was Google ist und bietet. Mangels Alternativen auf dem Suchmaschinenmarkt nutzt Google immer mehr Dienste, um sich lukrative Geschäftsmodelle einzuverleiben. Warum auch nicht, wer sollte dagegen vorgehen? Und so viele Website-Betreiber haben ihre Inhalte soweit strukturiert, dass Google das nun prima nutzen kann…

Seo ist Content geworden

Kurzum: Seo ist (aus meiner Sicht) nicht mehr effektiv. Was wirklich dauerhaft von Nutzen ist, ist guter uniquer Content (weil er einen von Suchmaschinen unabhängigen Wert darstellt). Aber diese redaktionelle Arbeit hat nach meinem Verständnis kaum noch mit dem zu tun, was jahrelang als „Seo“ bezeichnet wurde. Selbst, wenn man dem auch noch interessante Aspekte abgewinnen kann :-)

Was nun aber nicht bedeuten soll, dass ich frustriert wäre und den Kopf in den Sand stecken würde. Es ist nur dieses „Seo-Thema“, das irgendwie sein Verfallsdatum überschritten hat. Zumindest bei mir… Wie sieht es bei Euch aus?

Kategorie: SEO Stuff   Autor: Martin Mißfeldt

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57 Kommentare zu "Die Seo-Luft ist raus …"

  1. Joachim Graf

    Diese Entwicklung im SEO war ja in den vergangenen Jahren schon abzusehen. Technisches SEO wird zur Micro-Spezialdisziplin im Content-Umfeld. Und Dein Kommentarfeld ist cool. Zum Glück heisst meine Website nicht Testvergleich24….

  2. Roland

    Ich betreibe nur „Content – Seo“ und setze keine Links oder betreibe keinen Linktausch, außer es ergibt sich eine sehr gute Gelegenheit dazu. Was Link setzen betrifft bin ich auch zu „faul“.

    Dennoch sind meine mir wichtigen Seiten stets vorne dabei, manche seit 3 Jahren stabil auf Platz 1. Backlinks kommen von alleine. Zu verdanken habe ich das dir und deiner Contentmission :)

    • Mißfeldt

      Haha, danke, freut mich. Genau, wenn man so vorgeht, braucht man kein Seo mehr – weil: gute Inhalte sind ja quasi das beste Seo :-)

  3. Jimie-Dean Garrett

    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
    SEO ist eh nur ein kleiner Teil des Onlinemarketings und das wird jeden Tag spannender.
    Allein wenn ich daran denke, wie es jetzt langsam in die Optimierung auf Sprachassistenten geht.

    Ich freue mich auf neue Herausforderungen.

    • Mißfeldt

      Was ist denn die „Optimierung für Sprachassistenten“? Meinst Du, seo-technisch auf den Longtail bzw auf W-Fragen zu optimieren? Das ist doch uralt. Oder die Seiteninhalte „vorlesbar zu machen“? Oder wie? Klingt spannend, nur weiß ich nicht, was das mit Seo zu tun hat …

      • Adrian

        Ich denke, Jimie-Dean spielt auf Siri, Google Now, Alexa & Co. an, da er ja generell den Marketingmix erwähnt. In der Welt des Internets tut sich gerade durch IoT und den digitalen Wandel enorm viel.

        Die Optimierung auf Sprachassistenten ist halt nicht so einfach. Ich selbst weiß nicht genau, die Alexa einkauft (was sie ja aber sowieso nur bei Amazon tut). Ob das nur bei Amazon selber oder auch auf dem Marktplatz ist. Wenn nur bei Amazon, dann erübrigt sich Optimierung. Falls aber auch Marktplatzanbieter darunter fallen, verlagert sich das „SEO“ halt dorthin, dass Alexa eben möglichst bei mir kauft, wenn sie den Befehl bekommt (weil ich günstig bin, die coolere Detailseite habe, mehr Attribute übergebe, wasweißich).

        Wir stehen hier noch recht am Anfang, da sich Siri (die eigentlich nichts anderes ist) nicht so recht durchgesetzt hat und Alexa in meinen Augen noch recht dumm ist (ein Großteil der verfügbaren Skills sind Bullshit). Auf die Frage, wer am Freitag bei Let’s Dance rausflog wusste sie keine Antwort. Das wird aber nicht mehr lange dauern, bis sie eben Google fragt, wenn sie in ihrem eigenen Ökosystem keine Antwort findet. Das kann die neue Spielwiese werden, bis auch dort der Rasen abgenutzt wird.

        Generell zum Text: letztendlich hat sich doch das durchgesetzt, was Google von Anfang an wollte: dem Suchenden Relevanz präsentieren, möglichst schnell sein Problem lösen. Alles Andere im SEO war nur das Ausnutzen von Bugs, die halt jede Software mit sich bringt.

  4. Bodo

    Das Thema SEO hat sich nicht unbedingt totgelaufen, denn es kommen immer wieder neue Trends und neue Entwicklungen auf, die dafür sorgen, dass der Suchalgorhythmus angepasst werden muss. Beispiel: Mobile First. Wer hat sich vor 5 Jahren so wirklich um die Ladezeiten seiner Seiten geschissen?
    Dann muss man als Seitenbetreiber aktiv werden und sich anpassen – immer wieder.

    Das Problem ist wahrscheinlich, dass die Lernkurve bei Dir einfach drasticsh abgenommen hat. Du hast die „alten“ Sachen verinnerlicht und umgesetzt, so viele Veränderungen kommen dann nicht dazu.

    Aber aus der Perspektive eines Web-Neulings muss man schon viel lernen, wenn man loslegt.

    Das mit dem Content würde ich so nicht unterschreiben. Guter Content setzt sich nicht einfach so durch. Ich habe viele Artikel, die ich mit Blut, Schweiß, Tränen und jeder Menge Motivation erstellt habe und sie ranken scheiße – obwohl ich weiß, dass sie zu dem Thema zu den besten gehören.
    Dann habe ich Artikel, die ranken so verdammt gut – da verstehe ich einfach nicht wieso, weil sie nicht unbedingt das sind, was ich als guten Content verstehe.

    Um an guten Content als Erfolgsfaktor zu glauben, da fehlt mir nach so vielen Jahren der Beweis. Ich glaube bei Dir ist der Gedanke so fest verankert, weil sich deine Seiten oft schnell und gut durchsetzen. Sie sind auch gut, aber du musst auch bedenken, dass Du eine Art sichtbares PBN unterhältst rund um das Thema Optik. Das ist jedoch ein Privileg, das nicht jeder zur Verfügung hat.
    Guter Content setzt sich nicht immer durch – das ist leider so.

    Was die Bildersuche betrifft: es ist eine Schande und ein Verbrechen. Aber man muss aus Nutzersicht denken: für den User ist es wirklich einfacher. Google denkt halt leider immer nur an den User und die an die Leute, die sich die Arbeit machen.

    Alles in allem ist das Thema etwas deprimierend. Für kleine Seitenbetreiber wird das Leben schwerer und schwerer. Vor allem, da zzt die Klickpreise sinken und auf Youtube ist auch viel weniger geworden. Alles wandert zu Facebook – aber FB ist ein geschlossenes System, wo man als Blogger oder mit Videos kein Geld verdienen kann – zumindest, direkt in Facebook in der Oberfläche.

    Für die kleinen Leute wirds immer schwerer…

    • Mißfeldt

      Danke für die zahlreichen Hinweise. Nur soviel: „ein sichtbares PBN“ würde ich meine Seiten nicht nennen ;-) Ich habe glaube ich nur einmal eine Expired Domain gekauft und die ist ein Rohrkrepierer. Ansonsten sind die Seiten alle neu hochgezogen. Stimmt, ich profitiere natürlich davon, dass ich meine Seiten untereinander verlinke, wenn es Sinn macht.

      • Bodo

        PBN ist nur ein Vergleich. Du hast viele Seiten, die thematisch gut zu einander passen und wenn du sie verlinkst, dann ist es der gleiche Effekt wie beim PBN – nur dass dein Vorgehen „legal“ ist aus der Sicht von Google.

        Außerdem bist du gut vernetzt und wenn Du eine Seite postest, dann bekommst Du von befreundeten Bloggern sofort 50 Backlinks.

        Unter solchen Voraussetzungen zu sagen:
        „Guter Content setzt sich immer durch, bei mir ist es ja auch so“ ist nicht ganz die Realität, in der die meisten Seitenbetreiber leben.

        Du kannst es ja mal ernsthaft probieren – wäre doch ein coole Thema für deinen SEO-Blog hier:

        Du erstellst auf einer neuen Domain ein oder zwei Seiten mit Content, der deinem Niveau sonst auch entspricht – also einem hohen und professionellen. Natürlich zu einem Thema, wo es auch schon Konkurrenz gibt. Aber Du machst es besser als auf diesen Seiten. Du setzt keine Backlinks von Dir selber und auch sonst keine Maßnahmnen.

        Und das Eregbnis kannst Du hier berichten.
        Und dann können wir das Thema beleuchten, ob sich guter Content durchsetzt.

        • Mißfeldt

          hehe, ja das wäre ein guter Versuch. Aber soo aufwändig … Denn die Seiten zu erstellen – man bräuchte sicherlich 20-30 Unterseiten, das würde schon lange dauern. Wäre ein echter Langzeittest …

    • Thomas

      „Wer hat sich vor 5 Jahren so wirklich um die Ladezeiten seiner Seiten geschissen?“

      Die, die schon vor 5 Jahren an den User und nicht (nur) an den Robot dachten. Gehörte ja auch damals schon zu den „Topseotricks“, seine Ladezeiten nicht unter der Decke anzusiedeln. Dabei war’s, wie das meiste „SEO“ immer nur logisch…

  5. Malte

    SEO sollte aber schon lange nicht mehr nur als Google-Optimieren verstehen. Es gibt mittlerweile genug andere Plattformen (Pinterest & Co) bei denen man Traffic abgreifen kann. Die Anzahl der Suchen bei YouTube übersteigen für manche Keywords sogar die von Google. Also immer schön weiterentwickeln!

    • Mißfeldt

      Danke für die Einstätzung. Pinterest ist auch so ein Reizwort, bei dem ich die Wände hochgehen könnte. Naja, anderer Artikel … aber bei youtube gebe ich Dir Recht :-)

  6. Wesley

    Momentan ist ein interessanter Wandel zu erkennen. Die Macht die Google hat ist , manchmal schon beängstigend. Bin gespannt was die Zukunft noch so bringen wird, schauen wir mal.

  7. Axel Metayer

    Trotzdem ich halte SEO nicht für tot weil es immer noch genug Leute gibt die jetzt Inhalt publizieren können ohne Programmieren zu können.

    Es macht sinn diesen Leuten zu erklären wieso das Thema in der Überschrift sein sollte. Aufzuklären dass der Klick in der Google Suche stattfindet und nicht „wieso das sieht der benutzer doch alles wenn er auf der Seite ist“. Es macht Sinn aufzuklären, wie man eine Seite aufbaut, Bilder beschriftet, wie menschen navigieren, welche Verhalten es gibt und wie man gute Webseiten und SEO macht. Da gibt es noch viel zu tun :)

    • Mißfeldt

      Ja, stimmt. Aber das ständige Aufbereiten von Alt-Bekanntem ist irgendwie redundant. Neues gibt es kaum noch, alle Artikel enden mit „Am wichtigsten ist es, guten Content zu erstellen!“

  8. Marco Janck

    Mensch Martin. Das war jetzt aber mal ein unbegründeter Frust-Post. Aus deiner mir bekannten Position verstehe ich die Haltung bedingt. Zu meinen, dass in der SEO die Luft raus ist entspricht aber überhaupt nicht der Wahrheit. Es ist nur aus der alten Suchmaschinenoptimierung die Luft raus. Die neue SEO Welt ist voller Druck und ich will mir nicht ausmalen, was geschieht, wenn die Kunden das auch begreifen ;-). Nee du, ich bin da nicht bei dir. SEO ist da nur viel bunter. Ach, was schreib ich hier. Du machst es ja, egal was du hier schreibst. Es ist dir nur ins Blut übergegangen. Dein TSCHAKKA musst du selber wiederfinden ;-)

    • Mißfeldt

      Haha, Du bist ein echter Motivationskünstler geworden. Danke für die aufmunternden Worte. Aber ich bin schon bei mir, nur woanders :-)

    • ayhan

      Und das bei so einem schönen Wetter. ;-)

      Ich stimme Dir zu Marco. :-)

  9. Michael Polixmair

    also zuerst mal, mein aufrichtiges Beileid. SEO ist nicht tot,und gute Contenterstellung ist ein Teil davon, und Blogs wie Deine sind weiter wichtig, wie wäre ich sonst wohl auf dich aufmerksam geworden, lese gerne Deine Beiträge weiterhin, also auf, auf, schreib den nächsten Beitrag, danke, lg aus Salzburg, Michael

  10. Thomas Wendt

    Die Zeiten, in denen man alle paar Monate echte, verständliche und nachvollziehbare SEO-News bekommen hat, sind wirklich lange vorbei.

    Das Netz hat sich wirklich stark gewandelt, auch die Interaktionen von Usern gehen nach meiner Beobachtung zurück, also Kommentare, Forenbeiträge etc. Das war schon lange ein Trend. Da ich bisher hauptsächlich mit Bilderseiten gearbeitet habe, hat die neue Bildersuche auch an meinem Elan deutliche Spuren hinterlassen.

    Das traurige ist, dass die Bilder nach wie vor häufig angesehen werden. Nur sind die Betrachter jetzt im Google-Universum weit weg von der Möglichkeit, mal einen Kommentar zu hinterlassen oder selbst ein Bild hochzuladen. Vielleicht kann man bald direkt in der Bildersuche Bilder hochladen, Sinn würde das machen.

    Schade.

  11. Jan

    Mensch Martin,
    in einem SEO-Blog zu verraten, dass der Quietscheente „SEO“ die Luft ausgeht… da kannst du dir doch denken, was die Kommentare sagen ;-)
    Am Ende kann SEO gar nicht sterben – denn genau genommen versuchen wir ja alle, die Suchmaschinen zufrieden zu stellen. Die wollen das oben zeigen, was für den Nutzer am Wichtigsten ist (achja, und Geld verdienen. Deshalb sind die Ads ja gaaaanz oben).
    Und genau das System versucht SEO auszutricksen. Früher war es banal: Links, Links, Links! Aber auch nur, weil die Algos banal(er) waren. Jetzt schwirrt das Buzzword AI durch die Konferenzen (ich bin mir sicher, es gibt AIs die versuchen AI bekannter zu machen, um am Ende dank AI-Hype die Weltherrschaft an sich zu reißen…).
    Jetzt kommt es darauf an, wo du dir Infos ziehst. Gebetsmühlenartig wird vom „guten Content“ gesprochen, da stimme ich dir zu. Aber was das genau ist, und warum der „gute Content“ von mir vor dem „guten Content“ von XY ranken sollte – das bleibt oft auf der Strecke.
    SEO ist also genau genommen spannender geworden: Weil so viele (für dich banale) Infos verfügbar sind und gepredigt werden (kratzt das Karl?), muss eben eine Steigerung her – größer, schneller, besser. Die Pflicht wird umfangreicher, die Kür anstrengender (<- Steigerungen – merkste, wa? Icke och).
    C'est la vie, rien ne va plus, auch Hackepeter wird *** später.

  12. Holger Bente

    Renaissance der Redaktion? Vielleicht hätte der Titel Deines Artikels auch so heißen können, wenn man die aktuellen Entwicklungen bei GOOGLE oder genauer gesagt bei den im Positiven wie im Negativen betroffenen Seiten beobachtet. Bei SEO ist m.E. sicher nicht die Luft komplett raus. V. a. technisches SEO entwickelt sich meiner Meinung nach immer mehr zur reinen Grundlage für redaktionell wertvolle Inhalte. Und weniger zum Selbstzweck. Und neben den so wichtigen Inhalten gibt es da noch einen wichtigen Punkt: die Darreichungsform der Inhalte. Wie aufbereitet? Mehr Bild – wenig Text. Video – wenn nötig ja, aber frisst (beim User!)Zeit! Geht’s auch in eine Infografik? Prima! Lange Texte ranken gut? Holistischer Content ist nötig? Das wiederum ebenfalls eher nicht (oder nicht immer), denn wie heißt es so schön (war glaube ich Richard Gutjahr): „Make it snackable!“ Und das möglichst präzise und auf den Punkt. Damit der vom heutigen Mediengrundrauschen gesättigte User überhaupt noch was mitbekommt. Um die Brücke zum ersten Satz zu schlagen: Vielleicht auch eine Chance für viele Redakteure, sich mit guter Schreibe wieder unentbehrlich zu machen. Gut, vielleicht nicht auf klassischer Verlagsseite. Aber sicher wieder mehr bei Firmen, die Notwendigkeit in guten Inhalten sehen. Und, nein, nicht immer nur Video ;-)

  13. Daniel

    Hi,
    ich denke das ist immer wieder ein schwieriges Thema. SEO stirbt, laut verschiedenen Quellen, jedes Jahr aufs Neue. Ich denke es ist schon noch sinnvoll Webseiten suchmaschinenfreundlich zu gestalten. Die klassischen SEO-Tricks werden aber immer weiter zurück gehen. Vielleicht ist für dich suchmaschinenfreundliches Arbeiten zur Normalität geworden. Das ist natürlich gut. Das Desaster mit der Bildersuche ist natürlich ärgerlich aber da ist man Google auch in gewisser Weise ausgeliefert. Google hat eben eigene Regeln für ihren Spielplatz. Traffic halten möchte schließlich jeder.
    LG
    Daniel

  14. Olaf Kopp

    Hallo Martin,

    ich hab ja zu dem Thema und dieser Prognose in den letzten Jahren ellenlange Beiträge geschrieben. fast niemand in der SEO-Szene wollte sich damit beschäftigen. Und nun kommt es auch bei den alten Hasen an. Ich würde nicht sagen, dass SEO tot ist, aber es ist unwichtiger für das Ranking bei Google geworden. Siehe dazu z.B. meinen inzwischen über drei Jahre alten Beitrag Branding und das neue Google-Ranking : http://www.sem-deutschland.de/branding-das-neue-google-ranking-warum-seo-nicht-mehr-reicht/

  15. Jens

    Das sehe ich überhaupt nicht so – vor allem technisches SEO ist nach meiner Bewertung wichtiger geworden, als es vor ein paar Jahren war. Da brauche ich nur 301 Redirects ansprechen, werden die bei einem Relaunch vergessen wars das. Hinzu kommt Crawlability und Indexierung, bei Shops die Behandlung von Sortierungs- und Filterergebnissen und vieles mehr. Wer heute auf SEO verzichtet ist selbst Schuld. Na klar entwickelt sich OnPage Optimierung immer mehr in Richtung Content-Optimierung aber das wussten wir doch alle. Das ist ein schleichender Prozess der nicht minder vielschichtig ist, als vor wenigen Jahren. Kurzum: Ich sehe SEO immer noch als berechtigte Disziplin und vor allem große Unternehmen, bei denen eine Internationalisierung relevant ist, wird SEO-Expertise gebraucht.

    Viele Grüße
    Jens

  16. Alexander

    Servus Martin,

    das „SEO-Wild-West-Pionier-Gefühl“ wie vor 10 Jahren ist in der Tat verflogen. Aber was hat sich denn in den letzten 10 Jahren tatsächlich verändert? In meinen Augen nur responsive Design, die Content Qualität und das Blogs zu Social Media Seiten ausgelagert wurden. Punkt!

    Heute darf sich doch ein jeder bessere Werbetexter, der einen WordPress Blog bedienen kann, als SEO schimpfen. Content ist King, alles immer positiv, alles immer freundlich, jeder Scheißdreck wird einem als „positiv“ verkauft. Warum? Weil sie es so gelernt haben, weil sie es nur nach Schema F können, weil es momentan auch nur so von Google gewünscht wird. Die SEO Branche bildet deshalb momentan auch nur Content Lieferanten aus und keine Autodidakten, wie es eigentlich sinnvoll wäre. Gerade auch deshalb kann Google AMP und jetzt die Bildersuche so einführen, wie sie es eben macht, weil es die Schema F Typen nicht wirklich verstehen, was da geschieht.

    Das ganze wird solange gut gehen, bis auch hier der Zenit überschritten wird und dann wird man eventuell wieder solche alte Hasen wie uns brauchen, die auch mit einem Stückchen php und html etwas anzufangen wissen. Nach uniquer Content wird funktionaler uniquer Content kommen und dann braucht es wieder Leute, die auch tüfteln können.

    Mein Fazit aus den Beobachtungen und Erfahrungen der letzten Jahre: Diese elende Dummschwätzer Lobhudelei ist voll und ganz in der Branche angekommen, konstruktive SEO Artikel sind nicht gewünscht oder schon verpönt und deswegen hab ich meinen kleinen SEO Blog im Herbst 2016 geschlossen und zwar weil es mir zu dumm wurde. Und die restlichen 6 Blogs hab ich auch dicht gemacht, weil ich es nicht mehr sehen konnte. Deshalb schwimm ich voll gegen den Trend und mach es so wie früher, nur mit dem Unterschied, ich lass die Finger von Webkatalogen und reduzier die Linkaufbauerei aufs aller notwendigste.

  17. Andre Theuerkauf

    Ruhe sanft SEO. Oder zählt SEO doch eher zu den Untoten, die immer auferstehen? Schon oft totgesagt und doch nicht totzukriegen.

    Ich denke, SEO in irgendeiner Version wird es immer geben. Es ist das Hase und Igel Spiel zwischen den Seitenbetreibern und Google. Was heute funktioniert, ist morgen schon überholt. Doch irgend etwas findet sich immer, um die eigenen Seiten zu pushen.

    Zur Zeit ist es halt Content.

  18. Kralle

    Jede Katze wäre neidisch auf die vielen Leben der Suchmaschinenoptimierung.

  19. Matthias Nientiedt

    Google hat es – aus deren Sicht – endlich geschafft, dass SEO jetzt UX ist. Jahrelang angekündigt („baut die Webseiten für den User und nicht für den Bot“), und jetzt wird es Realität!(?)!

    Dass ein klassisches „SEO-Projekt“ wie brillen-sehhilfen.de dann Verlierer ist, macht durchaus Sinn (@Martin: so wie ich das mitbekommen habe war das ganze Projekt auf „klassische“ SEO-Ansätze ausgelegt und nicht auf UX).

    Auf jeden Fall vielen Dank für den großen Aufwand, den Du hier betreibst und für die Analysen! Vielleicht liege ich ja auch völlig falsch…

    • Ingo

      Ich denke nicht, daß brillen-sehhilfen.de ein Verlierer ist. Das Beispiel bezog sich ja auf die Bildersuche und da sind alle bei google.de Verlierer. Das hat aber nichts mit SEO zu tun, sondern liegt an der Umstellung der Bildersuche in DE mitte Februar 2017.

      • Bodo

        Ich lese den Blog hier echt lange und habe auch viel gelernt über Bildersuche. Und ich glaube, dass Martins große Verluste daher resultieren, dass sein SEO teilweise sehr auf die Bildersuche ausgelegt war. Die Bilderusche war bisher ein Weg, um die organische Suche zu „umgehen“. Wer oragnisch auf Platz 10 stand, der konnte immer noch über die Bildersuche durch gutes SEO Traffic abräumen, wenn er dort auf Platz 1 stand. Denn viele Leute haben ihren Weg auf Webseiten über diesen Kanal gefunden. Dieser Weg fällt jetzt weg, da die Leute die Google-Oberfläche nicht verlassen.

        Aufgrund der Lerneffekte durch Martins Blog hier habe ich auch angefangen Artikel mit Bildern zu versehen und es hat auc viel geholfen. In Analytics habe ich sehen können, dass die Bildersuche ein großer Trafficlieferant war, mit dem ich mangelnde Rankings in der Bildersuche kompensieren konnte.

        Durch die Umstellung gab es bei mir aber keinen Einbruch bei den meisten Seiten. Nur bei solchen, die wirklich explizit darauf ausgelegt waren die Bildersuche zu dominieren. Die anderen Bilder bringen noch immer guten Traffic. Denn sie wecken scheinbar das Interesse auf mehr.

        Fazit: Ja, es gibt leider negative Effekte der neuen Bildersuche, aber meist nur dann, wenn der Content darauf ausgelegt war sich über diese Quelle mit Besuchern zu speisen.

  20. Leonard Metzner

    Schade, dass die SEO-Luft bei dir raus ist… Dein (SEO)Blog ist noch einer der wenigen, der überhaupt als solcher bezeichnet werden kann. Von den weichgespülten Agentur „Blogs“, in denen abwechselnd Mitarbeiter professionelle Erklärungen und die 7 besten Tipps zu blaaa posten, anstatt echte Meinungen (oder gar Launen) rein zu bringen, gibt es wahrlich genug. Diskurs Fehlanzeige! Und da wird sich dann über die nachlassende Kommentierfreudigkeit beschwert…

    Bitte weiter machen :-)

    • Mißfeldt

      Danke für die Blumen :-)
      Natürlich mache ich weiter, aber eben weniger bzw. seltener. Ich glaube, Du tust den Agenturblogs etwas Unrecht – die machen teilweise einen sehr guten Job (Seo-Portal, Seo-Südwest, Aufgesang, Sistrix, Searchmetrics etc.). Bei mir gibt es natürlich weniger Skrupel oder Sorge, dass man mit einem Kommentar einen (Seo-) Mitwettbewerber unterstützt bzw. stärkt – ich mache ja gar kein Seo, und schon gar nicht für Geld :-)

      Aber natürlich freue ich mich über die vielen Kommentare, vor allem auch, weil es den Diskurs voranbringt und ich meine Meinung dadurch ein wenig einordnen kann.

      • Leonard Metzner

        Ja, absolut, es gibt Ausnahmen und rein fachlich gibt es da noch viele andere als die genannten, die gute Artikel veröffentlichen. Sollte kein Agentur-Bashing sein ;-) Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass es auch viel Einheitsbrei ist, aus Angst mal anzuecken, jemandem zu widersprechen, etwas widerlegt zu bekommen und dann zurückrudern zu müssen usw.

  21. Benedict

    Spannende und richtige Gedanken! Und ja, ich gebe dir Recht: „Wer heutzutage den Title nicht beachtet, keine Bilder nutzt, keine mobile (responsive) Version hat und Keyword-Analysen betreibt, ist eh ein Anfänger.“

    Aber schau dir doch mal die großen Online-Shops/Seiten an… wie sieht es aus mit Meta-Angaben, Alt-Auszeichnungen, hreflang-Auszeichnungen … hier gibt es (immer noch) viele Baustellen. Und ich glaube in vielen Bereichen werden die Themen einfach spezieller, wenn ich an diverse in diesem Jahr geführte Diskussionen zum Thema Facetten-Navigation bzw. Crawler-Steuerung und Indexierung denke …

    • Mißfeldt

      Ja richtig. Die Basics werden immer noch von vielen nicht beachtet. Hinzu kommen „veraltete“ oder „undurchdachte“ Content-Management-Systeme, die kaum ein manuelles Eingreifen erlauben. Klar wird es weiterhin Seo geben – aber der öffentliche Diskurs darüber wird immer abgedroschener, weil letztlich das meiste bereits Vielfach gesagt wurde („Erstelle guten Content!“, „Ohne Links geht es nicht!“) …

      Danke für Deinen Kommentar :-)

  22. Micha

    Ja, ich kann den Frust schon nachvollziehen. SEO hat sich doch sehr geändert. Der Kommentar von Jan beschreibt es gut: „Die Pflicht wird umfangreicher, die Kür anstrengender“. Also Kopf hoch!

  23. Stefan Haux

    Hallo Martin,
    ich kann deine Haltung verstehen. Sobald eine Sache zu sehr Routine wird, verliert sie an Reiz. Jeder braucht mal einen Perspektivwechsel.
    Andererseits sehe ich – auch bei uns – immer wieder, dass Seiten ohne die Kontrolle des manchmal nervenden SEOs nicht gut sind. Da werden Grafiken eingespielt, die mehrere MB groß sind etc. Wir machen die online Welt somit ein wenig besser.
    Auch ist die Bandbreite der Themen mit denen sich SEOs befassen müssen Gott sei Dank sehr weit, (Technik, Inhalte, Controlling, Analysen, Optimierung etc ) daß kenne ich so aus keinem Bereich. Auch sind wir SEOs immer im Austausch mit vielen anderen Bereichen. Auch wenn es zu den Bereichen Spezialisten gibt (bspw. Site Speed) muss man doch wissen worum es geht. Und da fängt es an wieder Spaß zu machen.
    Es ist zwar nicht so, daß GOOGLE jede Woche eine neue Sau durchs SEO Dorf jagt, aber es bleibt trotzdem spannend.
    Ich hoffe die dunklen Wolken verziehen sich bald
    Stefan

    • Mißfeldt

      Danke, danke für den Hinweis. Natürlich muss man die Grundlagen beachten, auch hinsichtlich Seo. Ich gehe vielleicht zu Unrecht davon aus, dass das doch inzwischen alle wissen müssten :-)

  24. Steffi

    Oh, diese Aussage höre ich zum ersten Mal von einem SEO-Experten. Ich blogge seit 6 Jahren und hatte die ersten Jahre gar nichts davon gehört. Und später dann versucht, auf irgendeine Weise SEO in meine Webseite und Artikel zu integrieren. Staunend habe ich immer gelesen, wie Nischenseiten aus dem Nichts entstanden und die Top-Plätze bei Google belegten. Und dabei natürlich vierstellige Umsätze pro Monat erzielten, ohne dass der Inhaber der Seite auch nur einen Finger krumm machen musste.
    Dieses Level habe ich leider nie erreicht.
    FInde ich es also schade, wenn Google vielleicht wirklich die Möglichkeiten eingedämmt hat, mit Tricks an die Spitze der Suchmaschinen zu kommen? Ich weiß es nicht. Ich bin gespannt und beobachte weiter. Und bis dahin lösche ich die Nischenseiten-Kommentare auf meinen Seiten ebenfalls. Allerdings per Hand. :)

    • Mißfeldt

      Es ist auch ein gewaltiger Unterschied, ob man einen Blog oder eine Nischenseite betreibt (auch wenn viele Nischenseiten-Betreiber WordPress „missbrauchen“) – auch in Seo-Hinsicht. Und der aller größte Teil der Einnahmen-Berichte sind irreführend oder gefakt.
      Ja, Nischenseiten-Spam-Kommentare sind echt eine Plage … Aber es bessert sich :-)

      Dir viel Erfolg mit dem Blog.

  25. Elias

    Zum Thema Bilderklau via Hotlinking. Da kann man doch aber via htaccess etwas machen oder ist das nicht „State of Art“?! ;)

  26. Walter

    Ich denke SEO beginnt jetzt erst! Bisher haben wir uns mit relativ einfachen, technischen Belangen herumgeschlagen. Hauptsächlich in Ermangelung besserer Systeme griffen wir z.B. auf Backlink-Generierung zurück.

    Das war die MVP-Phase von Search Engines. Mit dem Einsatz von Machine Learning (z.B. müsste Bilderkennung den Alt-Tag überflüssig machen?) und künstlicher Intelligenz nimmt die Produktreife von Suchmaschinen exponentiell zu! Und deshalb müssen auch wir SEO den nächsten Schritt machen und in Content Marketing investieren mit guten Texten, Storytelling, Fotos, Videos, etc.

    Was auch immer das Nutzerbedürfnis befriedigt. Das wahrscheinlich aus einem der verschiedenen Micro-Moments entstanden ist. Unser CEO Raphael Bienz hat im Blog eine umfassende Übersicht der relevanten Themen präsentiert:
    http://www.blueglass.ch/content-marketing-warum-wir-an-moeglichst-guten-inhalten-interessiert-sind/

    • Thomas Wendt

      Ich hatte in letzter Zeit mal testweise mit KI-basierter Bilderkennung rumgespielt. Cloudsight hat da ja ein ganz interessantes System, das Bildinhalte in ganzen kurzen Sätzen beschreibt.

      Wenn ich das auf „mein“ Thema Bahnbilder ummünze, und ich denke, das geht stellvertretend für viele Bereiche, dann bekomme ich bestenfalls Resultate wie „roter Zug vor grünem Wald“, was inhaltlich richtig ist, aber doch ein bisschen wenig und mit hoher Wiederholungsgefahr.

      Interessant in dem Zusammenhang fand ich auch die Rechenleistung, die man offenbar braucht. Denn man zahlt pro Bild schon ordentlich was, wenn man es mal mit den Kosten für einen Server vergleicht. Für riesige Datenbestände wie die Google Bildersuche wäre das, wenn die üblichen Bilderkennungs-APIs realistsiche Preise abbilden, wohl vorerst nichts.

  27. Tobi

    Ach Martin, SEO ist so lebendig wie vor 10 Jahren auch schon. Genau so lange bin ich schon in dem Bereich unterwegs und es gibt immer noch genügend technische „Tricks“, mit denen man bei Google die SERPs beeinflussen kann. Und da muss der Content nicht mal berauschend gut sein. Es hat sich alles ein wenig verlagert, das schöne ist: Mit Content allein kann man inzwischen auch schon prima ranken. Wenn man dann noch ein paar Dinge bzgl. der User-Signale beachtet, geht schon viel, ohne massig Backlinks zu haben. Ich habe im letzten Jahr einige Versuche in dem Bereich gemacht. Was aber auch klar ist: Gute Backlinks helfen in 2017 genauso wie vor 10 Jahren.

    Was aber in der Tat schwieriger geworden ist, mit einfachen Mitteln eine Nische zu dominieren, weil heute praktisch alle Content-Marketing für sich entdeckt haben. Fast alle News-Portale produzieren CLickbait-Beiträge, sogar auf Wetterseiten werden inzwischen Content-Artikel zu allen klickstarken Themen integriert. Und jeder, der halbwegs einen PC bedienen kann und vom großen Geld ohne Arbeit träumt, macht inzwischen eine Nischenseite. Somit war es vor 10 Jahren mangels Content-Konkurrenz einfacher, mit einfachen SEO-Maßnahmen vorne zu ranken. Heute muss man halt immer einen Tick besser sein, als der Rest. ;-)

  28. Thomas

    Sorry, aber: Content war schon immer King, es ging immer um den User.

    Das Problem: Die meisten, ist ja heute teilweise noch so, dachten das wäre vollkommen anders, weil man ja mit (technischem) Trick A und B es doch geschafft hat, auf Platz 1 zu kommen. Und hey, wenn SEO 1 mit Linkspam auf 1 ist und SEO 2 mit geilem Content auf 2 – na dann muss SEO 1 ja besser sein! Die Conversion war zwar weitaus schlechter als auf der Seite auf Platz 2 – 7, aber: Hauptsache Platz 1 und dem Kunden erzählen, dass das Ziel bestmöglich erreicht wurde.

    Nur: Wer so „SEO“ macht, der rennt halt Google immer hinterher, grast stundenlang andere SEOs auf Foren, Blogs, Facebook nach neuem Input ab, ständig auf der Suche nach DEM Link, der Platz 1 wieder möglich macht, oder dem nächsten großen Ding, mit dem man sich dann für 3 – 6 Monate vornhalten kann bis Google es merkt und den Hebel zieht. Dann geht’s von vorn wieder los… und so seit Jahren. Und man wundert sich, dass (dieses) SEO immer schwerer wird.

    Dabei war’s schon immer Scheiße und schon immer der falsche Ansatz! Und ja, hab‘ ich (auch) gemacht – aber nie für Dinge, die mir am Herzen lagen und die ich (für mich) groß sehen wollte. Vielleicht auch ein Problem, dass ein Kundenprojekt eben nie ein eigenes Kind ersetzen kann…

    Das mit der Redaktionsrenaissance sehe ich auch anders: Jetzt wird bei den allgemein bekannten Contentagenturen & Co. wieder mantraartig „Content is king!“ heruntergebetet um die eigenen Preise nach oben treiben zu können, man wird mit WDF*IDF zugeschwallt, Faktor Blabla XY – dabei ist das genau das gleiche „SEO blabla“ wie von all den HobbySEOs mit ihrem WordPressplugins.

    Denn auch hier setzt man „gute (SEO) Texte“, nach Faktor XY optimiert, mit gutem Content gleich. Texte, die meist von Texter X nach kurzer Recherche ohne Herzblut geschrieben werden, Hauptsache WDF*IDF und Keyword X drin – fast so schlimm wie früher „Keyword X sollte laut Auftraggeber 8mal enthalten sein…“ – und das merkt man leider auch (immer wieder). Ein Grund, warum ich solche Portale kaum noch nutze, außer eben für klassischen Spammyscheiß, der in Nische X (noch) gehen mag‘ – weil’s eben fire & forget ohne Mehrwert ist. Da kann’s dann auch mies sein…

    So – nach dem Rant mal was Konstruktives (weil meckern kann ja eh jeder): „Content is king!“ heißt und hieß eben schon immer ALL dein Content is king – nicht nur Texte, Videos, Bilder usw., sonden alles zwischen html und /html! Und das kapieren eben nur die wenigsten und denken, dass Link A aus Quelle B oder Trick 17 es (stattdessen) schon irgendwie reißen wird – so wie früher halt, wo ich mit meiner Kackseite auch vorn sein konnte, wenn ich mich schön über Webkataloge, PBN, *.ru Links, paid Links, PR Links, blabla (für einen limitierten Zeitraum) pushen konnte…

    Bei mir (Saulus -> Paulus) kam die Erkenntnis vor 8-11 Jahren bei einem Projekt, was endgeil abgegangen und konvertiert und mich so finanziell unabhängig gemacht, aber 0.0 ausgefüllt hat – und irgendwie auch den Glauben daran zerstört hatte, dass das das Richtige sein kann. (Mit Panda kam dann ein Jahr später auch die [erste] Erkenntnis, dass dem nicht so ist – und der Absturz solcher Projekte. ;) ).

    Seitdem besteht SEO für mich eigentlich nur noch aus zwei Sätzen:
    – „Mache Seiten/erstelle Content, den Du selbst gerne (mehrfach) lesen wollen würdest.“ -> props an Karl Kratz.
    – „SEO ist ein Nebenprodukt einer qualitativ hochwertigen Webseite! Jedoch kein Ziel.“ -> Leo Unglaub.

    Damit bin ich glücklicher, meine Seiten/Projekte – und wenn ich so die SERPs und „das unter’m Strich“ ansehe: meine User auch.

    Achso: SEOvergleich-test-24.de.vu ;)

  29. Norbert

    da mich meine vielen kleinen Kunden immer noch mit der dem Standardsatz „den vielen Text Leist doch keiner“ bewerfen und sie auch weder in derLage noch Willens sind selten wir immer noch stark auf Backlinks, was auch funktioniert.

    Weiter ist festzustellen, dass gerade bei lokalem SEO noch lange nicht die Luft draußen ist. Der Dienstleister, Arzt oder Unternehmer, der regional nicht in der Lage ist seine Webseite zu den relevanten Suchworten zu platzieren wird sich zukünftig noch schwerer tun seine Laden am laufen zu halten – SEO ist hier nach wie vor die Nummer 1 Lösung um gefunden zu werden und Kunden zu akquirieren. SEO lebt also noch, zumindest bei mir.

  30. peter stauf

    Bzgl. dem Wegbrechen des Bildertraffic: Für mich gibt es keinen vernünftigen grund, warum jemand der nach einem schwarzen bild sucht auf brillen-sehhilfen landen sollte. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass der traffic wirklich wertvoll war.

    Das sich seo verändert hat ist klar und ja, alle benötigten Informationen über seo sind frei verfügbar. Vor allem auf englischen Blogs. Seo ist ein Baustein im Online Marketing und wer auf eine Taktik fokussiert arbeitet grob fahrlässig. Das ist ein allgemeines ökonomisches Prinzip, genauso wenig macht es sinn in nur einer aktie seine ersparnisse zu investieren. Wer diversifiziert bei traffic-quellen, genauso wie bei der Monetarisierung wird Nachts besser schlafen.

  31. Tim aus München

    Guter Artikel, und das Ganze stimmt auf eine Art. Andererseits ist Content Marketing dann wieder doch – wenn auch indirekt – dem Linkbuilding sehr dienlich, oder kann es zumindest sein. Und je größer der Einfluss des Contents auf das Ranking ist, desto mehr ist SEO auch Content Marketing. Irgendwie hängt doch alles mit allem zusammen. ?

  32. Dennis

    Hallo Martin, mit dem Satz „Obwohl alles so ungeheuer komplex zu sein scheint (RankBrain), ist es auf der anderen Seite doch inzwischen ganz einfach … Es hat sich alles auf den „für den User besten Content“ reduziert“, bringst du es meiner Meinung nach ziemlich genau auf den Punkt. Klar gibt es noch viel Analyse, Onpage & Technik und hier und da den Versuch einen netten Verweis zu erhaschen, aber im Kern ist an der Aussage viel wahres dran. Betrüben tut mich dass in keinster Weise, is halt so und funktioniert ja auch ;-)

  33. Basti

    Ich glaube der Bildertraffic ist nur noch relevant für Kleidung oder Möbel. Die Menschen suchen sich so das Lieblingskleidungsstück aus und kaufen es dann eventuell auf der Seite.

  34. Michelle

    Hi Martin,

    wie denkst Du denn, entwickelt sich SEO in den nächsten Jahren? Reicht es einfach nur guten Content zu produzieren oder welche Maßnahmen kann man noch einschlagen?

    Interessante Ansichtsweise im Übrigen!
    VG
    Michelle

  35. Malte

    Hallo Martin,

    also wenn Du mit SEO – Offpage-SEO – meinst, was ja von vielen hier wahrscheinlich ein Arbeitsschwerpunkt war/ist, muss ich Dir Recht geben. Da ist längst nicht mehr soviel möglich, wie es einmal war. Der Algo wird halt laufend angepasst.

    Aber bezogen auf Onpage-SEO liegst Du mit dieser Aussage komplett daneben. Da ist immer noch oder gerade jetzt noch unglaublich viel drin.

    Du betreibst es doch selbst auch erfolgreich. Zumindest bei den Seiten von Dir, die ich mal so überflogen habe, wie die Brillenseite.
    Ich verstehe unter Onpage-SEO unter anderem einen schlanken aufgeräumten Code, ein schlankes Menu. Wo es geht relative statt absolute Links.
    Diese Maßnahmen sorgen unter anderem für eine günstigere Code-to-Text-Ratio, die ja direkten Einfluss auf das Ranking hat.
    Zudem ist es wichtig, dass der eigentliche Content so weit wie möglich oben im Quellcode steht. Am besten natürlich noch vor dem Menü.
    Und natürlich auch so banale Dinge wie, dass jede Seite einen aussagekräftigen Titel hat und auch eine h1 und nicht bloß ein fettes Wort am Anfang der Seite, das wie eine Überschrift aussieht.

    Nur weil die meisten hier WordPress etc. nutzen und nicht wissen, was es so für Möglichkeiten gibt, heißt das nicht automatisch, dass aus SEO die Luft raus ist. Es haben sich lediglich die Prioritäten, der zur Verfügung stehenden Maßnahmen verlagert. Was meiner Meinung nach auch gut ist, denn man kann eine Seite nicht mehr einfach so mit einer Unzahl an Backlinks pushen.

    Die Firma, für die ich arbeite hat ein eigenes CMS entwickelt, das gegenüber WordPress etc. entscheidende SEO-Vorteile hat, die bereits automatisch integriert sind. Aber das hat auch seinen Preis.

    Dafür gelingen damit aber Sachen, die mit WordPress etc., zur Zeit zumindest und nach meinem Wissen, nicht möglich sind. Bezogen auf die Zeiträume, von der Maßnahme bis zur Umsetzung von Google, aber auch auf das Ausmaß der Maßnahmen an sich bezogen. Die Zeitangaben, die hier im Blog so bezogen auf SEO Maßnahmen kursieren, wären für uns absolut inakzeptabel. Wir unterbieten diese Zeiten deutlich, zum Teil gravierend.
    Natürlich benötigen auch wir gute Texte, es reichen aber meist Artikel im mittlerer Güteklasse aus, um trotzdem sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Die Kombination aus Text und Technik macht es halt.
    Wenn ich Dir/Euch sagen würde wie schnell es immer noch gehen kann, würdet ihr glatt vom Stuhl fallen.

    LG Malte

  36. Martin

    Naja, ich kann deinen Blickwinkel schon nachvollziehen … SEO Maßnahmen sind ja im Prinzip reduziert auf redaktionelle Aufgaben. Also quasi wie man Texte aufbaut, wie man sie intern verlinkt usw.

    SEO Blogs lese ich eigentlich nur noch dann, wenn ich irgendwelche technischen Grundlagen auffrischen muss und Google mir relevante Artikel von vor 5 Jahren anzeigt. =)

    … was mich mal interessieren würde, ist, wie die alten Blackhats heutzutage abschneiden. Hier und da kann man sehen, dass diverse alte Methoden (vor allem bzgl. Links) immer noch kurzfristig ziehen aber mich würde mal interessieren, wo sie heute die Hebel ansetzen. :D

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Martin Mißfeldt

Autor: (Künstler, Firma DUPLICON Berlin) über Bilder, die Bildersuche im Internet sowie Bilder- und Video-Optimierung. Mehr

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